Mittwoch, Mai 20, 2009
Sebastian Hartmann - Roter Versager ?
Er steht als Schild auf jedem Bahnhof des Rhein-Sieg Kreises. Sebastian Hartmann ist der Spitzenkandidat der SPD Rhein-Sieg für die Europawahl 2009. So eine Wahl ist ein wenig wie ein Artztbesuch, man zieht sich aus und hofft das der Andere es schon richten wird. Warum sollte man also jemandem seine Stimme geben dem man nicht vertraut? Diesem Sebastian Hartmann zu vertrauen scheint unmöglich. Warum ? Weil er auf dieser Webseite keine Fragen beantwortet. Ich denke, dass gerade durch das Internet Politiker wieder Stellung beziehen könnten und man als Wähler wesentlich mehr Vertrauen zu einem Kandidaten aufbauen könnte. Weiterhin sind auf seiner Webseite keine klaren Stellungnahmen zu den aktuellen politischen Themen zu finden. Wenn also ein Kandidat die Rolle des Internet im Wahlkampf so sehr vernachlässigt, gehört er einfach nicht gewählt.
Wie funktioniert eigentlich eine "false-flag" ?
Es ist ein streitbarer Begriff der da unter neuzeitlichen Historikern kursiert. False-Flag, eine Mission unter falscher Flagge, in moderner Zeit zum Zwecke der Meinungsbildung der Bevölkerung. Als Beispiele von bisher aufgedeckten False-Flag Missionen, seien hier die folgenden erwähnt.
BND-Sprengstoffanschlag auf die Justizvollzugsanstallt Celle 1978.
Überfall auf den Sender Gleiwitz in Polen 1939.
Das sind zwei deutsche Beispiele, die sogenannte Strategie der Spannung welche vor allem in Italien angewandt wurde. Diente dazu die öffentliche Meinung gegen die Kommunistische Partei in Italien aufzubringen. Weiterhin kann die Duldung des Angriffs auf Pearl Harbor als "false-flag" Manöver gewertet werden. Entgegen besserem Wissen, setzte man die Flotte bei Pearl Harbor nicht in Alarmbereitschaft und so einem vernichtenden Angriff der Japaner aus. Damit schuf man einen Grund der die kriegsverweigernde Haltung der amerikanischen Bevölkerung änderte.
Ein sehr altes Beispiel für eine false-flag ist die "konstantinische Schenkungsurkunde". Sie ist eine Lüge der Kirche bezüglich der Herrschaftsansprüche über Italien, plausible Theorien sprechen davon, sie sei ein Kriegsgrund für Pippin gegen das Reich der Langobarden gewesen. Papst Stephan II. hat also mit einer Lüge, einen Krieg zwischen Franken und Langobarden ausgelöst.
Wenn also mal wieder irgendwo ein Krieg ausbricht und uns vorgegaukelt wird es sei ein rechtschaffener Krieg, vergesst nicht die Massenvernichtungswaffen im Irak.
BND-Sprengstoffanschlag auf die Justizvollzugsanstallt Celle 1978.
Überfall auf den Sender Gleiwitz in Polen 1939.
Das sind zwei deutsche Beispiele, die sogenannte Strategie der Spannung welche vor allem in Italien angewandt wurde. Diente dazu die öffentliche Meinung gegen die Kommunistische Partei in Italien aufzubringen. Weiterhin kann die Duldung des Angriffs auf Pearl Harbor als "false-flag" Manöver gewertet werden. Entgegen besserem Wissen, setzte man die Flotte bei Pearl Harbor nicht in Alarmbereitschaft und so einem vernichtenden Angriff der Japaner aus. Damit schuf man einen Grund der die kriegsverweigernde Haltung der amerikanischen Bevölkerung änderte.
Ein sehr altes Beispiel für eine false-flag ist die "konstantinische Schenkungsurkunde". Sie ist eine Lüge der Kirche bezüglich der Herrschaftsansprüche über Italien, plausible Theorien sprechen davon, sie sei ein Kriegsgrund für Pippin gegen das Reich der Langobarden gewesen. Papst Stephan II. hat also mit einer Lüge, einen Krieg zwischen Franken und Langobarden ausgelöst.
Wenn also mal wieder irgendwo ein Krieg ausbricht und uns vorgegaukelt wird es sei ein rechtschaffener Krieg, vergesst nicht die Massenvernichtungswaffen im Irak.
Montag, Mai 18, 2009
KIPO - Synonym für ..
.. Kontrolle des Internet durch polizeiliche Organisationen oder doch Kinderpornografie ?
Der heise-Artikel "Umfrage: 92% für Internetsperren gegen Kinderpornografie" lässt schon einiges Erahnen. Zusammenfassend behauptet da ein Georg Ehrmann, Chef der sogenannten "Kinderhilfe", "dass es sich bei den Unterschreibern der Online-Petition um Internetliebhaber, Blogger, im Grunde also um eine Minderheit handelt". Die Webseite der Kinderhilfe wurde kurz darauf gehackt und vom Netz genommen.
Die Fragestellung der von Infratest durchgeführten Umfrage lautete wie folgt:
1. Was für ein Internet bevorzugen Sie persönlich? Eines, das völlig frei ist von staatlicher Kontrolle - und damit zum Beispiel auch kinderpornographische Darstellungen enthält - oder eines, in dem vom Staat bestimmte strafbare Inhalte auch kontrolliert und gesperrt werden können?
2. Die Bundesregierung plant ein Gesetz zur Sperrung von kinderpornographischen Seiten im Internet. Kritiker befürchten eine Zensur und bezweifeln die Wirksamkeit solcher Sperren. Befürworter betonen dagegen, dass solche Sperren eine sinnvolle und wirksame Maßnahme im Kampf gegen die Verbreitung solcher Bilder sind. Wie sehen Sie das: Sind Sie für ein Gesetz zur Sperrung kinderpornographischer Seiten im Internet oder dagegen?
