Ariakans Blog

Samstag, November 21, 2009

Der Traum

Schwankend stand John im Wohnzimmer. Er hatte die Nacht auf dem Sofa verbracht. Müde und abgespannt ging er in die Küche, trank gierig ein Glas Wassser. Im selben Moment warnte ihn seine Pulsuhr, sein Wachzustand stand kurz bevor. Seit die neue Regierung in Berlin saß, mussten alle Bürger der Stufe Eins bis Drei ihre Träume twittern. Ein als vorläufiges Experiment gedachtes Projekt, dass nun schon 2 Jahr andauerte.
Die Konferenz der Innenminister hatte die Maßnahme beschlossen, nachdem die Plattform twittdream gerade 5 Monate im Netz war. Zu schnell stellte sich heraus, der manipulative Charakter der Traumberichte, Traumdeutungen und die statistischen Auswertungen waren das was die Regierungen der Welt immer gesucht hatten. Sie waren der Schafsstall der Gesellschaft 2.0. Also verfügte man twittdream vom Netz zu nehmen, nur um bald darauf ein eigenes Projekt zu starten das für die Bürger der Stufen Eins und Zwei, später auch für Stufe Drei verpflichtend war. Natürlich war der Zugang auf die Träume stark eingeschränkt, Geheimsache. Die Pflicht seine Träume wahrheitsgemäß jeden Tag zu zwitschern war eine brisante Angelegenheit. Selbst die größten Lügner brachen nach Einführung der Pulsuhr ein, zu stark war die Präsenz des Traumes, so dass annähernd 100% ihre Träume wahrheitsgemäß schilderten.
Jeder hatte zwar dank übrig gebliebener Persönlichkeitsrechte die Möglichkeit 5 Träume im Monat nicht zu twittern, doch hatte John bereits alle 5 aufgebraucht. Seit Tagen hatte er immer wieder den selben Traum, von ihr.
In Johns Traum saß sie in einem Holzstuhl, blickte aufs Meer hinaus. Eine Frau von ungefähr 50 Jahren, ein Wettergegerbtes Gesicht mit strengen grauen Augen. Sie war die neue...

Sonntag, Juli 19, 2009

Es fehlt nicht die Poente, die Spitze.

Und als ich an die Rheinbrück' kam,
Wohl an die Hafenschanze,
Da sah ich fließen den Vater Rhein
Im stillen Mondenglanze.

»Sei mir gegrüßt, mein Vater Rhein,
Wie ist es dir ergangen?
Ich habe oft an dich gedacht
Mit Sehnsucht und Verlangen.«

So sprach ich, da hört ich im Wasser tief
Gar seltsam grämliche Töne,
Wie Hüsteln eines alten Manns,
Ein Brümmeln und weiches Gestöhne:

»Willkommen, mein Junge, das ist mir lieb,
Daß du mich nicht vergessen;
Seit dreizehn Jahren sah ich dich nicht,
Mir ging es schlecht unterdessen.

Zu Biberich hab ich Steine verschluckt,
Wahrhaftig, sie schmeckten nicht lecker!
Doch schwerer liegen im Magen mir
Die Verse von Niklas Becker.

Er hat mich besungen, als ob ich noch
Die reinste Jungfer wäre,
Die sich von niemand rauben läßt
Das Kränzlein ihrer Ehre.

Wenn ich es höre, das dumme Lied,
Dann möcht ich mir zerraufen
Den weißen Bart, ich möchte fürwahr
Mich in mir selbst ersaufen!

Daß ich keine reine Jungfer bin,
Die Franzosen wissen es besser,
Sie haben mit meinem Wasser so oft
Vermischt ihr Siegergewässer.

Das dumme Lied und der dumme Kerl!
Er hat mich schmählich blamieret,
Gewissermaßen hat er mich auch
Politisch kompromittieret.

Denn kehren jetzt die Franzosen zurück,
So muß ich vor ihnen erröten,
Ich, der um ihre Rückkehr so oft
Mit Tränen zum Himmel gebeten.

Ich habe sie immer so liebgehabt,
Die lieben kleinen Französchen -
Singen und springen sie noch wie sonst?
Tragen noch weiße Höschen?

Ich möchte sie gerne wiedersehn,
Doch fürcht ich die Persiflage,
Von wegen des verwünschten Lieds,
Von wegen der Blamage.

Der Alfred de Musset, der Gassenbub',
Der kommt an ihrer Spitze
Vielleicht als Tambour, und trommelt mir vor
All seine schlechten Witze.«

So klagte der arme Vater Rhein,
Konnt sich nicht zufriedengeben.
Ich sprach zu ihm manch tröstendes Wort,
Um ihm das Herz zu heben:

»O fürchte nicht, mein Vater Rhein,
Den spöttelnden Scherz der Franzosen;
Sie sind die alten Franzosen nicht mehr,
Auch tragen sie andere Hosen.

Die Hosen sind rot und nicht mehr weiß,
Sie haben auch andere Knöpfe,
Sie singen nicht mehr, sie springen nicht mehr,
Sie senken nachdenklich die Köpfe.

Sie philosophieren und sprechen jetzt
Von Kant, von Fichte und Hegel,
Sie rauchen Tabak, sie trinken Bier,
Und manche schieben auch Kegel.

Sie werden Philister ganz wie wir,
Und treiben es endlich noch ärger;
Sie sind keine Voltairianer mehr,
Sie werden Hengstenberger.

Der Alfred de Musset, das ist wahr,
Ist noch ein Gassenjunge;
Doch fürchte nichts, wir fesseln ihm
Die schändliche Spötterzunge.

Und trommelt er dir einen schlechten Witz,
So pfeifen wir ihm einen schlimmern,
Wir pfeifen ihm vor, was ihm passiert
Bei schönen Frauenzimmern.

Gib dich zufrieden, Vater Rhein,
Denk nicht an schlechte Lieder,
Ein besseres Lied vernimmst du bald -
Leb wohl, wir sehen uns wieder.«

- Heinrich, Heine.

Samstag, Juli 11, 2009

Black Saturday III.

Hier dritte Version des Black Saturday. Verfassungszeitraum ca. 1h. Jeder der sich angesprochen fühlt, darf gerne mitmachen.


