Samstag, September 04, 2010

Die Tiere wurden von der Kette gelassen....

Die Endphase des planetaren Lebens hatte ich immer mit großen kosmischen Ereignissen in Verbindung gesetzt. Ein Stein vom Umfang des Jupiter trifft die Erde, es bleibt nur eine Rauchspur der Menschheit übrig. Oder vielleicht auch die Auferstehung des großen Cthulhu aus der Stadt R'lyeh der tief im schwarzen Ozean schläft, der durch seine Gedanken das finale Kapitel der Menschheitsgeschichte besiegelt. Denkbar wäre auch ein Virus gewesen das sich rasend schnell über den Planeten ausbreitet und alle Säugetiere dahinrafft, die Renaissance der Insekten. Doch es wird wohl alles anders kommen. Das Ende der Menschheit, besiegelt durch eine alte Idee.

Bereits in vorchristlicher Zeit gab es einige in Mesopotamien. Danach verbreiteten sie sich nach und nach über die ganze Welt. Tief saßen sie im römischen Reich, trieben es in den Untergang. Gerieten beinahe in Vergessenheit, doch flossen sie um 1327 n.Chr. ins islamische Recht ein, setzten sich im 14. Jh in Florenz und Mailand fest. Der letzte ernst zunehmende Widerstand gegen sie wurde von Edward III. angeführt. Der englische König aus dem mächtigen Haus der Anjou-Plantagenêt hatte im hundertjährigen Krieg seine Verpflichtungen nicht erfüllt und damit der Schlange den Kopf abgeschlagen. Doch zeigt sich schnell es war eine Hydra, keine Schlange. Der neue Kopf trug Namen Vieri di Cambio de' Medici, seine Nachkommen griffen bis ins 17.Jh nach der Macht in Europa. Der Virus war in die Köpfe der Menschen gepflanzt, jetzt begann das Stadium der Metamorphose. Die Fruktifikationstheorie war nur der Anfang einer ganzen Reihe von wissenschaftlichen Auseinandersetzungen mit ihrer stärksten Waffe, dem Zins. Zins, kurz erklärt, ist die Bringschuld von etwas das gar nicht erbracht werden kann. Stellt man sich vor, im Besitz eines Monopols zu sein, nennen wir es Geldmonopol. Dieses Geld verleihen wir zu bestimmten Beträgen an andere, die sicher nicht ihr eigenes Geld herstellen können. Dafür verlangen wir den Zins, für 100 wollen wir 105, 110 oder 120 zurück. Es ist doch nur logisch, das am Ende jemand diesen Zins schuldig bleiben muss. Die Erträge mögen noch so fruchtbar sein, der Boden noch so ergiebig. Am Ende wird gezahlt, mit etwas vom dem es, dank des Zins, immer zu wenig geben wird, Geld.

Die Rede ist natürlich von den Banken und ihren Köpfen. Langsam aber stetig läuft die Zeit ab. Die Schuld wird zu groß. Addiert man die gesamten Schulden der Welt, könnte man die Welt mehrfach kaufen. Der Wettlauf um das letzte Geld wird also immer schneller und härter geführt. Schließlich will man nicht König Edward III. folgen und sich weigern seine Schulden zu zahlen. Wir leben ja schließlich in einer Demokratie! Also schauen wir dieser Tage respektvoll auf zu den großen Bänkern. Hängen an ihren Lippen und fluchen auf die Migranten, die sich in direkter Konkurrenz zu uns befinden, im Wettlauf um HartzIV. Jedes Mittel ist diesen Bankiers mit den schönen Gelfrisuren  recht. Schrecken sie doch nicht davor zurück, Kinderpornos zu verwenden um Konkurrenten auszuschalten. Auch wenn die Medien derweil lieber auf Thilo Sarrazin einprügeln, vergessen darf man nicht was sich hinter dem Strohfeuer abspielt das Sarrazin medienwirksam inszeniert. Das Finanzsystem, mächtiger denn je, greift nach dem Planeten. Diese Meldungen sind alle aus der Woche vom 30.08.2010 - 04.09.2010:





Devisen Stützungsmaßnahmen der Bank of Japan verpuffen.