Wir haben also ein Unternehmen, dem Scheinheiligkeit vorgeworfen wird, eine Umfrage durchgeführt von einem nicht gerade seriösen Unternehmen. Und das ganze schafft es dennoch in die Medien, na gut. Es spielt ja keine große Rolle, dieser Ehrmann ist vermutlich kein Mann von Welt, Ahnung vom Internet wird er auch keine haben. Vergeben wir ihm also das Vorpreschen für ein Gesetz, welches die Zensur von Internetseiten extrem vereinfacht. Vor allem eine Zensur ohne eine demokratische Kontrollinstanz, man kann schließlich nicht die Links zu den KIPOs öffentlich zugänglich machen. Warum nicht ? Weil die Seiten gar nicht aus dem Netz genommen werden, lediglich der entsprechende DNS-Eintrag wird gefiltert. Nach dem Beispiel eines heise-Kommentators folgend, dass ist so als wenn man ein Straßenschild verstellt, derjenige mit Karte+Kompaß, derjenige der sich auskennt, derjenige mit etwas Verstand, wird diese "Umleitung" als solche erkennen und umgehen können.
Weshalb wird dann eigentlich so ein Gesetz überhaupt gemacht und verabschiedet ? Es ist ja keineswegs so, dass die Autoren der Gesetze Laien sind, doch sind diejenigen, welche das Gesetz verabschieden, absolute Laien. Unsere Politiker, allenthalben können sie mittlerweile selbstständig ihre Emails abrufen und vielleicht haben sie auch schon das ein oder andere mal ihre Kreditkartennummer irgendwo im Netz angegeben. Mehr ist diesen Schlipsträgern aber wirklich nicht zuzumuten, also lässt man Gesetzesentwürfe lieber von Profis entwerfen. Es sollte ein Instrument geschaffen werden, damit Providern(Alice,Telekom,1&1) nach staatlicher Anweisung automatisch Internetseiten zu sperren, die KIPOs sind da nur das Schlüsselargument. Denn, nach § 184b StGB, ist die Verbreitung von „kinderpornografische[n] Schriften“, das sind pornografische Darstellungen von sexuellen Handlungen von, an oder vor Personen unter 14 Jahren, ohnehin strafbar, dafür braucht man also kein neues Gesetz. Es geht also keineswegs darum, die Verbreitung zu verhindern, vielmehr will man nur den Zugang erschweren um die Unfähigkeit bei der strafgesetzlichen Verfolgung zu vertuschen. Internationale Zusammenarbeit im Falle Afghanistans scheint also immer noch einfacher, als die internationale Verfolgung von Kinderschändern! Danke! Solche Maßnahmen schaffen Vertrauen!
Bleibt mir nur noch eines, der Aufruf an die KIPO-Verbreiter. Ich schicke euch ne Liste mit Webseiten, auf deren Webspace ich gerne KIPOs finden würde, damit diese Seiten auch gesperrt werden. Hier vorab eine kleine Liste, der zu infizierenden Webseiten. Die meisten sind ohnehin mit Public-Ftps ausgerüstet.
www.bundestag.de
www.bild.de
www.emma.de
www.rtl.de
Und falls ihr es irgendwie hinbekommt, -> www.reallife.net
Der heise-Artikel "Umfrage: 92% für Internetsperren gegen Kinderpornografie" lässt schon einiges Erahnen. Zusammenfassend behauptet da ein Georg Ehrmann, Chef der sogenannten "Kinderhilfe", "dass es sich bei den Unterschreibern der Online-Petition um Internetliebhaber, Blogger, im Grunde also um eine Minderheit handelt". Die Webseite der Kinderhilfe wurde kurz darauf gehackt und vom Netz genommen.
Die Fragestellung der von Infratest durchgeführten Umfrage lautete wie folgt:
1. Was für ein Internet bevorzugen Sie persönlich? Eines, das völlig frei ist von staatlicher Kontrolle - und damit zum Beispiel auch kinderpornographische Darstellungen enthält - oder eines, in dem vom Staat bestimmte strafbare Inhalte auch kontrolliert und gesperrt werden können?
2. Die Bundesregierung plant ein Gesetz zur Sperrung von kinderpornographischen Seiten im Internet. Kritiker befürchten eine Zensur und bezweifeln die Wirksamkeit solcher Sperren. Befürworter betonen dagegen, dass solche Sperren eine sinnvolle und wirksame Maßnahme im Kampf gegen die Verbreitung solcher Bilder sind. Wie sehen Sie das: Sind Sie für ein Gesetz zur Sperrung kinderpornographischer Seiten im Internet oder dagegen?
Wir haben also ein Unternehmen, dem Scheinheiligkeit vorgeworfen wird, eine Umfrage durchgeführt von einem nicht gerade seriösen Unternehmen. Und das ganze schafft es dennoch in die Medien, na gut. Es spielt ja keine große Rolle, dieser Ehrmann ist vermutlich kein Mann von Welt, Ahnung vom Internet wird er auch keine haben. Vergeben wir ihm also das Vorpreschen für ein Gesetz, welches die Zensur von Internetseiten extrem vereinfacht. Vor allem eine Zensur ohne eine demokratische Kontrollinstanz, man kann schließlich nicht die Links zu den KIPOs öffentlich zugänglich machen. Warum nicht ? Weil die Seiten gar nicht aus dem Netz genommen werden, lediglich der entsprechende DNS-Eintrag wird gefiltert. Nach dem Beispiel eines heise-Kommentators folgend, dass ist so als wenn man ein Straßenschild verstellt, derjenige mit Karte+Kompaß, derjenige der sich auskennt, derjenige mit etwas Verstand, wird diese "Umleitung" als solche erkennen und umgehen können.
Weshalb wird dann eigentlich so ein Gesetz überhaupt gemacht und verabschiedet ? Es ist ja keineswegs so, dass die Autoren der Gesetze Laien sind, doch sind diejenigen, welche das Gesetz verabschieden, absolute Laien. Unsere Politiker, allenthalben können sie mittlerweile selbstständig ihre Emails abrufen und vielleicht haben sie auch schon das ein oder andere mal ihre Kreditkartennummer irgendwo im Netz angegeben. Mehr ist diesen Schlipsträgern aber wirklich nicht zuzumuten, also lässt man Gesetzesentwürfe lieber von Profis entwerfen. Es sollte ein Instrument geschaffen werden, damit Providern(Alice,Telekom,1&1) nach staatlicher Anweisung automatisch Internetseiten zu sperren, die KIPOs sind da nur das Schlüsselargument. Denn, nach § 184b StGB, ist die Verbreitung von „kinderpornografische[n] Schriften“, das sind pornografische Darstellungen von sexuellen Handlungen von, an oder vor Personen unter 14 Jahren, ohnehin strafbar, dafür braucht man also kein neues Gesetz. Es geht also keineswegs darum, die Verbreitung zu verhindern, vielmehr will man nur den Zugang erschweren um die Unfähigkeit bei der strafgesetzlichen Verfolgung zu vertuschen. Internationale Zusammenarbeit im Falle Afghanistans scheint also immer noch einfacher, als die internationale Verfolgung von Kinderschändern! Danke! Solche Maßnahmen schaffen Vertrauen!