Dunkelheit. Wasser tropft aus gebrochenen Rohrleitungen, plätschert auf kalten Stein, sickert in den Untergrund. Es riecht nach modrigem Gemäuer und alten Kartons. Vorsichtig setzte er vorsichtig einen Fuß vor den anderen. In der Dunkelheit war es immer gefährlich. Sein Herz raste. Er holte tief Luft und umklammerte den Griff der Axt, die er bei sich trug. Sollten sie bereits in den Keller gelangt sein würde er mit ihnen kämpfen müssen. Er hatte Angst davor, denn sie waren schon tot- und sie waren viele. Steven warf einen Blick hinter sich, erkannte einen schwachen Lichtschimmer von oben, dort wo die Kellertür einen kleinen Spalt offen stand und die anderen den Ausgang sicherten.
„Was dauert das denn so lange?“ fragte Mark und versuchte unterhalb der Kellertreppe irgendetwas zu erkennen. Basti zündete sich eine Zigarette an und ließ sich an der Wand niedersinken. „Das ist doch totaler Bullshit. Warum schickt ihr ihn da runter? Es gibt überhaupt keinen Grund.“
„Wartet mal!“ schrie Dave auf. Die anderen beiden hielten inne. „Was ist?“ wollte Mark wissen. „Ich dachte ich hätte was gehört.“
Basti schüttelte den Kopf und machte sich daran seine Schrotflinte zu begutachten während die anderen beiden gespannt vor der Kellertür warteten. Er schloss seine Augen und erinnerte sich daran, dass es noch gar nicht allzu lange her war, dass nichts von dem hier wahr gewesen war. Es war als hätte sich von einem Tag auf den anderen die ganze Realität umgekehrt, als würden sie jetzt in der Hölle leben. Tag für Tag um ihr Überleben kämpfen- gegen Untote.
Ein Schrei riss ihn aus seinen Gedanken. Er sprang auf und legte die Schrotflinte an die Schulter.
„Das war Steven! Scheiße! Verdammte Scheiße, sie haben ihn erwischt, sie haben ihn erwischt!“ Dave verpasste dem panischen Mark eine Backpfeife. „Reiß dich zusammen, Mann!“ schrie er. „Mach die Tür zu!“
Basti hielt die Schrotflinte im Anschlag um Dave und Mark Rückendeckung zu geben, während sie sich daran machten die Tür zu verrammeln.
Mark nagelte gerade ein Brett an die Wand, als es begann von innen wie wild an die Tür zu hämmern.
„Wir müssen hoch!“ schrie Basti. „Beeilt euch!“
Dave suchte hektisch nach seiner Pistole, die er auf dem Boden abgelegt hatte. Als die ersten Hände durch das morsche Holz der Kellertür brachen begann Basti zu feuern. Jeder Schuss dröhnte durch das ganze Treppenhaus. Basti dachte daran, dass Claire da oben ganz alleine war. „Nun macht schon!“ schrie er erneut und setze einen Fuß auf die erste Stufe. Dave feuerte ein paar Mal auf die bleichen Händen, die dabei waren die Tür vollends aufzubrechen. „Geh schon mal vor! Wir machen das hier schon“, rief er Basti zu. Mark hatte sichtlich Mühe damit seine Kettensäge an zu bekommen und wurde langsam panisch. „Dieses verdammte Scheißding!“ Er warf die Kettensäge auf den Boden. „Und wenn ich diese Viecher mit bloßen Händen killen muss.“ Er begann die Ärmel seiner Jacke hoch zu krempeln.
„Mark, hör auf mit diesem Schwachsinn!“ rief Basti ihm zu, dann brachen die Zombies durch die Tür. Dave feuerte wie wild um sich. Mark streckte den Ersten, der auf ihn zugelaufen kam mit einem Schlag nieder, wurde dann wiederum von Dave am Arm gepackt und davon gezerrt. Die beiden eilten Richtung Küche. Basti stand alleine auf dem Treppenabsatz und sah wie mehre Untote ihnen folgten. Dave und Mark hatten ihre Aufmerksam auf sich gezogen.
Basti konnte noch hören, wie Dave und Mark die Küchentür von innen verbarrikadierten, als er die Treppe hinauf lief. Völlig außer Atem blieb er vor der Wohnung im zweiten Stockwerk stehen in der sie seit einigen Tagen untergekommen waren. Basti hämmerte an die Tür und hörte, wie sich von innen zaghaft Schritte näherten. „Hör zu, du Zombiearsch, ich bin bewaffnet!“ reif es von drinnen. „Mach die Tür auf, verdammt. Ich bin´ s, Basti.“ schrie er zurück.
Als Claire ihm endlich geöffnet hatte verriegelte er die Tür sogleich und schob eine schwere Kommode davor.
„Was ist passiert?“ fragte Claire ihn.
Er blickte sich im Zimmer um. In einem kleinen Ofen brannte ein Feuer, auf dem Tisch in der Mitte des Raumes lag ein Buch. Basti warf einen Blick hinein. „Schon wieder die verdammte Offenbahrung?“ Claire nickte nur. Er schüttelte den Kopf und schaute sich im Zimmer um. Die Fenster waren vernagelt. Das könnte in den nächsten Minuten zum Nachteil werden.
„Reiß die Bretter da mal runter“, sagte er und deutete auf eins der Fenster.
„Basti…“ sie griff nach seiner Schulter. „Was ist passiert? Wo sind die anderen?“ Basti senkte seinen Blick. „Wo sind Dave, Steven und Mark?“ sie begann zu zittern.
„Hör mir zu… reiß die Bretter da runter!“
„Aber dann können diese Dinger hier rein kommen…“
Basti packte Claire an den Schultern und rüttelte sie. „Hör mir zu! Wir sind hier im zweiten Stock. Und Zombies können nicht fliegen! Ich hab euch von Anfang an gesagt, dass es bescheuert ist, die Fenster zu vernageln. Aber Zombies können Treppen laufen und gleich werden sie hier vor der Tür stehen. ALSO REISS VERDAMMT NOCHMAL DIE BESCHISSENN BRETTER VON DER WAND, DAMIT WIR HIER RAUS KÖNNEN!“
„Sie sind hier drin?“ fragte Claire, während sie sich langsam daran machte die Bretter aus der Wand zu reißen.
„Ja, sie sind unten“, antwortete Basti, der derweil in der Wohnung Munition zusammensuchte und sich seine Taschen damit befüllte.
„Was ist mit den anderen geschehen?“ fragte sie erneut.
„Steven hats erwischt. Er war unten im Keller und wollte nachsehen, ob dort alles in Ordnung ist. Wie es scheint sind sie von dort herein gekommen. Wir konnten nichts machen.“
„Oh mein Gott… und die anderen?“
„Sind in die Küche geflohen.“
„Meinst du, dass sie noch leben?“
„Ich weiß es nicht. Aber sollten diese Viecher da rein kommen sind sie verloren. Mark ist unbewaffnet.“
Claire begann zu schluchzen. Basti nahm sie in den Arm. „Wir schaffen das schon“, flüsterte er. Dann hörten sie Schritte auf der Treppe…

Black Saturday II.

