Ariakans Blog

Donnerstag, Oktober 11, 2007

Just a day ....

Der rot bemalte Zug hielt in dem kleinen Bahnhof mit einem unsanften Ruck an. Er stand schon viel zu lange an der automatischen Tür ohne den Knopf zu drücken. Schließlich hob er schwerfällig den Arm, drückte den mit grünen LED’s umrahmten Knopf. Der Knopf blinkte jetzt rot auf und die Tür öffnete sich. Der hereinströmende Wind schoss ihm ins Gesicht, dabei warf der Wind ihm dicke kalte Regentropfen ins Gesicht. Er stieg aus und legte den Kopf steil gegen den Wind. Immer stärker prasselten die Regentropfen gegen sein Gesicht. Erst jetzt bemerkte er wie heiß und trocken es im Zug gewesen war. Er hatte das Gefühl, dass seine Haut das Wasser wie die Wüste aufsog. Er wünschte sich in diesem kalten Wasser zu ertrinken, eins werden mit dem Wasser, flüssig werden. Den Schmutz, die Qual seiner ganzen Vergangenheit abzuwaschen. Er ging über den Bahnhofsplatz, starrte vor sich hin und nahm die Welt, die Menschen und ihre Hektik nicht mehr wahr. Sein Blick glitt über das grau gewordene Bahnhofsschild das Kall zeigte, ging weiter über den nassen Asphaltboden, der an seinen Ecken mit einer hässlichen grauen hüfthohen Betonmauer umrahmt war. „Staub, alles nur Staub und Schatten.“, dachte er. Seine Zähne fühlten sich trocken an, seine Beine schmerzten, als hätte er sich besonders anstrengen müssen die Mauer hinter sich zu lassen. Er ging weiter, die brüchige Treppe hinunter. Durch die Graffiti verzierte Unterführung. „Ein Blick! Halbstarke. Doch ein Krieg ist mir wohl verwehrt.“, war sein Gedanke. Müde blickten seine Augen dabei, eine Gruppe halbstarker Türken an, die in der Unterführung herumlungerten. Sein Blick traf den eines der Halbstarken, nicht länger als 3 Sekunden und er bog ab und verlor die Kids aus dem Blick, aus den Gedanken, aus seiner trockenen Welt. Der Regen begrüßte ihn wieder als er die nach Marihuana und Pisse stinkende Unterführung verließ und auf den Parkplatz zuging.

Wieder, son Mist.....

Klares kühles Wasser aus
meiner Seele fließt.
Mein Wesen gab ich auf,
floß voll Glück, voll Liebe.
Land des Ahornsirup,
süß und heiß ist die Zeit.

Zukunft fließt in Träumen,
bewacht von dir, Liebe.
Ich atme ein, Freude,
Glück die Seele erfüllt.
Wesen mein Glück trinken,
Glanz in ihren Augen.

Wasserfall wird Schicksal,
nicht verweilt dort mein Glück.
Ein Feuer heiß und wild,
lässt mein Glück verbrennen.
Nur ein Tropfen fällt noch,
alleine immer zu.

Fällt durch Dunkelheit
ins Licht, als Träne
in dein Gesicht.