Bleibt mir nur noch eines, der Aufruf an die KIPO-Verbreiter. Ich schicke euch ne Liste mit Webseiten, auf deren Webspace ich gerne KIPOs finden würde, damit diese Seiten auch gesperrt werden. Hier vorab eine kleine Liste, der zu infizierenden Webseiten. Die meisten sind ohnehin mit Public-Ftps ausgerüstet.
www.bundestag.de
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www.emma.de
www.rtl.de
Und falls ihr es irgendwie hinbekommt, -> www.reallife.net
Mittwoch, Mai 13, 2009
Kultur versus Natur
Jetzt ist es mal wieder soweit, eine sterbende Kultur schaut in die Vergangenheit. Unsere Pop-,FastFood-,Internet-,Dieter Bohlen-, Weltzerstörungskultur hält sich erneut an der Vergangenheit fest. Bewunderte man zuletzt noch Heinrich Heine für seinen Kampf gegen die Zensur zur Zeit der Restauration, sind es heute die Schwaben. Genauer gesagt die sogenannte Elfenbeinkultur. Erstaunliches wurde in Tübingen aus der Erde gegraben.

Fette Frau, geschnitzt aus Elfenbein.

Fette Frau, geschnitzt aus Elfenbein.
Man mag sich über Geschmack streiten, doch wird deutlich das unsere Vorfahren eindeutig ein anderes Verhältnis zu Dicken pflegten. Damals galten Fettpolster offenbar als schick, Pfunde statt Hungerkult. Die Wissenschaft hat auch gleich ein paar Theorien zu dieser Figur, von Fruchtbarkeitsymbol bis zu Pornografie ist alles dabei.
Interessanter ist allerdings, die Figur wurde aus Elfenbein gefertigt. Elfenbein auf der Schwäbischen Alb ? Die Lösung hat einen Rüssel und viele Haare, das Mammut. Es gab also mehr als genug Elfenbein. Beindruckend, dass wir 25.000 Jahre gebraucht haben die Viecher auszurotten. Logisch, dass man damals übergewichtig war, so ein Mammut macht eben satt.
Letzten Endes ist die Geschichte aber immer die gleiche, wir futtern uns durch, tragen unsere Sehnsüchte in Form von iPods, Büchern oder von kleinen lustigen Figuren aus Elfenbein mit uns durchs Leben. Dann sterben wir, meist ohne etwas von dem Kitsch mitzunehmen. Alleine im Dreck oder auf einer Hightech-Intensivstation, egal, am Ende sterben wir, das war schon vor 35.000 Jahren so. Warum machen wir uns dann Gedanken über den Sinn einer Figur die so alt ist ? Was suchen wir ? Was haben wir verloren in der Vergangenheit ? Was fehlt damit wir vollständig sind um endlich nach vorne zu schauen ? Würde man die Anzahl der ausgerotteten Tiere auf einer Zeitskala eintragen, sind wir momentan wohl kurz vor dem absoluten Maximum, gleichzeitig wurde nie soviel "Kunst&Kultur" geschaffen wie heute. Ob es einen direkten oder indirekten Zusammenhang zwischen Literatur und dem Artensterben gibt lässt sich nicht nachweisen. Aber das dank der kulturellen Höchsleistung des Buchdruckes der technische Fortschritt und mit ihm das große Sterben begann, lässt sich nicht leugnen.
Für nen guten Witz gehen wir eben über Leichen, das liegt einfach in uns.
Interessanter ist allerdings, die Figur wurde aus Elfenbein gefertigt. Elfenbein auf der Schwäbischen Alb ? Die Lösung hat einen Rüssel und viele Haare, das Mammut. Es gab also mehr als genug Elfenbein. Beindruckend, dass wir 25.000 Jahre gebraucht haben die Viecher auszurotten. Logisch, dass man damals übergewichtig war, so ein Mammut macht eben satt.
Letzten Endes ist die Geschichte aber immer die gleiche, wir futtern uns durch, tragen unsere Sehnsüchte in Form von iPods, Büchern oder von kleinen lustigen Figuren aus Elfenbein mit uns durchs Leben. Dann sterben wir, meist ohne etwas von dem Kitsch mitzunehmen. Alleine im Dreck oder auf einer Hightech-Intensivstation, egal, am Ende sterben wir, das war schon vor 35.000 Jahren so. Warum machen wir uns dann Gedanken über den Sinn einer Figur die so alt ist ? Was suchen wir ? Was haben wir verloren in der Vergangenheit ? Was fehlt damit wir vollständig sind um endlich nach vorne zu schauen ? Würde man die Anzahl der ausgerotteten Tiere auf einer Zeitskala eintragen, sind wir momentan wohl kurz vor dem absoluten Maximum, gleichzeitig wurde nie soviel "Kunst&Kultur" geschaffen wie heute. Ob es einen direkten oder indirekten Zusammenhang zwischen Literatur und dem Artensterben gibt lässt sich nicht nachweisen. Aber das dank der kulturellen Höchsleistung des Buchdruckes der technische Fortschritt und mit ihm das große Sterben begann, lässt sich nicht leugnen.
Für nen guten Witz gehen wir eben über Leichen, das liegt einfach in uns.
Freitag, Mai 08, 2009
Paintballverbot !
Paintballverbot rettet die Gesellschaft vor Amokläufern.
Sowas gehört sich einfach nicht. Da spielten Jungs mit Ausrüstung im Wert von ein paar tausend Euro Krieg, übten das Töten. Als wieder mal ein junger hilfloser Mann zur Waffe griff und seine Mitschüler, Lehrer und Unbeteiligte erschoß. Ein Riß ist in der Gesellschaft entstanden. Zwar ist die Gesellschaft sich einig solche Taten zu Verurteilen, doch streiten die Geister wie man sie verhindern kann. Manche wollen immer nur "reden", da ist ein Gesetz doch wirkungsvoller.