Hier eine zweite Fassung des Black Saturday. Gerne veröffentliche ich hier noch weitere Versionen. Einfach ne Email an mich, neto-mdk (@) gmx.net

Von Draußen waren die Schreie der Untoten zu hören- gleichmäßig wie weißes Rauschen im Radio. Jedenfalls kam es Claire so vor, als wäre das weiße Rauschen so gewesen- Radiostationen gab es schon lange keine mehr.
Das Zimmer in dem Claire saß war leer. Die Fenster waren mit Brettern zugenagelt und an den Stellen, an denen durch die Bretterspalten eigentlich die Sonne hätte hereinfallen können, konnte man die Fetzen eines dunklen Himmels erkennen. Sie kauerte auf dem Fußboden vor dem Ofen, in der rechten Hand ein Eisenrohr und las im trüben Schein des Feuers in der Bibel.
„Und ich sah, und siehe, ein fahles Pferd. Und der darauf saß, dessen Name war: Der Tod, und die Hölle folgte ihm nach.“ murmelte sie. Die Offenbarung war ihre Lieblingsstelle. Sie hatte schon alle ihre Bücher verbrannt, die Bibel war als einziges Buch noch übrig.
Hätte man ihr das damals gesagt, als die Welt langsam unterzugehen anfing, Claire hätte gelacht. Und jetzt war es die einzige Hoffnung die sie noch hatten, auch wenn es natürlich eine zynische Hoffnung war.
Als erstes würde sie die Genesis verbrennen, hatte Claire sich vorgenommen.
Vor ein paar Wochen, als die Sonne ganz weggeblieben war und die Kälte unbarmherzig in jeden Winkel des Hauses geklettert war, war Mark der erste gewesen, der ein Buch in den Ofen geworfen hatte.
„Wo man Bücher verbrennt, da verbrennt man auch bald Menschen.“ Hatte Dave gesagt und versucht sie alle zum Lachen zu bringen. Claire und Basti hatten trocken gelacht, Steve hatte gelächelt und Lela war in den Träumen an die Vergangenheit, als solche Zitate tatsächlich noch einen Sinn zu ergeben schienen versunken. Nur Mark hatte Dave angeschrieen, er solle sich der Realität stellen. Alle waren zusammen gezuckt, sie hatten geschrieen, damals waren es noch keine resignierten Schreie gewesen, sondern endlos ausufernde Schleifen von Schreien die im Nichts verliefen.
„Ich für meinen Teil würde nicht zögern jeden von euch ins Feuer zu werfen, wenn es mein eigenes Überleben sichert.“ hatte Lela mit einer Stimme die vor Hysterie jederzeit zu kippen drohte, gesagt und Claire hatte ihr daraufhin so hart ins Gesicht geschlagen, dass Lela zu Boden fiel.
Claire zuckte zusammen, als es an der Tür klopfte.
„Wer ist da? Hey du Zombiearsch, ich bin bewaffnet!!!“ schrie sie und umklammerte das Eisenrohr so hart, dass ihre Fingerknöchel weiß hervortraten.
„Basti! Verdammt Claire, mach auf!“
Beim Klang der vertrauten Stimme entspannte sich Claire ein wenig.
Sie öffnete die Tür und ließ Basti hinein.
„Verdammt, wann wirst du endlich lernen, dass die Scheißteile dich sowieso nicht verstehen?!“ fuhr Basti Claire an.
„Das ist mir scheißegal!“ fauchte Claire zurück, musste aber trotzdem kurz auflachen.
Basti lächelte ebenfalls, wenn auch nur eine Sekunde. Basti war der einzige, der seinen Humor noch nicht ganz verloren hatte und auch wenn Mark immer sagte, dass genau das Basti eines Tages noch in Schwierigkeiten bringen würde, schätzte Claire diesen Wesenzug an ihm.
Claire sah zu der noch immer geöffneten Tür hinaus.
„Wo zum Teufel sind Dave und Mark?“ fragte sie
„Claire…“ sagte Basti
Er war inzwischen an das Feuer herangetreten, im blinden Schein erkannte Claire, dass sein Arm an ihm herunterbaumelte.
„Was ist los?“ fragte sie und die Worte kamen nicht wie sonst in dem polternden, schroffen Tonfall hinaus, den sie alle sich inzwischen im Umgang miteinander angeeignet hatten, sondern waren gezeichnet von einer kratzigen Angst.
"Die Bastarde haben den ersten Stock eingenommen. Ich konnte gerade noch in den Aufzugsschacht entkommen, Dave und Mark..." Basti brach ab.
„Was? Red schon verdammt!“ Claire hätte nicht gedacht, dass sie überhaupt noch über so viel Kraft verfügte die Worte so aus ihrem Körper herauszukotzen.
"Dave und Mark waren in der Küche, als die Viecher durchs Treppenhaus in den ersten Stock kamen. Verdammt, Claire, beruhig dich! Sie haben sich bestimmt in der Küche eingeschlossen. Ich glaube sie leben."
"Du glaubst sie leben? Du glaubst es? Verdammt nochmal! Wer hatte Wache am Treppenhaus?"
„Ich bin mir sicher. Ich habe gehört, wie Dave Mark angeschrieen hat, er solle sich verdammt noch mal schneller bewegen.“
Claire nickte. „Klingt ganz nach Dave.“ Sagte sie nur.
Dann schien ihr auf einmal etwas einzufallen
„Wer hatte Wache im Treppenhaus?“ fragte sie
„Wenn du mit Dave und Basti zusammen warst…“ sie sprach den Satz nicht zu Ende.
"Steve hatte Wache. Sie haben ihn überrannt, einfach überrannt. Er konnte noch das Fallgitter betätigen, aber es war zu spät. Die ersten Viecher hatten sich bereits darunter befunden und nach und nach kamen sie alle durch. Steve ist tot.“
Claire musste schlucken. Steve. Das verdammte schwächste Glied in der Kette.
Der nervöse Steve, an dem Mark keine Kritik von ihr oder Basti geduldet hatte. Steve, an dessen Beispiel Mark ihnen versucht hatte klarzumachen, dass in Situationen wie diesen, jeder seinen festen Platz in der Gemeinschaft finden und auch ausfüllen könnte.
Steve, der irgendwann gar nicht mehr gesprochen hatte, dafür aber den Zombies mit einer solchen Präzision die Köpfe hatte durchbohren können, dass selbst Basti beeindruckt war.
Steve war also draufgegangen.
„Verdammt schade.“ Murmelte Claire
„Immerhin hat er länger durchgehalten als die meisten. Länger als ich es ihm zugetraut hätte.“
„Länger als ich es uns allen zugetraut hätte.“ Sagte Claire. Dann deutete sie mit ihrem Kopf auf den Boden. „Setz dich. Kümmern wir uns um deinen Arm.“
Claire sah sich in dem Zimmer um, aber da war nichts mehr. Nichts womit sie Basti hätte helfen können.
„Wir müssen in das andere Zimmer. Aber dafür müssen wir an den Mistviechern vorbei.“ Sagte sie und begann sich auszuziehen. Nachdem sie die drei löchrigen Pullover ausgezogen hatte die sie übereinander trug, zog sie ihr T- Shirt aus und riss es in Streifen um daraus eine Schlinge für Basti anzufertigen.
Bastis Arm tat ihm weh, das konnte Claire erkennen, aber er schien genug Adrenalin in sich zu haben um sich durch die Zombies durchzukämpfen.
„Okay?“ fragte Claire und zog sich wieder an.
„Okay.“ Nickte Basti und zog aus seinem Hosenbund seine Pistole und den Elektroschocker.
„Denk dran was Mark gesagt hat: Spar Munition.“ Sagte Claire. Basti verdrehte nur die Augen.
„Okay- gib mir schon den verdammten Elektroschocker. Ich weiß ja, dass du die Kopfschüsse sauber hinkriegst.“ Sagte Claire.
Dann öffnete sie die Tür.
Das Töten der Zombies war inzwischen ein solch automatisierter Eingriff, dass Claire nicht darüber nachzudenken brauchte.
Basti schoss in den Kopf, er traf immer.
Claire setzte den Elektroschocker ein und rammte mit der Eisenstange zu, das Geräusch war seltsam dumpf und manchmal quietschte es, wenn sie die Stange aus den Köpfen, den Hälsen, den Bäuchen zog.
Sie dachte nicht nach, weshalb Untote überhaupt auf Elektrizität reagieren konnten, sie versuchte nicht zu überlegen, wie viele dieser Mistviecher sich wieder erholen würden. Sie machte einfach nur den Weg frei.
Claire hätte nicht sagen können, ob sie für den Weg eine Stunde oder zehn Minuten gebraucht hatten, sie konnte nicht zählen wie viele Schritte sie über das schmierige Linoleum schon gegangen waren. Sie wusste nur, dass sie irgendwann vor der Küche angekommen war.
„Geh in das andere Zimmer zu den Medikamenten!“ schrie sie Basti zu „Ich muss nach den beiden sehen.“
„Okay.“ rief Basti zurück und dann sagte er noch etwas, dass sie nicht verstand, weil sie schon gegen die Küchentür hämmerte „Jungs, kommt raus da!“ schrie sie und hämmerte immer weiter, so lange bis die Tür sich öffnete.
„Wie oft habe ich dir schon gesagt, dass du deine Kraft sparen sollst?“ fragte Mark. Er frage es trocken und Claire konnte nicht anders als ihn umarmen und seinen Geruch kurz in sich hineinzusaugen.
„Ich hab mir Sorgen gemacht.“ Sagte sie.
„Auch wenn ich eure romantische Vorstellung nur sehr ungern störe, würde ich doch vorschlagen wir brechen auf.“ Sagte Dave
„Du hättest mir auch gefehlt wenn du abgekratzt wärst.“ Sagte Claire und auch der Sarkasmus konnte ihre Erleichterung die beiden lebendig wiederzuhaben nicht wegwischen.
Sie liefen in das Zimmer in dem Basti schon auf sie wartete.
Er hielt ein braunes Glas in der Hand und schluckte drei Tabletten auf einmal.
Dave setzte sich auf die Pritsche.
„Steve hats erwischt?“ fragte er rethorisch.
Basti nickte.
Mark setzte sich neben Dave und legte ihm den Arm um die Schultern.
„Verdammt schade.“ Murmelte er. Sie alle schwiegen.
Daves Finger strichen über die Lederfesseln mit denen jeder von ihnen vor langer Zeit schon einmal an die Pritsche gefesselt worden war.
„Wer hätte gedacht, dass wir irgendwann einmal froh sein würden, an diesem Ort zu sein.“ murmelte er.
„Wer hätte gedacht, dass wie vier hier nicht nur die Welt da draußen, sondern auch alle gebildeten Ärzte, Pfleger und Krankenschwestern überleben würden.“ Sagte Mark
Basti nickte „Von den anderen Irren hier drin ganz zu schweigen.“ Sagte er
Claire sah in die Ecke. Dort lag Lelas gefrorene Leiche.
Die Arme waren abgetrennt, ein Bein ebenfalls. Dort wo Claire sie damals in den Kopf geschossen hatte klaffte ein Loch.
„Und, wie siehts aus? Soll ich uns heute das letzte Bein von der Veräterschlampe braten?“ fragte sie.

