Ariakans Blog

Freitag, Dezember 07, 2007

tanz mit uns....

Lustig spielt die Flöte über den Sonnenuntergang,
zaghaft beginnt der Tanz der Tänze.
Sanft und anmutig, in der Wehmut eines sterbenden Tages,
geboren wird die Nacht.
Immer schneller, in Wirbeln sich verlierend, immer schneller.
Die große Dunkelheit umringt den Tanz.
Das Feuer prasselt glitzernde Funken empor
Sterne funkeln, Funken glitzern, bis zum Morgen.
Der Tanz der Tänze.

He du !

komm zu mir, suche mich !

du findest mich , komm schon
so ein kleiner Funke, so winzig
du siehst mich erst,
wenn ich schon tief in deinem Herzen bin.

Samstag, Dezember 01, 2007

leichte Kost

feine winde ziehen
streicheln durch haare
samtenes kleid
behütend den glanz
voll schmerz und trauer
von hoffnung gehalten
zart und geheim
ein funke im nichts
leise tropfen glänzend

Donnerstag, Oktober 11, 2007

Just a day ....

Der rot bemalte Zug hielt in dem kleinen Bahnhof mit einem unsanften Ruck an. Er stand schon viel zu lange an der automatischen Tür ohne den Knopf zu drücken. Schließlich hob er schwerfällig den Arm, drückte den mit grünen LED’s umrahmten Knopf. Der Knopf blinkte jetzt rot auf und die Tür öffnete sich. Der hereinströmende Wind schoss ihm ins Gesicht, dabei warf der Wind ihm dicke kalte Regentropfen ins Gesicht. Er stieg aus und legte den Kopf steil gegen den Wind. Immer stärker prasselten die Regentropfen gegen sein Gesicht. Erst jetzt bemerkte er wie heiß und trocken es im Zug gewesen war. Er hatte das Gefühl, dass seine Haut das Wasser wie die Wüste aufsog. Er wünschte sich in diesem kalten Wasser zu ertrinken, eins werden mit dem Wasser, flüssig werden. Den Schmutz, die Qual seiner ganzen Vergangenheit abzuwaschen. Er ging über den Bahnhofsplatz, starrte vor sich hin und nahm die Welt, die Menschen und ihre Hektik nicht mehr wahr. Sein Blick glitt über das grau gewordene Bahnhofsschild das Kall zeigte, ging weiter über den nassen Asphaltboden, der an seinen Ecken mit einer hässlichen grauen hüfthohen Betonmauer umrahmt war. „Staub, alles nur Staub und Schatten.“, dachte er. Seine Zähne fühlten sich trocken an, seine Beine schmerzten, als hätte er sich besonders anstrengen müssen die Mauer hinter sich zu lassen. Er ging weiter, die brüchige Treppe hinunter. Durch die Graffiti verzierte Unterführung. „Ein Blick! Halbstarke. Doch ein Krieg ist mir wohl verwehrt.“, war sein Gedanke. Müde blickten seine Augen dabei, eine Gruppe halbstarker Türken an, die in der Unterführung herumlungerten. Sein Blick traf den eines der Halbstarken, nicht länger als 3 Sekunden und er bog ab und verlor die Kids aus dem Blick, aus den Gedanken, aus seiner trockenen Welt. Der Regen begrüßte ihn wieder als er die nach Marihuana und Pisse stinkende Unterführung verließ und auf den Parkplatz zuging.

Wieder, son Mist.....

Klares kühles Wasser aus
meiner Seele fließt.
Mein Wesen gab ich auf,
floß voll Glück, voll Liebe.
Land des Ahornsirup,
süß und heiß ist die Zeit.

Zukunft fließt in Träumen,
bewacht von dir, Liebe.
Ich atme ein, Freude,
Glück die Seele erfüllt.
Wesen mein Glück trinken,
Glanz in ihren Augen.

Wasserfall wird Schicksal,
nicht verweilt dort mein Glück.
Ein Feuer heiß und wild,
lässt mein Glück verbrennen.
Nur ein Tropfen fällt noch,
alleine immer zu.

Fällt durch Dunkelheit
ins Licht, als Träne
in dein Gesicht.