Da ist also dieser 17 jährige Junge der sich Papas Waffe klaut und tötet. Er läuft sozusagen "Amok", doch scheint die Tat durchgeplant. Sein Verhalten ähnelt eher dem eines Soldaten, als dem eines hilflosen Jungen. Bei der Flucht vor der Polizei gab er Schüsse ab, deckte seinen Rückzug. Benutzte Fahrzeuge als Deckung, tötete mit gezielten Schüssen. Wo hat der Junge das bloß gelernt ? Selbstverständlich da wo die Terroristen das Fliegen einer Boeing gelernt haben, am Simulator.
Ein Simulator zum Amoklaufen ? Soetwas gibt es tatsächlich, es sind die Computerspiele der sogenannten "Internetgeneration", der Kinder des "new market". Nehmen wir als Beispiel Counterstrike(Gegenschag,Gegenangriff). Schon im Titel des Ballerspiels wird deutlich welche Gefühle das Spiel hervorrufen soll. Rache, Hass, Zorn und Todesangst. Im Strudel der Freizeit gefangen, geraten unschuldige junge Menschen in den Tötungsrausch, vor allem junge Männer. Die Schule rückt beim ersten Besuch auf einem der sogenannten "hosts"(Gastgeber) des Spiels in den Hintergrund, hier ist der Tod Gastgeber. Man vergisst die Hausaufgaben nicht, man misst ihnen lediglich keine Wichtigkeit mehr zu. Wenn man nicht konzentriert und überlegt spielt, dann wird man erschossen. Die Angst im Spiel zu versagen übertönt schließlich die Angst im (wahren) Leben zu versagen. Der neuen Generation ist ein guter Job, eine gute Ausbildung und ein eigenes Haus nichts mehr wert. Neidisch blickt man auf den "Harz 4 - Empfänger", der einfach mehr Zeit in World of Warcraft(Welt der Kriegskunst) investieren kann. Eine 40 Stundenwoche voller Arbeit ? Wie soll man da noch seinen Online-Charakter entwickeln ? Die Menschen leben lieber, als dass sie sterben. Für den jungen Zocker folgt daraus, übe dich im Töten bevor du getötet wirst.
Doch was hat das Gerede über die Killerspiele jetzt mit Paintball zu tun ? - Einiges! Denn auch beim Paintball übt man das "Töten". Eigentlich trainiert man über ein Spielfeld zu laufen und dabei kleine Farbkugeln auf den Körper des Gegners zu schießen, ganz wie mit echten Waffen. Es sind vor allem junge Männer die diesen Kampf suchen. Das taktische Vorgehen, gekonntes Feuern unter Eigenbeschuß, Gelände zu lesen, Deckungen suchen, Krieg simulieren, all dies scheint junge Männer magisch anzuziehen. Der kategorische Imperativ, die Verantwortung für den Planeten und alle anderen großen Themen werden von vielen (natürlich nicht allen) Männern als unwichtig abgetan. Man springt lieber in Deckung statt über die Welt nachzudenken. Genau wie es bei Spielen der Kategorie "egoshooter" verlangt wird.
Vielleicht wird einigen jetzt verständlich, weshalb der junge Mann während seines Amoklaufs nur schwerlich gestellt werden konnte. Er war in der Ausbildung zum Krieger bereits weit vorangeschritten, kannte die Wirkung von Deckungsfeuer und wusste wie man eine Waffe bedient.
Ist es also nicht gerecht den Rand der Gesellschaft, also die paar hundert Profizocker/Profipaintballer für das Blutbad verantwortlich zu machen? Es scheint fair, das einer Randgruppe mit demokratischen Mitteln ihr Hobby entzogen wird, stellt diese Randgruppe doch kaum Wählerstimmen. So kann der Großteil der Gesellschaft sich sicher fühlen. Unsere Nächsten spielen ja keine Killerspiele, Paintballwaffen besitzen sie auch nicht. Es ist zwar so, dass die meisten Amokläufer am PC trainiert haben und nicht in einer Paintballhalle, doch lässt sich Paintball schneller verbieten als Computerspiele. Denn die Spieleindustrie ist mittlerweile ein entscheidender Wirtschaftsfaktor der Gesellschaft geworden, so einer großen Lobby will ja niemand mit einem Gesetz ins Gesicht spucken. Da könnte man ja gleich Schusswaffen verbieten, soweit will doch niemand gehen. Also macht man statt eines aufklärenden Wahlkampfes der die Kernprobleme der Gesellschaft beleuchtet, lieber Wahlkampf durch Aktionismus gegen Amokläufer. Schließlich sind die Amokläufer eine große Gruppe in der Gesellschaft welche die Existenz aller schwer bedrohen. Das mit der Wirtschaftskrise war gestern. Doch die Killerspieler von heute, wer weiß, vielleicht sind sie die Amokläufer von morgen.
Sowas gehört sich einfach nicht. Da spielten Jungs mit Ausrüstung im Wert von ein paar tausend Euro Krieg, übten das Töten. Als wieder mal ein junger hilfloser Mann zur Waffe griff und seine Mitschüler, Lehrer und Unbeteiligte erschoß. Ein Riß ist in der Gesellschaft entstanden. Zwar ist die Gesellschaft sich einig solche Taten zu Verurteilen, doch streiten die Geister wie man sie verhindern kann. Manche wollen immer nur "reden", da ist ein Gesetz doch wirkungsvoller.
Da ist also dieser 17 jährige Junge der sich Papas Waffe klaut und tötet. Er läuft sozusagen "Amok", doch scheint die Tat durchgeplant. Sein Verhalten ähnelt eher dem eines Soldaten, als dem eines hilflosen Jungen. Bei der Flucht vor der Polizei gab er Schüsse ab, deckte seinen Rückzug. Benutzte Fahrzeuge als Deckung, tötete mit gezielten Schüssen. Wo hat der Junge das bloß gelernt ? Selbstverständlich da wo die Terroristen das Fliegen einer Boeing gelernt haben, am Simulator.