Black Saturday I.

Das Zimmer befand sich im 2. Stock eines Hochhauses, alle Fenster waren zugenagelt. Claire saß in einem Sessel und las in der Bibel. Die anderen Bücher hatte Claire bereits in den kleinen Ofen neben der Tür geworfen. Seit Monaten hatte die Sonne die Wolken nicht mehr durchdrungen, es war kalt. Von der Straße drang das Wehklagen der Untoten ins Zimmer. Versunken in ihre Lieblingsstelle hörte Claire das Klopfen an der Tür erst beim Zweiten mal. Sie schlug die Bibel zu und ging zur Tür. Es klopfte erneut.
"Wer ist da? He du Zombiearsch, ich bin bewaffnet!"
"Ich bins, Basti. Mach auf Claire."
Claire entspannte sich und öffnete langsam die Tür. Draußen stand Basti, allein, sein linker Arm baumelte am Körper.
"Oh Gott, was ist geschehen?"
"Sie haben den ersten Stock eingenommen. Ich konnte gerade noch in den Aufzugsschacht entkommen, Dave und Mark...", Basti brach ab.
"Was ? Verdammt nochmal, wo sind sie ? Was ist passiert, rede schon!" Claire schrie jetzt, versuchte ihren Verdacht wegzuschreien.
"Dave und Mark waren in der Küche, als die Viecher durchs Treppenhaus in den ersten Stock kamen. Verdammt, Claire, beruhig dich! Sie haben sich bestimmt in der Küche eingeschlossen. Ich glaube sie leben."
"Du glaubst sie leben? Du glaubst es ? Verdammt nochmal! Wer hatte Wache am Treppenhaus?"
"Steven hatte Wache. Sie haben ihn überrannt, einfach überrannt. Er konnte noch das Fallgitter betätigen, aber es war zu spät. Die ersten Viecher hatten sich bereits darunter befunden und nach und nach kamen sie alle durch. Steven ist, er ist tot."
Claire hatte das Verbandszeug in der Hand. "Setz dich, zunächst kümmere ich mich um dich, dann sind die Viecher dran!"

Freitag, Mai 01, 2009

Hirschbrunft(II)

Hier nun die Fortsetzung der Hirschbrunft.

Klick, Klack, Klick, Klack, Klick, Klack. Die Warnblinkanlage des des alten Mercedes 190d schien eine Warnung zu schreien. Keine zwanzig Meter von der Straße entfernt untersuchte Erhardt Hanf den grausigen Schauplatz, während der Schatten zwischen Mercedes und Leitplanke ins Gebüsch glitt. Erhardt beugte sich gerade über ein Büschel Haare, der Schatten kroch leise näher. "Dat siht us, als wär et van nem Hiirsch." Erhardt nahm die Axt und die Jacke, dreht sich herum und ging Richtung Mercedes. "Dat muss ich demm Förschter zeeje." Gerade als der alte Mann die Stelle des Schatten passierte, dröhnte ein langezogener Brunftschrei durch den Wald. Da blitzte es neben Erhardt im Gebüsch auf, ein Hirschfänger schnellte zwischen die Rippen, traf das Herz. Zu benommen vom Schmerz viel er zu Füßen des Schattens nieder, lautlos mit offenen Augen starrte Erhardt in den Schatten.

Der Schatten zog die zweite Leiche in den Bunker. Erschöpft von der Anstregung lehnte er sich gegen die Betonwand. Minuten vergingen, dann erst begann er seine Arbeit. Langsam und bedächtig zerlegte er die erste Leiche in völliger Dunkelheit. Er tastete mit hageren Fingern jede einzelne Sehne, jeden Muskel, jeden Hautlappen ab, bevor er mit einem scharfen Messer präzise Schnitte vornahm. Er wusste, dass er sich beeilen musste. Der Mercedes würde im Laufe des Tages die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich ziehen. Sie würden den Halter feststellen, die Stelle mit Blut finden und die nähere Umgebung absuchen. Der Schatten wusste, sie würden nichts finden das ihn zu sich führen konnte, doch sie würden spätestens Morgen Hunde einsetzen. Die feinen Nasen der Hunde würden kein Problem haben ihn hier ausfindig zu machen. Deshalb musste noch in dieser Nacht mit dem Fleisch der zweiten Leiche eine falsche Fährte legen, um den Bunker nicht zu enttarnen. Bis tief in die Nacht arbeitete der Schatten schnell und konzentriert, schließlich beendete er im grauen des Tages sein Werk, Fleisch hing in einem Nebenraum des Bunkers, umfunktioniert als Räucherhaus. Sanft zogen kleine Wölkchen Rauch aus dem Abzug des Bunkers, während der Schatten mit den abgetrennten Hautlappen Erhardts den Bunker verließ.