Freitag, August 31, 2007

Der Morgen


Kaum hatte er die Augen aufgeschlagen, war es wieder da. Das Gefühl der Trägheit. Eine Last die so schwer auf seinem alten gebrochenen Körper lastete. Es war 8:00 Uhr und langsam schob er seine Hand zu dem lärmenden Handy um es zur Ruhe zu bringen. Wie lange hatte er geschlafen ? Es müssen drei oder vier Stunden gewesen sein seit er das letzte mal aus einem üblen Alptraum hoch geschreckt war. Er begann zu rechnen, von 22:00 bis 8:00. „Ach was solls, es spielt keine Rolle wie lange ich geschlafen habe. Mein Körper schmerzt, meine Seele stirbt in ihrem Selbstmitleid und es ist wieder einer dieser Tage an denen mein Körper nicht wach werden will.“ Langsam quälte er sich aufrecht in seinem Bett nach oben, die Müdigkeit und das weiche warme Bett verdrängend. Es war Freitag, Wochenende ! Doch die Freude die er früher gehabt hatte an einem Freitag aufzustehen und den Morgen zu genießen war lange vorbei. Schon seit Monaten stand einfach zu viel auf dem Spiel. Es war nicht die Welt die er bemitleidete, es waren nicht die Menschen die er zu retten versuchte. Nein! Einzig seine Seele wollte er vor den Göttern und ihren falschen Illusionen retten. Langsam stand er auf und dehnte seinen schmerzenden Rücken dem kalten trüben Licht entgegen das durch seine gelben Vorhänge ins Fenster drang. Die Sonne müsste man sein, dachte er, sie geht von alleine auf und am Abend wieder alleine unter, voller Energie liegt sie in einem himmlischen Bett aus Nichts und Milliarden von Seelen drehen sich jeden Tag um sie herum, sehnen sich nach ihr an kalten Tagen, erfreuen sich ihrer Kraft beim Essen und leben nur weil ihr sich dieser sonst so kalte Planet zudreht. Langsam, dem knacken und spannen seines Rückens lauschend, ging er ins Bad. Die braunen viel zu alten Kacheln begrüßten ihn im wehklagen eines Badezimmers, dass schon viel zu lange keine Renovierung mehr erlebt hatte. Er war kein schmutziger Mann, aber sooft er auch das Bad putzte, so ward ihm der Eindruck immer derselbe. Den Dreck, den er wahrzunehmen glaubte konnte er nicht abwaschen. So stand er vor der Toilette, entspannte sich, entleerte seinen wenig duftenden Morgenurin ins Klo. Dreißig Sekunden Entspannung, das waren die einzigen Sekunden an diesem Tag von denen man sagen konnte das er sich etwas entspannte. Im selben Moment als er in den Spiegel sah, der über dem Waschbecken, direkt zwischen Dusche und Toilette hing, verlor sich das Gefühl der Entspannung in die Sorgen des Tages eines unglücklichen Mannes. In Gedanken hing er noch dem Alptraum der letzten Nacht nach, als er leise zu sich sagte. “Wenn dieser Traum nur einen Tag Realität wird, kann sich die Welt die Kugel geben.“ Langsam begann sein Herz mit schnelleren Schlägen neben seinem Bewusstsein auch die restlichen Teile seines Körpers zu beleben, nicht das es etwas Gutes wahr die schmerzenden Gelenke zu fühlen und die Verspannungen zu merken die sich durch seinen ganzen Körper zogen. Doch jetzt war er wenigstens wach genug um nicht in der Dusche durch einen unachtsamen Fehltritt das Gleichgewicht zu verlieren und auf eine der scharfkantigen Armaturen zu fallen. So trafen ihn laut und hart die Tropfen des Wassers aus der Duschbrause. Immer heißer drehte er das Wasser um seinem Körper ein wenig mehr das Gefühl von Entspannung zu schenken. Dabei fiel ihm auf das sein Traum ebenfalls in der Dusche begonnen hatte. Gleich nachdem er geduscht war hatte es an der Tür geklingelt und er war hastig nur mit einem Handtuch bekleidet zur Tür geeilt. Dort hatte er gestanden, nur getrennt durch eine Holztür von ihm.

Samstag, Juli 28, 2007

Der Traum


Ich sah im Traum eine Fledermaus die auf einer riesigen Krähe saß.
Die Fledermaus flog fort, die Krähe schrieh mich an.

Im Traumtanz über Felder, Hecken und Zäune
Die Klapperschlangen,
so zahlreich, in jedem Loch wartend, den tödlichen Biß gelassen zurückhaltend.
Den Kopf zur Ruh gebettet neben dem Auge der Schlange,
böse Gedanken zischend.