Ein Simulator zum Amoklaufen ? Soetwas gibt es tatsächlich, es sind die Computerspiele der sogenannten "Internetgeneration", der Kinder des "new market". Nehmen wir als Beispiel Counterstrike(Gegenschag,Gegenangriff). Schon im Titel des Ballerspiels wird deutlich welche Gefühle das Spiel hervorrufen soll. Rache, Hass, Zorn und Todesangst. Im Strudel der Freizeit gefangen, geraten unschuldige junge Menschen in den Tötungsrausch, vor allem junge Männer. Die Schule rückt beim ersten Besuch auf einem der sogenannten "hosts"(Gastgeber) des Spiels in den Hintergrund, hier ist der Tod Gastgeber. Man vergisst die Hausaufgaben nicht, man misst ihnen lediglich keine Wichtigkeit mehr zu. Wenn man nicht konzentriert und überlegt spielt, dann wird man erschossen. Die Angst im Spiel zu versagen übertönt schließlich die Angst im (wahren) Leben zu versagen. Der neuen Generation ist ein guter Job, eine gute Ausbildung und ein eigenes Haus nichts mehr wert. Neidisch blickt man auf den "Harz 4 - Empfänger", der einfach mehr Zeit in World of Warcraft(Welt der Kriegskunst) investieren kann. Eine 40 Stundenwoche voller Arbeit ? Wie soll man da noch seinen Online-Charakter entwickeln ? Die Menschen leben lieber, als dass sie sterben. Für den jungen Zocker folgt daraus, übe dich im Töten bevor du getötet wirst.
Doch was hat das Gerede über die Killerspiele jetzt mit Paintball zu tun ? - Einiges! Denn auch beim Paintball übt man das "Töten". Eigentlich trainiert man über ein Spielfeld zu laufen und dabei kleine Farbkugeln auf den Körper des Gegners zu schießen, ganz wie mit echten Waffen. Es sind vor allem junge Männer die diesen Kampf suchen. Das taktische Vorgehen, gekonntes Feuern unter Eigenbeschuß, Gelände zu lesen, Deckungen suchen, Krieg simulieren, all dies scheint junge Männer magisch anzuziehen. Der kategorische Imperativ, die Verantwortung für den Planeten und alle anderen großen Themen werden von vielen (natürlich nicht allen) Männern als unwichtig abgetan. Man springt lieber in Deckung statt über die Welt nachzudenken. Genau wie es bei Spielen der Kategorie "egoshooter" verlangt wird.
Vielleicht wird einigen jetzt verständlich, weshalb der junge Mann während seines Amoklaufs nur schwerlich gestellt werden konnte. Er war in der Ausbildung zum Krieger bereits weit vorangeschritten, kannte die Wirkung von Deckungsfeuer und wusste wie man eine Waffe bedient.
Ist es also nicht gerecht den Rand der Gesellschaft, also die paar hundert Profizocker/Profipaintballer für das Blutbad verantwortlich zu machen? Es scheint fair, das einer Randgruppe mit demokratischen Mitteln ihr Hobby entzogen wird, stellt diese Randgruppe doch kaum Wählerstimmen. So kann der Großteil der Gesellschaft sich sicher fühlen. Unsere Nächsten spielen ja keine Killerspiele, Paintballwaffen besitzen sie auch nicht. Es ist zwar so, dass die meisten Amokläufer am PC trainiert haben und nicht in einer Paintballhalle, doch lässt sich Paintball schneller verbieten als Computerspiele. Denn die Spieleindustrie ist mittlerweile ein entscheidender Wirtschaftsfaktor der Gesellschaft geworden, so einer großen Lobby will ja niemand mit einem Gesetz ins Gesicht spucken. Da könnte man ja gleich Schusswaffen verbieten, soweit will doch niemand gehen. Also macht man statt eines aufklärenden Wahlkampfes der die Kernprobleme der Gesellschaft beleuchtet, lieber Wahlkampf durch Aktionismus gegen Amokläufer. Schließlich sind die Amokläufer eine große Gruppe in der Gesellschaft welche die Existenz aller schwer bedrohen. Das mit der Wirtschaftskrise war gestern. Doch die Killerspieler von heute, wer weiß, vielleicht sind sie die Amokläufer von morgen.
Montag, Mai 04, 2009
Spannung pur...
Das ist wieder so ein Montag. Man geht in die Uni, niemand da. Man wartet auf die erste Veranstaltung, geht dann aber nicht hin. Man versucht etwas Sinnvolles zu tun, verschiebt es auf Dienstag. Man möchte alles hinschmeissen, hat aber keine Alternativen. So sitzt man rum, langweilt sich und fürchtet sich vor dem Abend. Denn am Abend wird es bewusst, man hat wieder einen Tag vergeudet. Nichts getan, nichts gewollt, nichts gegeben und nichts bekommen.
Freitag, Mai 01, 2009
Supremacy 1914
Spiel oder Simulation ? Ein Strategiespiel aus Deutschland erobert den Markt der Browsergames.
Seit einigen Wochen spiele ich nun Supremacy 1914, mit wachsender Begeisterung. Warum ich Werbung für ein Spiel mache ? Nun, weil es vielleicht mehr als nur ein Spiel ist. Mit maximal zehn Spielern startet man als Regierungschef eines der großen europäischen Länder im April 1914. Frei von historischen Zwängen bilden sich zwischen den zehn Spielern Bündnisse, entstehen Feindschaften und sehr interessante Konversationen. Dabei wirkt sich das Feature der Spionage Spielspaß fördernd aus. So kann man mittels Spionage erfahren, ob das eben geschlossene Bündnis zwischen Deutschland und Frankreich wirklich ernstgemeint ist, oder ob der Deutsche vielleicht mit Spanien eine Invasion Frankreichs plant !? Gelegentlich erfährt man so auch von privaten Aktivitäten der Herrscher, wie Grillabenden oder wichtigen Terminen an denen sie kein Internet haben. Es ist also eine Menge Diplomatie, Tücke oder Rethorik notwendig, sein Land aus Kriegen herauszuhalten. Denn auch in diesem Spiel gilt die alte Regel Machiavellis, man kann einen Krieg beginnen, doch unmöglich beenden, wann man will.