Er war geübt darin Hunden eine falsche Fährte zu legen, zu oft schon hatten Förster ihm nachgestellt, hatten versucht den Wilderer zu schnappen, der sich ihre besten Hirsche schnappte. Doch niemals hatte man ihn gefunden, auch die Leiche des alten Mannes würde das nicht ändern. Die Haut des alten Mannes war ideal um eine neue Geruchsspur für die Hunde zu legen, dabei war zu beachten das man dem Hund vortäuschte die alte Spur des alten Mannes sei nicht notwenig zur Zielerfüllung. Hunde können differenziert die Spuren eines einzelnen Menschen riechen, es reicht also nicht einfach die alte Spur zu überdecken, vielmehr muss man den Hund beim Suchen auf die neue Spur erziehen. So verlegte der Schatten die neue Spur über die alte, dabei ging er mehrfach mit der neuen Spur von der alten fort und wieder zurück. Er wusste, sollte der Hund etwas finden, würde der Hundeführer ihn loben. Also positionierte der Schatten die blutige Mütze des alten Mannes auf einem Teil der neuen Spur die weit von der alten entfernt war. Nach einer weiteren Schleife ließ er an einem Brombeerstrauch ein paar Kleidungsfetzen zurück, damit sollte er die Hunde und ihre Führer überlistet haben und die Hunde nun auf die neue Spur eingeschworen sein. So legte der Schatten eine Fährte weg vom Bunker, in Richtung Parkplatz Weißer Stein. Dort rieb er mit der Haut den Kofferraum eines der Autos ein und band die Hautlappen unter die Achse des Wagen. Anschließend setzte er sich auf eine Bank und wartete auf den Fahrer. Er würde sich einige Kilometer mitnehmen lassen und so seine eigene Spur von der Fährte erst trennen, wenn er sicher sein konnte, dass die Hunde nicht mehr auf der Fährte waren. So fuhr er als Anhalter mit nach Schleiden. Angekommen kaufte er sich eine Tageskarte im Hallenbad, wurde den Blutgeruch im chlorigen Wasser los.

Die Leiche Erhardt Hanfs wurde nie gefunden. Die Polizei erklärte das Verbrechen mit einem Raubmord und so vergaßen die Zeitungen das Thema nach einer Woche. Er hatte Erfolg gehabt, und das zusätzliche Fleisch würde ihn gut durch den nahenden Winter bringen.

Montag, April 06, 2009

Beweise

Sebastian saß im Zimmer des Direktor seiner ehemaligen Schule. Der 20 jährige vor saß dem großen Schreibtisch und starrte auf die abgesägte Schrotflinte vor ihm. "Sebastian, ich weiß wirklich nicht warum du mit dieser Waffe hier erschienen bist. Was ist denn bloß los mit dir mein Junge ? Du warst doch immer so brav in der Schule." Der Direktor saß an seinem Schreibtisch und betrachtete die Schrotflinte voller Abscheu. Sein Blick wanderte weiter, auf die zerzaußten Haare Sebastians, hinab über sein Gesicht und den schwarzen Kampfanzug entlang. "Sehen Herr Schäfer, ich bin aus einem bestimmten Grund hier. Ich hab nicht vergessen was sie damals meiner Schwester auf der Klassenfahrt angetan haben. Wir wissen beide es gibt keine Beweise, dafür haben sie gesorgt. Doch ich habe nichts vergessen." Sebastian starrte in die Augen des Direktor, seine Augen wirkten kalt und gefühllos.
Mit einem plötzlichen Ruck griff der Direktor nach der Waffe, nahezu gleichzeitig packte Sebastian nach dem Griff der Schrotflinte. Die beiden Männer rangen um die Waffe. Sebastian fingerte nach dem Abzug und gerade als seine Finger sich um den Abzug legten drückte er ab.

Das Bild des zerfetzten Schädels hatte sich in Sebastians Erinnerung eingebrannt. Es ließ ihn nicht los als er von seiner Schule hinab in die Stadt ging. Die Schrotflinte unter seine Jacke geklemmt torkelte er auf den Marktplatz seiner Schulstadt. Polizei und Feuerwehr rasten an ihm vorbei den Berg zur Schule hinauf, jemand musste den Schuss gehört haben. Sebastian fühlte sich seltsam, das Gefühl der Schuld ergriff ihn. Ein Mörder zu sein fühlt sich also wirklich beschissen an, dachte er. Plötzlich und ohne Vorwarnung ergriff ihn die Panik. Jeder Atemzug war eine Qual und seine Brust zog sich zusammen. Gefängnis, war sein einziger Gedanke. Vergewaltigungen in dreckigen Zellen, ermordet von angespitzten Löffeln. Nie wieder frei sein. Die Panik ins Gefängnis zu müssen wurde immer stärker, er dachte an die Schrotflinte unter seiner Jacke. Sie war so sehr eine Lösung für die Panik als auch ein Beweis seiner Schuld. Im Schein der Sonne erstarrte Sebastian auf dem Marktplatz.

"He sie da, kommen sie mal her !" Sebastian fuhr herum und starrte in die scharfen Augen eines Polizisten. "Die Dame da hinten hat gesagt, sie seien von der Schule herab gekommen, gleich nachdem man dort einen Schuss gehört habe. Was haben sie dazu zu sagen?", forschend sah der Polizist Sebastian an. Sebastian starrte die alte Frau an, in ein graues Kleid gehüllt blickte sie ihn mitleidig an. "Ich, äh, also ...", die Panik übernahm die Kontrolle über seinen Körper, überfiel ihn. Seine Brust zog sich noch enger zusammen und er brach vor den Augen des Polizisten zusammen. Die Schrotflinte unter seiner Jacke rutschte hervor und lag mit dem blutigen Lauf auf der Straße neben Sebastian.

