Ariakans Blog

Samstag, Juli 11, 2009

Black Saturday III.

Hier dritte Version des Black Saturday. Verfassungszeitraum ca. 1h. Jeder der sich angesprochen fühlt, darf gerne mitmachen.


Dunkelheit. Wasser tropft aus gebrochenen Rohrleitungen, plätschert auf kalten Stein, sickert in den Untergrund. Es riecht nach modrigem Gemäuer und alten Kartons. Vorsichtig setzte er vorsichtig einen Fuß vor den anderen. In der Dunkelheit war es immer gefährlich. Sein Herz raste. Er holte tief Luft und umklammerte den Griff der Axt, die er bei sich trug. Sollten sie bereits in den Keller gelangt sein würde er mit ihnen kämpfen müssen. Er hatte Angst davor, denn sie waren schon tot- und sie waren viele. Steven warf einen Blick hinter sich, erkannte einen schwachen Lichtschimmer von oben, dort wo die Kellertür einen kleinen Spalt offen stand und die anderen den Ausgang sicherten.
„Was dauert das denn so lange?“ fragte Mark und versuchte unterhalb der Kellertreppe irgendetwas zu erkennen. Basti zündete sich eine Zigarette an und ließ sich an der Wand niedersinken. „Das ist doch totaler Bullshit. Warum schickt ihr ihn da runter? Es gibt überhaupt keinen Grund.“
„Wartet mal!“ schrie Dave auf. Die anderen beiden hielten inne. „Was ist?“ wollte Mark wissen. „Ich dachte ich hätte was gehört.“
Basti schüttelte den Kopf und machte sich daran seine Schrotflinte zu begutachten während die anderen beiden gespannt vor der Kellertür warteten. Er schloss seine Augen und erinnerte sich daran, dass es noch gar nicht allzu lange her war, dass nichts von dem hier wahr gewesen war. Es war als hätte sich von einem Tag auf den anderen die ganze Realität umgekehrt, als würden sie jetzt in der Hölle leben. Tag für Tag um ihr Überleben kämpfen- gegen Untote.
Ein Schrei riss ihn aus seinen Gedanken. Er sprang auf und legte die Schrotflinte an die Schulter.
„Das war Steven! Scheiße! Verdammte Scheiße, sie haben ihn erwischt, sie haben ihn erwischt!“ Dave verpasste dem panischen Mark eine Backpfeife. „Reiß dich zusammen, Mann!“ schrie er. „Mach die Tür zu!“
Basti hielt die Schrotflinte im Anschlag um Dave und Mark Rückendeckung zu geben, während sie sich daran machten die Tür zu verrammeln.
Mark nagelte gerade ein Brett an die Wand, als es begann von innen wie wild an die Tür zu hämmern.
„Wir müssen hoch!“ schrie Basti. „Beeilt euch!“
Dave suchte hektisch nach seiner Pistole, die er auf dem Boden abgelegt hatte. Als die ersten Hände durch das morsche Holz der Kellertür brachen begann Basti zu feuern. Jeder Schuss dröhnte durch das ganze Treppenhaus. Basti dachte daran, dass Claire da oben ganz alleine war. „Nun macht schon!“ schrie er erneut und setze einen Fuß auf die erste Stufe. Dave feuerte ein paar Mal auf die bleichen Händen, die dabei waren die Tür vollends aufzubrechen. „Geh schon mal vor! Wir machen das hier schon“, rief er Basti zu. Mark hatte sichtlich Mühe damit seine Kettensäge an zu bekommen und wurde langsam panisch. „Dieses verdammte Scheißding!“ Er warf die Kettensäge auf den Boden. „Und wenn ich diese Viecher mit bloßen Händen killen muss.“ Er begann die Ärmel seiner Jacke hoch zu krempeln.
„Mark, hör auf mit diesem Schwachsinn!“ rief Basti ihm zu, dann brachen die Zombies durch die Tür. Dave feuerte wie wild um sich. Mark streckte den Ersten, der auf ihn zugelaufen kam mit einem Schlag nieder, wurde dann wiederum von Dave am Arm gepackt und davon gezerrt. Die beiden eilten Richtung Küche. Basti stand alleine auf dem Treppenabsatz und sah wie mehre Untote ihnen folgten. Dave und Mark hatten ihre Aufmerksam auf sich gezogen.
Basti konnte noch hören, wie Dave und Mark die Küchentür von innen verbarrikadierten, als er die Treppe hinauf lief. Völlig außer Atem blieb er vor der Wohnung im zweiten Stockwerk stehen in der sie seit einigen Tagen untergekommen waren. Basti hämmerte an die Tür und hörte, wie sich von innen zaghaft Schritte näherten. „Hör zu, du Zombiearsch, ich bin bewaffnet!“ reif es von drinnen. „Mach die Tür auf, verdammt. Ich bin´ s, Basti.“ schrie er zurück.
Als Claire ihm endlich geöffnet hatte verriegelte er die Tür sogleich und schob eine schwere Kommode davor.
„Was ist passiert?“ fragte Claire ihn.
Er blickte sich im Zimmer um. In einem kleinen Ofen brannte ein Feuer, auf dem Tisch in der Mitte des Raumes lag ein Buch. Basti warf einen Blick hinein. „Schon wieder die verdammte Offenbahrung?“ Claire nickte nur. Er schüttelte den Kopf und schaute sich im Zimmer um. Die Fenster waren vernagelt. Das könnte in den nächsten Minuten zum Nachteil werden.
„Reiß die Bretter da mal runter“, sagte er und deutete auf eins der Fenster.
„Basti…“ sie griff nach seiner Schulter. „Was ist passiert? Wo sind die anderen?“ Basti senkte seinen Blick. „Wo sind Dave, Steven und Mark?“ sie begann zu zittern.
„Hör mir zu… reiß die Bretter da runter!“
„Aber dann können diese Dinger hier rein kommen…“
Basti packte Claire an den Schultern und rüttelte sie. „Hör mir zu! Wir sind hier im zweiten Stock. Und Zombies können nicht fliegen! Ich hab euch von Anfang an gesagt, dass es bescheuert ist, die Fenster zu vernageln. Aber Zombies können Treppen laufen und gleich werden sie hier vor der Tür stehen. ALSO REISS VERDAMMT NOCHMAL DIE BESCHISSENN BRETTER VON DER WAND, DAMIT WIR HIER RAUS KÖNNEN!“
„Sie sind hier drin?“ fragte Claire, während sie sich langsam daran machte die Bretter aus der Wand zu reißen.
„Ja, sie sind unten“, antwortete Basti, der derweil in der Wohnung Munition zusammensuchte und sich seine Taschen damit befüllte.
„Was ist mit den anderen geschehen?“ fragte sie erneut.
„Steven hats erwischt. Er war unten im Keller und wollte nachsehen, ob dort alles in Ordnung ist. Wie es scheint sind sie von dort herein gekommen. Wir konnten nichts machen.“
„Oh mein Gott… und die anderen?“
„Sind in die Küche geflohen.“
„Meinst du, dass sie noch leben?“
„Ich weiß es nicht. Aber sollten diese Viecher da rein kommen sind sie verloren. Mark ist unbewaffnet.“
Claire begann zu schluchzen. Basti nahm sie in den Arm. „Wir schaffen das schon“, flüsterte er. Dann hörten sie Schritte auf der Treppe…

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