Freitag, Januar 29, 2010

Formspring me!

Es ist die große Zeit der Selbstdarstellung im Internet. Jeder ist bemüht seinen Facebook-Account mit Freundschaften aufzublähen. Bei Twitter sucht man "follower" und inspiziert die Aufrufe des eigenen Blogs in regelmässigen Abständen. Jetzt gibt es das neueste Feature der Selbstdarstellung im Web2.0, formspring.me.
Entdeckt habe ich das ganze durch Julia Seeliger, irgendwo im Web hab ich aufgeschnappt das sie formspringed. Also hab ich mich als "echter" Seeliger-Fan natürlich angemeldet und es gleich mal ausprobiert. Formspring bietet eine Verknüpfung zu Twitter, Facebook und Blogspot, Verbreitung garantiert. Das ich bisher bereits mehr als 20 Fragen gestellt bekommen habe verwundert mich allerdings. Bisher dachte ich nicht, dass es Menschen gibt die sich für so seltsame Dinge wie "Wann hast du das letzte mal bei einem Film geweint?" oder "Was ist dein allerliebster html Befehl?" interessieren.
Nichts desto trotz, formspring ist "die" Methode sich im Netz darzustellen. Es macht halt viel mehr Spaß Fragen zur eigenen Meinung oder Person zu beantworten, als bei Twitter dem Mainstream folgend News zu posten um das Interesse an der eigenen Person zu wecken. Man fühlt sich bei formspring.me wahrgenommen. Wie weit die Fragen dabei ins persönliche abdriften und inwiefern man diese beantwortet, bleibt aber glücklicherweise jedem selbst überlassen.
Die Fragen werden anonym gestellt und nur bereits beantwortete Fragen werden im eigenen Profil angezeigt. Vergleichen könnten man formspring.me mit dem alten Spiel Flaschendrehen oder "Wahrheit oder Pflicht". Wobei sich die Pflicht darauf beschränkt eben keine Fragen zu beantworten. Mal sehen wie sich formspring.me in der Zukunft entwickelt, personalisierte Werbung kommt bestimmt.