Drei Stunden später saß Sebastian in einem Zimmer der Polizeidirektion. Ihm gegenüber ein Beamte, die Sonne brannte Sebastian ins Gesicht. Zwischen den beiden lag die Schrotflinte auf dem Schreibtisch, den Lauf voller Blut. Sebastian fixierte den roten Fleck auf dem Lauf der Schrotflinte. "Wir haben uns das Überwachungsvideo angesehen, Sebastian. Wir wissen wie es passiert ist. Mach dir keine Sorgen, es ist offensichtlich das du nur versucht hast den Selbstmord deines Direktors zu verhindern." Sebastian starrte verwundert in die braunen Augen des Mannes gegenüber. "Es gab eine Kamera im Büro des Direktors. Sie wurde automatisch gestartet als der Überwachungscomputer erkannte, dass zwei Personen im Raum sind. Eine Vorsichtsmaßnahme, zum Schutz vor Übergriffen durch Lehrkräfte auf Schüler. Wir haben gesehen wie du um die Waffe mit dem Direktor gerungen hast. Die Kamera war zwar so eingestellt das sie nur den Platz des Direktors gefilmt hat, doch die Bewegungen des Direktors waren eindeutig. Er hat die Waffe ja förmlich von dir weggerissen und sich dann erschossen. Der Versuch es zu verhinden war mutig von dir." Sebastian traute seinen Ohren nicht, der Polizist hatte ihm die Absolution erteilt. "Ich will jetzt nach Hause, darf ich gehen ? Das Blut, alles war so schrecklich. Ich weiß nicht wie es dazu kam." log Sebastian. "Natürlich. Ach, falls du Hilfe brauchst das zu verarbeiten, du bist hier immer willkommen. Aber ich denke es wird sich noch ein Psychologe bei dir melden. Machs gut Sebastian."
Sebastian verließ das Gebäude und schlenderte die Straße hinab. Irgendwie hatte er es geschafft, er war frei, beinahe. Nur eines lag noch zwischen ihm und der Freiheit. Die Erinnerung an das zerfetzte Gesicht seines Direktors.

Donnerstag, März 26, 2009

Mein Licht brennt noch.

Eine Gruppe der Waffen-SS stand vor meinem Hauseingang, die Maschinenpistolen im Anschlag.
„Öffnen sie sofort die Tür, Herr Sieberath!“, drang die Stimme des Obersturmbandführers den Hausflur hinauf.
„Ich komme ja, so warten sie doch einen Moment. Ich muss mich erst anziehen!“, entgegnete ich.
Während ich die Knöpfe meines Hemdes schloss, vernahm ich, wie die Gruppe sich am Schloss der Haustür zu schaffen machte. Die Jacke meiner Uniform über der Schulter hängend, stolperte ich die Treppe zur Haustür hinab.
„Es wird nicht notwendig sein mein Eigentum zu beschädigen!“, rief ich und riss die Tür auf.
„Was treiben sie denn so lange Herr Sieberath? Wir haben Befehl sie zu Hauptmann Prochnow zu bringen. Los beeilen sie sich!“ Der Obersturmbandführer deutete auf seinen Wagen und zog mich am Ärmel mit sich.
Fünf Minuten später quetschten wir uns zu dritt auf die Rückbank eines VW-London, ein älteres Modell aus der Fabrik für Freiheit, Abteilung London. Der Wagen hatte eine Notlichtanlage, die es dem Fahrer ermöglichte durch Licht- und Sirenensignale den Verkehr weitestgehend zu ignorieren. So fuhr der London in der Mitte der Straße, das eingeschaltete Notlicht ließ einen Korridor zwischen den anderen Fahrzeugen entstehen. Wir fuhren die Stalingradallee hinab, dann rechts in die Adenauer Straße. Schließlich auf die Reichsallee direkt zum Zentrum für Umweltfragen, hier wartete Hauptmann Prochnow auf mich.
„Herr Hauptmann, Herr Sieberath, wie befohlen!“ Der Obersturmbandführer machte nach der kurzen Vorstellung kehrt und schloss die braune Eichentür hinter sich.
Ich stand alleine vor einem großen brauen Schreibtisch, dahinter musterte Prochnow mich. Er wird etwa in meinem Alter gewesen sein, vielleicht etwas jünger. Seine schwarze SS-Uniform saß etwas schief und unter seiner Mütze stierten vereinzelt blonde Locken hervor. An seiner Uniform waren keinerlei Abzeichen zu erkennen. Weder eine der sportlichen Auszeichnungen die sich jeder Hauptmann der SS verdienen musste, noch eines der begehrten Ehrenabzeichen, die man sich nur im Kampf mit dem Feind verdienen konnte. Er musste meinen Blick bemerkt haben und so musterten seine strengen Augen meine Jacke, ein Verwundetenabzeichen, die silberne Schützenschnur und gleich vier Gefechtsmedallien blinkten auf meiner Uniform. Abfällig ließ er seinen Blick nach rechts an mir vorbei auf die Wand schweifen. Seinem Blick folgend, erkannte ich sofort wo ich gelandet war. Er war einer der engsten Vertrauten und Berater des Führers. So prangte ein Foto von ihm mit dem Führer an der Wand. Auszeichnungen würden mir hier also nicht helfen.
„Sie haben mich zu sich bestellt Herr Hauptmann. Darf ich fragen worum es geht ?“
„Herr Sieberath, wie ich sehe, haben sie dem Reich bereits mehr als einmal ihren Dienst erwiesen. Ich habe mir ihre Akte heute kommen lassen, eine vorbildliche Karriere. Nur verstehe ich nicht.“ er brach ab und erhob sich von seinem schwarzen Stuhl. „Nun ich verstehe nicht, wie sich ein so vorbildlicher Mann so direkt am Führer verschulden kann. Wir haben ihren Stromverbrauch der letzten vier Monate ab geglichen. Und daraus lässt sich nur schließen, dass sie immer noch Glühbirnen benutzen.“
Sein Gesicht war rot angelaufen, er schrie mich jetzt an. „Sie sind wohl lebensmüde! Glauben sie der Führer hat das Glühbirnenverbot aus Spaß erlassen ? Es geht hier um den Erhalt der Natur des Reichs! Der Krieg kostet die Natur schon genug und mit ihrem Vorgehen weiterhin Glühbirnen zu benutzen schaden sie nicht nur der Natur, nein. Sie stehlen dem Reich auch noch Ressourcen für den Endsieg! Was haben sie dazu, zu sagen?“
„Nun, wissen sie. Ich kam erst vor 3 Monaten aus dem Lazarett.“ begann ich und ging dabei zum einzigen Fenster im Raum. „Sie werden verstehen, dass ich als Frontsoldat nicht alle Anweisungen des Führers kenne. So ist es auch mit der von ihnen beschriebenen Anweisung keine Glühbirnen mehr zu benutzen. Ich werde natürlich sofort alle vorhanden Glühbirnen austauschen.“
Hauptmann Prochnow sah mich forschend an.
„Ich glaube ihnen nicht Herr Sieberath. Aber ich gebe ihnen noch eine Chance, nicht zuletzt wegen ihrer Leistungen für das Vaterland. Statt sie in eine Fabrik der Freiheit zu versetzen schicke ich sie wieder an die Front.“ Mit einem höhnischen Grinsen übergab er mir einen vorgefertigten Befehl. „Enttäuschen sie mich nicht, denn dann enttäuschen sie auch ihn.“ er deutete auf das Bild an der Wand.
„Zu Befehl Herr Hauptmann. Heil Limberg!“ ich grüßte und verließ den Raum, das Gebäude und lief die Reichsallee hinab.
Zu Hause angekommen ging ich die Treppe hinauf, schließlich öffnete ich die Depesche und erstarrte. Prochnow hatte mich tatsächlich versetzt, an die Front. Doch nicht an die asiatische Front oder zur Widerstandsbekämpfung in die ehemalige USA. Nein, er hatte mich an die Front der Natur geschickt. Von morgen an, wäre ich seiner Abteilung im Zentrum für Umweltfragen untergeordnet, müsste Glühbirnen suchen und Menschen die sich an der Umwelt vergingen in eine der Fabriken der Freiheit deportieren.
Ich zog einen Stift und eine Seite Briefpapier aus meinem Regal und schrieb meine letzten Worte nieder. Anschließend knipste ich die Glühbirne an und starrte in das Licht. Starrte solange in das Licht, bis die Männer in den schwarzen Uniformen kamen.

