Eine persönliche Meinung zum Buch von Helene Hegemann.
Ich hatte ja schon einmal kurz über Axolotl Roadkill gebloggt, jetzt habe ich es durch und will mal kurz meinen Senf dazu abgeben. Vorab, es lohnt sich durchaus mal einen Blick zu riskieren, im hegemannschen Stil ist eine Raubkopie via Google "axolotl roadkill rapidshare" ja schnell gefunden.
Also einmal habe ich den Roadkill jetzt durch. Ich muss sagen, es ist... eine Liste. Eine Liste für Menschen, Situationen und Drogen mit denen man selbst nichts zu tun haben will. Zumindest sagt mir das die Vernunft in mir. Von abstoßenden heroinsüchtigen sexsüchtigen Pädophilen bis hin zur Hauptperson Mifti, einer wohlstandsverwahrlosten Göre der es nicht gelingt zu leben. Ob man das Buch gelesen haben muss? Wenn man sicher gehn will, dass das eigene negative Bild der Partyszene Berlins bestärkt wird, auf jeden Fall. Mir persönlich gefällt aber Holden Caulfield aus Salingers Werk wesentlich besser als Mifti, die nennt sich wirklich die ganze Zeit so.
Ob es von der Autorin gewollt war oder nicht weiß ich nicht, doch das Gefühl einen Blog zu lesen vermittelt das Buch über die ganze Zeit, abgesehn von den SMS und Email-Passagen die im typisch jugendlichen Stil der Web2.0-Generartion gehalten, sehr authentisch wirken.
Am Ende wird eines klar, es entsteht ein starkes "Fänger im Roggen" Gefühl bei mir. Ob das nun ein Plagiatsvorwurf oder lobende Kritik ist mag jeder selbst entscheiden.
Am Ende wird eines klar, es entsteht ein starkes "Fänger im Roggen" Gefühl bei mir. Ob das nun ein Plagiatsvorwurf oder lobende Kritik ist mag jeder selbst entscheiden.
Mir hats jedenfalls "nicht" gefallen den Roadkill zu lesen, aber ausgesprochen GUT "nicht" gefallen. Denn sein wir mal ehrlich, wie sieht so ein Roadkill aus ? Eine undefinierbare Zusammenstellung verschiedenster blutiger Einzelteile, die letztlich von jedem stammen könnten.