Viele Banken gefährlicher als vor zwei Jahren. - Steuerzahler bald in der Schuldenfalle.






Das dunkelste Kapitel der Menschheitsgeschichte hat begonnen. Die Bänker kommen und wollen ihre Kohle wieder. 
- ".. werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann."
- ".. und ihre werdet merken, wie schnell die Sklaverei eingeführt werden kann wenn ihr eure Schulden nicht bezahlt."




Dienstag, August 31, 2010

Thilo Sarrazin - Integration ist nicht das Problem!

Thilo Sarrazin geht in seinem neuen Buch nur scheinbar auf ein gesellschaftliches Problem ein. Das wirkliche Problem ist die drohende Massenarmut und nicht das "Integrationsproblem". In Deutschland darf jeder Mensch leben wie er möchte. Die Amtssprache ist deutsch, das bedeutet aber nicht dass man auf der Straße nur deutsch sprechen darf, auch als deutscher Staatsbürger muss die Muttersprache nicht deutsch sein. Jeder Mensch hat das Recht auf freie Sprachwahl, das Recht auf die eigene Kultur. Das nennt man pluralistische Gesellschaft. Dass einem Steine im Weg liegen wenn man die Amtssprache nicht beherrscht ist logisch. Doch muss man das einer türkischen Familie wirklich erklären? Auch die Menschen der Unterschicht sind leistungsorientiert, zumindest in ihren Möglichkeiten. Aber wie macht man ihnen deutlich, dass sie trotz Aufstiegsorientierung in Deutschland keine Chance mehr haben? Die schwarz-gelbe Lüge von der Vollbeschäftigung wird immer noch von vielen geglaubt, ja sogar als politisches Ziel glorifiziert. Insofern hat Sarrazin recht. Die Deutschen sind dumm genug den Schmodder zu glauben den uns Westerwelle, Schäuble, Merkel und die FDP GmbH. vorgaukeln. Egal, in einer Demokratie kann man ja schließlich immer das kleinere Übel wählen.

- Ich meine zwar das Kotzen gleich Kotzen ist, aber wenn es sein muss dann nehme ich natürlich das kleinere Übel statt der Magenspülung. Obwohl gerade das der deutschen Führungselite gut tun würde. -

Integrationsproblem bedeutet nicht, dass man sich der vorherrschenden Kultur anpasst und zum richtigen Deutschen mit anderer Hautfarbe mutiert. Niemand muss sich integrieren wo er nicht will oder kann. Lediglich ein vernünftiges Zusammenleben ist wünschenswert und wird im übrigen von den meisten Menschen selbstständig erreicht. Auch Menschen mit Migrationshintergrund fahren gerne geordnet U-Bahn und warten an roten Ampeln, ich sehe da kein Integrationsproblem.
Integration geht anders. Integration bedeutet, dass man sich mit seinem Nachbarn messen kann. Der Nachbar fährt nen Mercedes, er muss nen guten Job haben und glücklich sein. Der andere da hat ein I-Phone und richtig viele Computer, muss also ein verdammtes Genie sein. Die da zieht sich an wie die Supermodels ausm Fernseh, man ist die hübsch! Sowas sehen selbst die bildungsfeindlichsten Kids. Auch sie wollen dazu gehören, zum guten deutschen Massenkonsum. Aber was benötigt man um die Anerkennung seines Nachbarn, gar den Neid des Nachbarn zu erwecken? Geld und zwar ne verdammt große Menge davon. Wie bekommt man Geld? Mit einem Job. Aber wie bekommt man einen Job ohne höhere Bildung, in Deutschland? Gar nicht! Denn dank unserer großen und mittleren Unternehmen, deren Managern und den Banken gibt es leider keine integrativen Berufe mehr in Deutschland. Man kann nicht mehr als Näherin arbeiten, als Fabrikarbeiter schuften oder in die Zeche fahren. Da wo alle gleich schwarz sind und König Fußball aus Ali und Franz gute Freunde macht. Wer meint, es läge nicht am Stellenangebot für unterqualifizierte Menschen kann sich ja mal im Bonner Loch umsehen. Sich mit nem Bier dazu stellen und mal testen wie integriert die Deutschen aus der prekären Schicht sind. Wie es da mit dem Aufstiegswillen aussieht. Thilo Sarrazin schafft es lediglich ein weiteres mal das wahre Problem auf den "Ausländer" abzuschieben. Ein dummer Wichser, dieser Sarrazin, ein Spalter, einer der großen Fische im Becken. So sind sie, die großen Fische. Damit keiner auf die Idee kommt die großen Fische zur Verantwortung zu ziehen, sticheln sie. Hetzen weiße gegen schwarze Makrelen auf. Perfekte Lobbyarbeit für die global Player die bereits Milliardengewinne einfahren, Wirtschaftskrise der armen Leute. So nen Börsenkollaps muss man sich halt leisten können, ganz normaler Luxus. Intergrative Arbeitsstellen? Pustekuchen! Wenn du wirkliche Arbeit willst, schau dich mal in der dritten Welt um, da gibt es noch Kupferminen.