Dienstag, Februar 10, 2009

Bin ich ein Ork oder was ?

Als Brandor aufwachte war sein Gesicht von Blut überzogen. Sein linkes Auge war verklebt und er hatte einige Mühe es zu öffnen. Schliesslich schaffte er es, stand auf und sah sich um. Das Schlachtfeld war in einen Nebel gehüllt und er konnte nicht weiter als einen oder zwei Grunzer blicken. Die Leichen der Feinde und seines Trupps lagen verstreut im Nebel herum. Er war sich nicht sicher, hatte er gewonnen oder hatte er verloren ? Üblicherweise töteten die Sieger die übrigen Feinde nach der Schlacht, doch offenbar hatte man ihn vergessen. Schwankend ging er zu der Standarte seines Trupps, zog sie an sich und wischte sich damit das Gesicht. Als er in die fahlen Gesichter der Hellen sah wurde ihm klar wie lange er hier schon gelegen hatte. Kein Dampf von frischem Blut stieg auf, kein Stöhnen von Verwundeten war im Nebel zu hören und so blickte er sich nach seiner Axt um. Er fand sie unter einem der Hellen. Das getrocknete Blut auf der Axt kümmerte ihn nicht, so steckte er sie in den Rückengurt orientierte sich nach Norden und ging los. Im Norden würde er irgendwann auf die Armee seines Herren stoßen, dort würde er sich ihr anschliessen und die Möglichkeit haben zu Berichten was geschehen war. Als er den Rand des Graslandes der Hellen erreichte und sich vor ihm der alte Wald auftat verfiel er in einen leichten Trab. Er wusste, wenn er sich nicht beilte war die Strategie seines Herren in Gefahr und die ganze Streitmacht könnte verloren sein.
Die letzten Tage hatten viel von ihm und seinem Trupp verlangt, doch letztlich hatte er sein Ziel erreicht. Die Positionen der feindlichen Spähposten hatte er umgangen und war mit den 20 Kriegern tief hinter die feindlichen Linien vorgedrungen um die Stärke des Heers der Hellen auszukundschaften. Doch beim Rückweg hatte er einen Fehler gemacht und war direkt in die Arme eines feindlichen Sicherungstrupp geraten, der die nördliche Flanke der Armee sicherte. So war es zu der Schlacht gekommen in der die Hellen eine Überlegenheit von drei zu eins hatten. Als bereits alles verloren war hatte Krekon in blinder Wut eine Bresche in die feindlichen Reihen schlagen wollen um wenigstens einen zu retten, doch als er mit seiner Axt ausholte im die feindlichen Schilde zu sprengen hatte er Brandor am Kopf getroffen und alles war schwarz geworden. Jetzt waren alle tot, alle außer Brandor. Sein Herr würde nicht erfreut sein. Weder die großen Verluste noch die Nachrichten die er brachte verhießen Gutes.

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Freitag, Februar 06, 2009

Ein Blick in die Zukunft (I)

Die Luft des Wartezimmers roch nach billigem Rasierwasser. Er konnte die Schreie des Patienten von nebenan hören und konnte ein Lächeln nicht unterdrücken als er in die Gesichter der anderen im Zimmer sah. Drei Wochen war es her seit die Weltwirtschaft kollabiert war. Es war ein warmer Montag gewesen, als Barack Obama vor drei Wochen den Staatsbankrott der Vereinigten Staaten von Amerika in einem Interview bekannt gab. Die Besonnenheit mit der er die Kriegstreiber im eigenen Land hatte ausschalten lassen und mit der es ihm gelungen war einen atomaren Konflikt mit China zu verhindern ließ die Welt aufatmen. Dennoch war die Wirtschaft völlig zerstört. Die Araber hatten alle Ölfelder angezündet nachdem chinesische Truppen auf der arabischen Halbinsel gelandet waren und sie hatten ganze Arbeit geleistet. Binnen zwei Wochen waren alle Gütertransporte zum Erliegen gekommen und die Tankstellen waren weltweit leer geblieben. Die einzelnen Staaten waren bemüht mit Hilfe des Militärs und der demoralisierten Polizei die Bevölkerung unter Kontrolle zu behalten. Auch wenn es Deutschland nicht in ein Chaos gesogen hatte wie Frankreich oder Italien, so war die Lage auch hier angespannt. Die übrigen Länder mit Ölreserven hatten die Zeichen der Zeit verstanden und ihre Grenzen geschlossen, alle Ölexporte gestoppt und warteten nun ab auf welche Seite sie sich schlagen würden. Der Winter würde eine starke Destabilisierung in allen Regionen der Erde verursachen und noch war es nicht sicher wer diesen Winter überleben würde.
Er hätte es nicht solange vor sich herschieben sollen. Jetzt saß er beim Zahnartzt und wusste, keine elektrischen Bohrer, keine Schmerzmittel und keine Elektrizität würde es geben um seine Zahnschmerzen zu lindern. Einzig ein kleiner Rest Marihuana, den er noch besaß, würde den Schmerz der Behandlung etwas lindern. "Der nächste bitte." Er stand auf, ging zum Behandlungszimmer eins und setzte sich auf den Stuhl an dem noch einige Blutflecken klebten.
"Möchten sie eine Zigaratte oder etwas Alkohol um die Behandlung zu vereinfachen ?"
"Nein danke, ich habe das hier." Er zündete den Joint an, nahm einen tiefen Zug und presste mit Daumen und Zeigefinger den Joint wieder aus.
"Bringen wir es hinter uns. Der fordere linke Schneidezahn, er muss raus denke ich."
"Ok, ich werde mir das mal anschauen."

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Freitag, Januar 23, 2009

Drunk oO

Es war ein gutes Gefühl als ich mit dem Trinken begann. Ich dachte es würde mir helfen die Ruhe zu bewahren, dachte es würde mich vor meinen dunkelsten Dämonen beschützen. Dachte ich. Heute weiß ich, dass es ein Fehler war überhaupt damit zu beginnen. Nun, es macht keinen Sinn über verschütteten Wein zu reden, reden wir also lieber über etwas modernes. Reden wir über den Peak-Oil. Naja, ich merke schon, das langweilt die meisten Wessis(Gemeint ist hier der aufgeklärte US-Bürger/Europäer) auch schon. Ein subtile Angst besteht zwar immer wenn man an die Tankstelle fährt, denn die wenigsten wissen ob sie sich morgen noch eine volle Tankfüllung leisten können. Dennoch hat Verdrängung noch nie jemandem geschadet und so verdränge ich meinen Suchtgedanken nach Rose, wie der Westen die Gier nach Öl. Langsam trinke ich jetzt an der ersten Flasche Rose und genieße das Lied zum Wein. Der Anfang war wie ein Versprechen. Der Geschmack war zart und versprach Gutes und viel Freude. Also trank ich, trank immer weiter und trank immer schneller. Ich wuchs scheinbar über mich selbst hinaus. Mit jedem Schluck bekam ich Macht dazu. Bald war niemand mehr da mit dem ich teilen wollte und der Rosepreis stieg rasant in die Höhe. Nur gut das ich noch eine Reserve besaß.