Der Krieg wird dann mittels Infanterie, Artillerie, Eisenbahnengeschützen und Schlachtschiffen geführt. Dabei verstecken sich die Gegner oft genug hinter massiven Festungen, die es dem Angreifer schwer machen ohne vernünftige Taktik einen Erfolg zu erzielen. Die enge Verknüpfung zwischen Wirtschaft und Kriegsführung ist dabei ein besonderes Glanzlicht von Supremacy 1914. So hängt die Produktion einer Provinz von der Moral der Bevölkerung ab, die verständlicherweise durch dauernde Kriege und wechselnde Besatzer stetig sinkt. So kann ein geschickter Regierungschef auch mal Provinzen angliedern ohne dabei Truppen einzusetzen, denn die sinkende Moral einer Provinz führt zu Aufständen, woraufhin sich die Bevölkerung dann einem anderen Land anschließt. Auch Spione sind bei der versteckten Kriegsführung hilfreich, so sind diese in der Lage Rohstoffe zu zerstören, Industriekomplexe mit Sprengstoffanschlägen zu beschädigen oder sogar die Steuereinnahmen einer Provinz zu stehlen. Die komplexe Wirtschaft, basierend auf Fisch, Getreide, Holz, Eisen, Öl, Kohle und Gas wird durch ein Handelssystem unterstützt, dass auch komplexe diplomatische Züge erlaubt. So lassen sich neben den Rohstoffen auch Armeen, Wegerechte und ganze Provinzen handeln.
Den Sieg im Spiel erreicht man mit 1000 Punkten, die anhand der gebauten Gebäude, der Moral der Bevölkerung und der Anzahl an Provinzen berechnet wird. Damit wird ein militärischer Alleingang eigentlich unmöglich gemacht und man steht als Einzelner immer innerhalb einer komplexen Bündnispolitik in der letztlich jeder seinen eigenen Vorteil sucht. Der Drahtseilakt zwischen guter Wirtschafts- und Außenpolitik auf der einen Seite und dem Drang endlich auch einen "Platz an der Sonne" zu bekommen, sind dabei der besondere Reiz. So unterschiedlich die Menschen sind, so unterschiedlich sind dann auch die einzelnen Spiele bei Supremacy 1914. Einige beginnen gleich Kriege mit allen Nachbarn, andere warten lieber ab und einige wenige betrachten das Browsergame sogar als Rollenspiel und spielen die historische Situation vom April 1914 nach. Dabei kommt vor allem dem "Daily European" eine besondere Rolle zu. Einer im Spiel angelegten Tageszeitung, in der neben den Spielpunkten und Ereignissen auch die Spieler selbst, Artikel verfassen können und so die Politik mitgestalten können, natürlich auch Anonym.
Es gibt aber auch ein paar negative Punkte. So wird Abends den Servern etwas heiß, die Erreichbarkeit damit eingeschränkt. Leider steigen auch viele Spieler in Spielen einfach aus, vor allem wenn sie erkennen dass sie eine ungünstige Position haben. Hier vor allem bei der Übernahme des deutschen oder marokanischen Herrschaftsgebietes. Die Entwickler von Supremacy 1914 planen die Integration eines sogenannten "Goldmark"-Systems, bei dem man für harte Euros zusätzliche Features für Spiele buchen kann. Beispielsweise bessere KI, Flugzeuge und eine Weltkarte für 30 Spieler. Doch versicherten die Entwickler, man werde die derzeit kostenlose (bugfreie) Beta beibehalten. So sind Goldmarkspiele und kostenlose Spiele grundsätzlich voneinander getrennt, Spieler mit kleiner Geldbörse müssen also nicht auf das Spiel verzichten. Der Reiz von Supremacy liegt ohnehin weniger in den vielen Features, als vielmehr in den Handlungen der Spieler selbst.
Seit einigen Wochen spiele ich nun Supremacy 1914, mit wachsender Begeisterung. Warum ich Werbung für ein Spiel mache ? Nun, weil es vielleicht mehr als nur ein Spiel ist. Mit maximal zehn Spielern startet man als Regierungschef eines der großen europäischen Länder im April 1914. Frei von historischen Zwängen bilden sich zwischen den zehn Spielern Bündnisse, entstehen Feindschaften und sehr interessante Konversationen. Dabei wirkt sich das Feature der Spionage Spielspaß fördernd aus. So kann man mittels Spionage erfahren, ob das eben geschlossene Bündnis zwischen Deutschland und Frankreich wirklich ernstgemeint ist, oder ob der Deutsche vielleicht mit Spanien eine Invasion Frankreichs plant !? Gelegentlich erfährt man so auch von privaten Aktivitäten der Herrscher, wie Grillabenden oder wichtigen Terminen an denen sie kein Internet haben. Es ist also eine Menge Diplomatie, Tücke oder Rethorik notwendig, sein Land aus Kriegen herauszuhalten. Denn auch in diesem Spiel gilt die alte Regel Machiavellis, man kann einen Krieg beginnen, doch unmöglich beenden, wann man will.
Der Krieg wird dann mittels Infanterie, Artillerie, Eisenbahnengeschützen und Schlachtschiffen geführt. Dabei verstecken sich die Gegner oft genug hinter massiven Festungen, die es dem Angreifer schwer machen ohne vernünftige Taktik einen Erfolg zu erzielen. Die enge Verknüpfung zwischen Wirtschaft und Kriegsführung ist dabei ein besonderes Glanzlicht von Supremacy 1914. So hängt die Produktion einer Provinz von der Moral der Bevölkerung ab, die verständlicherweise durch dauernde Kriege und wechselnde Besatzer stetig sinkt. So kann ein geschickter Regierungschef auch mal Provinzen angliedern ohne dabei Truppen einzusetzen, denn die sinkende Moral einer Provinz führt zu Aufständen, woraufhin sich die Bevölkerung dann einem anderen Land anschließt. Auch Spione sind bei der versteckten Kriegsführung hilfreich, so sind diese in der Lage Rohstoffe zu zerstören, Industriekomplexe mit Sprengstoffanschlägen zu beschädigen oder sogar die Steuereinnahmen einer Provinz zu stehlen. Die komplexe Wirtschaft, basierend auf Fisch, Getreide, Holz, Eisen, Öl, Kohle und Gas wird durch ein Handelssystem unterstützt, dass auch komplexe diplomatische Züge erlaubt. So lassen sich neben den Rohstoffen auch Armeen, Wegerechte und ganze Provinzen handeln.