- Das wahre Problem ist die Armut. Eine Armut die erträglich wäre, wenn die Nachbarn nicht so unverschämt reich wären. So reich, dass man sich schämt auf die Straße zu gehen aus Angst ihnen erklären zu müssen, warum man immer noch keinen Job hat. -

Integrative Jobs, das braucht Deutschland, keine boshaften Spalter wie Sarrazin. Integrative Jobs, Beschäftigungen die Menschen wieder einen Sinn im Leben geben. Die das eigene Selbstwertgefühl steigern. Damit man das Gefühl endlich ablegen kann, sich vor den grimmigen Deutschen verstecken zu müssen, nicht in die Moscheen fliehen zu müssen. Die große Stärke der Muslimen in Deutschland liegt in ihrem Glauben, im kollektiven Moschee-Besuch. Man mag über die Religion und ihre teils veralteten Wertvorstellungen denken was man will. Doch alleine leben sie nicht in ihrer Armut, ganz im Gegensatz zu den Deutschen. Die schaffen es 40 Jahre mit ihren Nachbarn ein Haus zu teilen ohne ein Wort miteinander zu reden. Und doch, diese Deutschen wissen genau welches Auto der Nachbar fährt,. schön integriert eben. Rente mit 67, tot mit 70, Leiche gefunden und beerdigt mit 72, das Schicksal des Deutschen. Bei aller Polemik, eine Schicht wird immer vergessen. Die ganz normalen Menschen in Deutschland. Die toleranten und friedliebenden Menschen, die mit dem einfachen Job. Diejenigen die 53 Jahre arbeiten um dann ihre Rente zu bekommen [67 - 14 = 53]. Wenn man diesen Menschen in 20 Jahren erklären muss, warum sie keine Rente mehr bekommen, warum man Haushaltskürzungen durchführen muss. Dann braucht man die Muslimen wieder, weil man dann schön der Unterschicht ein Feindbild präsentieren kann. Ein Feindbild welches garantiert nichts mit den großen Fischen im Aquarium zu tun hat. Dann wird man sagen, "Ja das hat der Mitarbeiter der Bundesbank ja schon vor Jahren gesagt. Die anderen sind Schuld, hätten wir doch bloß auf Sarrazin gehört."

- Die Spaltung der Gesellschaft bietet große Chancen für die herrschende Klasse, nicht nur im Bereich des Marketing für Alarmanlagen. divide et impera! -

Nur gut das unsere bald teilprivatisierte Bundeswehr alles im Blick hat. Sie wird uns den Wohlstand noch ein paar Jahre sichern und vielleicht ja auch im Inneren Terroristen jagen dürfen. Deshalb muss man auch die Wehrpflicht abschaffen. Geht doch nicht das die Wehrdienstleistenden ihre eigenen Großväter durch die Straßenschluchten Berlins jagen müssen. Altersbedingter Terrorismus ist keine lustige Sache und sie kann jeden treffen, auch die Chefs der Bundesbank. Andere Länder sind da schon weiter als wir. In Russland hat sich ein Mann mit Benzin übergossen und acht weitere Menschen mit in den Tod gerissen. Er war 86 Jahre alt. Hier der Link zum entsprechenden Artikel aus der FAZ-Online.