Wie begann eigentlich meine Trinkerei ? Ich erzähls gleich. Ich will nur vorher klarmachen, dass dieser Eintrag dazu dient mir Luft zu machen ! Son Blog ist ja auch dafür da mal seinen ganzen Unmut loszuwerden. Also das Trinken.
Am Anfang war es, wie in der Eifel typisch, lediglich ein Sport. Da wo ich wohne gibt es nichts außer Wald, Wiesen und kleinen Dörfern, die sich mit 120 Einwohnern bereits als groß bezeichnen. Es ist ein karges Land das den Menschen immer viel Arbeit abverlangt hat. Die verzögerte Industrialisierung der Eifel, die Chance "Geld" zu verdienen, hat die Menschen meiner Region aus der Subsistenzwirtschaft in eine Art Schlaraffenland katapultiert. Harte Arbeiter gefragt ? Stell einen Eifler ein und du wirst kaum einen Tag finden an dem er sich krank meldet. Er beginnt erst sich wohl zu fühlen, wenn er Schmerzen bei der Arbeit empfindet. Ein Relikt eines Subsistenzsystems, in dem eine nie eine Wahl blieb und nicht Arbeiten mit Hungern sehr eng verknüpft war. Klar, ich bin derjenige der das nie so gelebt hat. Ich kann es verherlichen. Warum sind sie nicht in der Subsistenz geblieben ? Komm Marco, dass ist doch reine Polemik ! ... Den Schmerz den diese Worte in mir auslösen wage ich nicht zu beschreiben. Alkohol ist der Punkt. Das Trinken ist eine Art Heilung für die Seele eines Menschen der seine Existenz nur deshalb bestreitet, weil seine schwieligen Hände jeden Tag schwere Arbeit tun. Darauf sind die Eifler Stolz und ich meine mit Recht. Arbeit macht keinen Spaß ! Arbeit tut weh ! Arbeit ist ein notwendiges Übel ! Und seit neuestem "Ohne Moos, nix los". Mit diesem Kommentar bin ich groß geworden. Nie wollte ich es glauben, immer habe ich "disskutiert". Mit heute toten Menschen. Stundenlang. "Ich glaube einfach nicht, dass Geld notwendig ist Opa." Ich konnte es ja sehen, jeden Tag. Die Bauern der Eifel, es werden immer weniger, erzeugten alles was ich brauchte. Milch, Fleisch, Obst, Gemüse. Und davon soviel, dass der Verkauf in die "Stadt" auch noch das Fahren eines Mercedes ermöglichten. Doch dieser Kindheitstraum scheint heute tot zu sein. Billiges Obst, billige Milch, billiges Fleisch, billiges Gemüse aus dem Ausland überschwemmen Deutschland und macht die 80 Millionen Einwohner zu fetten TV schauenden Konsumaffen. Nicht das ich mich ausschließen würde, ich habe genug Fettreserven um beide Weltkriege nochmal zu überleben. Aus diesem Milieu der nicht Literaten, der einfachen Menschen für die Bildung "Lesen und Schreiben und etwas Rechnen" bedeutet komme ich. Von dort betrat ich diese Welt und nirgendwo anders werde ich diese Welt auch wieder verlassen! Jeden von euch, trinke ich ohne mit der Wimper zu zucken unter den Tisch ! Abstoßend ? Gut !

"Froch ens sieberaths Paul senge jung. der kennt sich domit us." [Keine Ahnung wie man diesen Dialekt korrekt niederschreibt.] Ich war einer der wenigen, für die der Begriff "PC" eine Bedeutung hatte. Mein Vater, ein hochintelligenter Mann, war und ist ein stehter Förderer meines Geistes und meiner Bildung. Niemand anderem als ihm verdanke ich auch den ersten PC. Einen Commodore 64, kurz C64 dass war 1989, im Dezember. Dieses Jahr ist das glücklichste Jahr meines Lebens gewesen. Warum auch immer habe ich geweint als ich den Mauerfall im Fernsehn gesehen habe. Ich vermute heute es war die Schuld meines Vaters, der immer furchtbar berührt war wenn mal wieder jemand an der Mauer erschossen worden war. Das es eine Ungerechtigkeit beendete hat mich damals schon tief berührt. Mit 13 Jahren stand ich bereits vor der Herausforderung eine "Speichererweiterung" für meinen Amiga 500 im Allkauf zu finden. Alleine, ohne die Hilfe irgend eines anderen Menschen, das war 1992 oder 1993 glaube ich. Als dann nach und nach auch der Rest der Eifler den "Kompjuuter" entdeckte. Wuchs die Zahl derjenigen die meine Hilfe in Anspruch nahmen. Immer gab es etwas nicht das nicht richtig lief. Natürlich war ich nicht der einzige "Dienstleister", in meiner Generation gab es mehrere "PC-Freaks". Aber man hilft ja gerne ohne etwas zu verlangen und das habe ich getan. Jetzt bin ich bereits zu betrunken auf den Punkt zu kommen. Aber ich denke das ist auch nicht mehr nötig! Ehrlichkeit und Wahrheit !

Donnerstag, Januar 01, 2009

Suppenrezept

Clara stand mit ihrer dreckigen Suppenschüssel am Feuer und betete. Der kalte Wind, der von der Wüste heraneilte um die nächste bitterkalte Nacht anzukündigen brachte wieder keine Wolken mit sich. Clara betete jeden Abend vor der Sammlung. Sie betete es möge endlich wieder Regen geben. Sie und ihre Familie, das waren ihr Großvater, ihre Mutter und ihre drei kleinen Brüder, waren die letzten Menschen die Loth lebend verlassen hatten. Alle anderen waren als lebende Tote aus der Stadt herausgekrochen und hatten sich über das Land verteilt, nachdem es kein frisches Blut mehr in Loth zu trinken gab.
"Hier mein kleines, spuck hinein.", Claras Großvater hielt ihr den Suppentopf unter die Nase und sprach. "Wir brauchen auch deine Spucke, damit wir aus den paar Käfern die deine Brüder gefangen haben, eine kleine Suppe zaubern können. Na los mein Clärchen, spuck hinein." "Ach Opi, mein Hals ist so trocken, ich kann nicht. Bitte heute nicht, können wir nicht einfach wieder ein bisschen Urin abkochen ?" "Nun spuck schon Kleines." Ein feiner dünner Faden Spucke rann von Claras Mund hinab in den kleinen Topf, der halb mit toten Käfern gefüllt war. Nachdem Claras Großvater die Runde beendet hatte schnitt er sanft eine Vene an ihrem letzten verbliebenen Pony auf um etwas Blut in den Topf tröpfeln zu lassen. Er vermischte alles und wartet geduldig das die karge Mahlzeit über dem Feuer zu kochen begann.....