Den Sieg im Spiel erreicht man mit 1000 Punkten, die anhand der gebauten Gebäude, der Moral der Bevölkerung und der Anzahl an Provinzen berechnet wird. Damit wird ein militärischer Alleingang eigentlich unmöglich gemacht und man steht als Einzelner immer innerhalb einer komplexen Bündnispolitik in der letztlich jeder seinen eigenen Vorteil sucht. Der Drahtseilakt zwischen guter Wirtschafts- und Außenpolitik auf der einen Seite und dem Drang endlich auch einen "Platz an der Sonne" zu bekommen, sind dabei der besondere Reiz. So unterschiedlich die Menschen sind, so unterschiedlich sind dann auch die einzelnen Spiele bei Supremacy 1914. Einige beginnen gleich Kriege mit allen Nachbarn, andere warten lieber ab und einige wenige betrachten das Browsergame sogar als Rollenspiel und spielen die historische Situation vom April 1914 nach. Dabei kommt vor allem dem "Daily European" eine besondere Rolle zu. Einer im Spiel angelegten Tageszeitung, in der neben den Spielpunkten und Ereignissen auch die Spieler selbst, Artikel verfassen können und so die Politik mitgestalten können, natürlich auch Anonym.
Es gibt aber auch ein paar negative Punkte. So wird Abends den Servern etwas heiß, die Erreichbarkeit damit eingeschränkt. Leider steigen auch viele Spieler in Spielen einfach aus, vor allem wenn sie erkennen dass sie eine ungünstige Position haben. Hier vor allem bei der Übernahme des deutschen oder marokanischen Herrschaftsgebietes. Die Entwickler von Supremacy 1914 planen die Integration eines sogenannten "Goldmark"-Systems, bei dem man für harte Euros zusätzliche Features für Spiele buchen kann. Beispielsweise bessere KI, Flugzeuge und eine Weltkarte für 30 Spieler. Doch versicherten die Entwickler, man werde die derzeit kostenlose (bugfreie) Beta beibehalten. So sind Goldmarkspiele und kostenlose Spiele grundsätzlich voneinander getrennt, Spieler mit kleiner Geldbörse müssen also nicht auf das Spiel verzichten. Der Reiz von Supremacy liegt ohnehin weniger in den vielen Features, als vielmehr in den Handlungen der Spieler selbst.
Hirschbrunft(II)
Hier nun die Fortsetzung der Hirschbrunft.
Klick, Klack, Klick, Klack, Klick, Klack. Die Warnblinkanlage des des alten Mercedes 190d schien eine Warnung zu schreien. Keine zwanzig Meter von der Straße entfernt untersuchte Erhardt Hanf den grausigen Schauplatz, während der Schatten zwischen Mercedes und Leitplanke ins Gebüsch glitt. Erhardt beugte sich gerade über ein Büschel Haare, der Schatten kroch leise näher. "Dat siht us, als wär et van nem Hiirsch." Erhardt nahm die Axt und die Jacke, dreht sich herum und ging Richtung Mercedes. "Dat muss ich demm Förschter zeeje." Gerade als der alte Mann die Stelle des Schatten passierte, dröhnte ein langezogener Brunftschrei durch den Wald. Da blitzte es neben Erhardt im Gebüsch auf, ein Hirschfänger schnellte zwischen die Rippen, traf das Herz. Zu benommen vom Schmerz viel er zu Füßen des Schattens nieder, lautlos mit offenen Augen starrte Erhardt in den Schatten.
Der Schatten zog die zweite Leiche in den Bunker. Erschöpft von der Anstregung lehnte er sich gegen die Betonwand. Minuten vergingen, dann erst begann er seine Arbeit. Langsam und bedächtig zerlegte er die erste Leiche in völliger Dunkelheit. Er tastete mit hageren Fingern jede einzelne Sehne, jeden Muskel, jeden Hautlappen ab, bevor er mit einem scharfen Messer präzise Schnitte vornahm. Er wusste, dass er sich beeilen musste. Der Mercedes würde im Laufe des Tages die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich ziehen. Sie würden den Halter feststellen, die Stelle mit Blut finden und die nähere Umgebung absuchen. Der Schatten wusste, sie würden nichts finden das ihn zu sich führen konnte, doch sie würden spätestens Morgen Hunde einsetzen. Die feinen Nasen der Hunde würden kein Problem haben ihn hier ausfindig zu machen. Deshalb musste noch in dieser Nacht mit dem Fleisch der zweiten Leiche eine falsche Fährte legen, um den Bunker nicht zu enttarnen. Bis tief in die Nacht arbeitete der Schatten schnell und konzentriert, schließlich beendete er im grauen des Tages sein Werk, Fleisch hing in einem Nebenraum des Bunkers, umfunktioniert als Räucherhaus. Sanft zogen kleine Wölkchen Rauch aus dem Abzug des Bunkers, während der Schatten mit den abgetrennten Hautlappen Erhardts den Bunker verließ.
Er war geübt darin Hunden eine falsche Fährte zu legen, zu oft schon hatten Förster ihm nachgestellt, hatten versucht den Wilderer zu schnappen, der sich ihre besten Hirsche schnappte. Doch niemals hatte man ihn gefunden, auch die Leiche des alten Mannes würde das nicht ändern. Die Haut des alten Mannes war ideal um eine neue Geruchsspur für die Hunde zu legen, dabei war zu beachten das man dem Hund vortäuschte die alte Spur des alten Mannes sei nicht notwenig zur Zielerfüllung. Hunde können differenziert die Spuren eines einzelnen Menschen riechen, es reicht also nicht einfach die alte Spur zu überdecken, vielmehr muss man den Hund beim Suchen auf die neue Spur erziehen. So verlegte der Schatten die neue Spur über die alte, dabei ging er mehrfach mit der neuen Spur von der alten fort und wieder zurück. Er wusste, sollte der Hund etwas finden, würde der Hundeführer ihn loben. Also positionierte der Schatten die blutige Mütze des alten Mannes auf einem Teil der neuen Spur die weit von der alten entfernt war. Nach einer weiteren Schleife ließ er an einem Brombeerstrauch ein paar Kleidungsfetzen zurück, damit sollte er die Hunde und ihre Führer überlistet haben und die Hunde nun auf die neue Spur eingeschworen sein. So legte der Schatten eine Fährte weg vom Bunker, in Richtung Parkplatz Weißer Stein. Dort rieb er mit der Haut den Kofferraum eines der Autos ein und band die Hautlappen unter die Achse des Wagen. Anschließend setzte er sich auf eine Bank und wartete auf den Fahrer. Er würde sich einige Kilometer mitnehmen lassen und so seine eigene Spur von der Fährte erst trennen, wenn er sicher sein konnte, dass die Hunde nicht mehr auf der Fährte waren. So fuhr er als Anhalter mit nach Schleiden. Angekommen kaufte er sich eine Tageskarte im Hallenbad, wurde den Blutgeruch im chlorigen Wasser los.
Die Leiche Erhardt Hanfs wurde nie gefunden. Die Polizei erklärte das Verbrechen mit einem Raubmord und so vergaßen die Zeitungen das Thema nach einer Woche. Er hatte Erfolg gehabt, und das zusätzliche Fleisch würde ihn gut durch den nahenden Winter bringen.
Klick, Klack, Klick, Klack, Klick, Klack. Die Warnblinkanlage des des alten Mercedes 190d schien eine Warnung zu schreien. Keine zwanzig Meter von der Straße entfernt untersuchte Erhardt Hanf den grausigen Schauplatz, während der Schatten zwischen Mercedes und Leitplanke ins Gebüsch glitt. Erhardt beugte sich gerade über ein Büschel Haare, der Schatten kroch leise näher. "Dat siht us, als wär et van nem Hiirsch." Erhardt nahm die Axt und die Jacke, dreht sich herum und ging Richtung Mercedes. "Dat muss ich demm Förschter zeeje." Gerade als der alte Mann die Stelle des Schatten passierte, dröhnte ein langezogener Brunftschrei durch den Wald. Da blitzte es neben Erhardt im Gebüsch auf, ein Hirschfänger schnellte zwischen die Rippen, traf das Herz. Zu benommen vom Schmerz viel er zu Füßen des Schattens nieder, lautlos mit offenen Augen starrte Erhardt in den Schatten.
Der Schatten zog die zweite Leiche in den Bunker. Erschöpft von der Anstregung lehnte er sich gegen die Betonwand. Minuten vergingen, dann erst begann er seine Arbeit. Langsam und bedächtig zerlegte er die erste Leiche in völliger Dunkelheit. Er tastete mit hageren Fingern jede einzelne Sehne, jeden Muskel, jeden Hautlappen ab, bevor er mit einem scharfen Messer präzise Schnitte vornahm. Er wusste, dass er sich beeilen musste. Der Mercedes würde im Laufe des Tages die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich ziehen. Sie würden den Halter feststellen, die Stelle mit Blut finden und die nähere Umgebung absuchen. Der Schatten wusste, sie würden nichts finden das ihn zu sich führen konnte, doch sie würden spätestens Morgen Hunde einsetzen. Die feinen Nasen der Hunde würden kein Problem haben ihn hier ausfindig zu machen. Deshalb musste noch in dieser Nacht mit dem Fleisch der zweiten Leiche eine falsche Fährte legen, um den Bunker nicht zu enttarnen. Bis tief in die Nacht arbeitete der Schatten schnell und konzentriert, schließlich beendete er im grauen des Tages sein Werk, Fleisch hing in einem Nebenraum des Bunkers, umfunktioniert als Räucherhaus. Sanft zogen kleine Wölkchen Rauch aus dem Abzug des Bunkers, während der Schatten mit den abgetrennten Hautlappen Erhardts den Bunker verließ.
Er war geübt darin Hunden eine falsche Fährte zu legen, zu oft schon hatten Förster ihm nachgestellt, hatten versucht den Wilderer zu schnappen, der sich ihre besten Hirsche schnappte. Doch niemals hatte man ihn gefunden, auch die Leiche des alten Mannes würde das nicht ändern. Die Haut des alten Mannes war ideal um eine neue Geruchsspur für die Hunde zu legen, dabei war zu beachten das man dem Hund vortäuschte die alte Spur des alten Mannes sei nicht notwenig zur Zielerfüllung. Hunde können differenziert die Spuren eines einzelnen Menschen riechen, es reicht also nicht einfach die alte Spur zu überdecken, vielmehr muss man den Hund beim Suchen auf die neue Spur erziehen. So verlegte der Schatten die neue Spur über die alte, dabei ging er mehrfach mit der neuen Spur von der alten fort und wieder zurück. Er wusste, sollte der Hund etwas finden, würde der Hundeführer ihn loben. Also positionierte der Schatten die blutige Mütze des alten Mannes auf einem Teil der neuen Spur die weit von der alten entfernt war. Nach einer weiteren Schleife ließ er an einem Brombeerstrauch ein paar Kleidungsfetzen zurück, damit sollte er die Hunde und ihre Führer überlistet haben und die Hunde nun auf die neue Spur eingeschworen sein. So legte der Schatten eine Fährte weg vom Bunker, in Richtung Parkplatz Weißer Stein. Dort rieb er mit der Haut den Kofferraum eines der Autos ein und band die Hautlappen unter die Achse des Wagen. Anschließend setzte er sich auf eine Bank und wartete auf den Fahrer. Er würde sich einige Kilometer mitnehmen lassen und so seine eigene Spur von der Fährte erst trennen, wenn er sicher sein konnte, dass die Hunde nicht mehr auf der Fährte waren. So fuhr er als Anhalter mit nach Schleiden. Angekommen kaufte er sich eine Tageskarte im Hallenbad, wurde den Blutgeruch im chlorigen Wasser los.
Die Leiche Erhardt Hanfs wurde nie gefunden. Die Polizei erklärte das Verbrechen mit einem Raubmord und so vergaßen die Zeitungen das Thema nach einer Woche. Er hatte Erfolg gehabt, und das zusätzliche Fleisch würde ihn gut durch den nahenden Winter bringen.
Google begleicht alte Schuld.
Nach zähen Verhandlungen ist es dem Wirtschaftsministerium endlich gelungen, Google bezahlt seine Schuld. Damit werde der Sieberath'sche Haushalt zwar nicht konsolidiert, doch sei dies ein positives Zeichen, meinte ein Sprecher des Wirtschaftsministerium in Kamberg. Die geplanten Sanktionen gegen Google seien damit unnötig geworden, weiter hoffe man auf eine Verbesserung der Beziehungen zwischen Sieberath und Google. Ein Sprecher von Google kommentierte den Vorgang wie folgt: "Wasnt sccessfully provisioned".
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