Ariakans Blog

Mittwoch, Februar 29, 2012

Mensch ärgere dich nicht, eile mit Weile!

Indische Arbeitskollegen, kennt das wer? Einfach großartig, oder? Also entgegen einiger bayrischer Innenminister bin ich ja strikt für die sog. "Multikulti-Gesellschaft". Denn sie bereichert mein Leben. Klar, es ist auch angenehm hinterm Maschendrahtzaun mit Karl, Willhelm und Friedrich eine Runde "Mensch ärgere dich nicht" zu spielen, aber seien wir ehrlich. Wer hält das länger als zwei Weltkriege, endlose Literaturzensuren und ständige Bundespräsidentenrücktritte aus? Ich wohl nicht sehr lange, bin wohl kein guter Deutscher in deren Augen. Aber naja, lieber ein guter Mensch als ein guter Deutscher. Doch beginnen wir diesen kleinen Eintrag von vorne.
Wir gingen in der Mittagspause gerade vom Edeka zurück zum Institut als wir über die Mentalität verschiedener Kulturen zum Thema Glücksspiel sprachen. "In india gambling(das Glücks-/Spiel spielen um Geld) is forbidden from society. We don't have casinos and stuff like that." Ganz im Gegenzug zu Deutschland, hier gibt es zwar Gesetze zum Schutz von Spielsüchtigen, aber die Norm ist ja nicht süchtig,  das ist sie niemals. Doch wehe dem der sagt, man habe vor ein ganzes Jahr keinen Alkohol zu trinken, dann drehen se alle durch. Naja, egal. Ich war dann aber doch neugierig, denn ich kannte keine indischen Spiele und wollte wissen was sie mit ihren Kindern spielen. Und dann erklärte er mir ein Spiel dessen Regeln mich sehr stark an "Mensch ärgere dich nicht." erinnerten. Wir haben dann versucht zu klären wer denn nun das Spiel ursprünglich entdeckt hat und mein freundlicher Kollege erzählte mir dann folgende Geschichte.
Vor langer Zeit lebten einmal zwei Brüder, die teilten sich das Königreich ihre Vaters. Sie spielten zusammen mit ihren Kindern Chausar oder Pachisi. Durch ihren königlichen Ehrgeiz angestachelt setzten sie immer höhere Einsätze auf den Ausgang des Spieles und am Ende verspielte einer der Könige sogar seine Frau, die Königin. Dann kam es zu einem furchtbaren Krieg zwischen den beiden Königen und viele Menschen starben. Seither ist das Spielen um Einsätze verboten. 
Ich finde es sehr beeindruckend wie das Spiel, das Teil dieser uralten indischen Mythologie bis heute zwar immer noch gespielt wird, doch von den Indern so gut wie nie um Geld gespielt wird. In Deutschland ist man da ja etwas lockerer zu Gange. Meine Neugier war jedenfalls geweckt und so habe ich mich mal etwas über "Mensch ärgere dich nicht" schlau gelesen. Hier die Fakten:

Der Geschichte von "Mensch ärgere dich nicht" lässt sich bis ca. 60 v.Chr. nach Korea zurückverfolgen. Dort spielt man heute noch das ursprüngliche Spiel mit dem Namen Yut. Seine Beliebtheit trug das Spiel dann bis nach Indien, wo es unter dem Namen Chaupar und später als Pachisi(600 n. Chr.) bekannt wurde. Eine erste Erwähnung des Spiels im europäischen Kulturkreis findet sich in Thomas Hyde, De Ludis Orientalibus aus dem Jahr 1694. Im Jahr 1864 wurde eine europäische Adaption von Pachise mit dem Namen Patchesi veröffentlicht. 1896 folgte dann eine kindgerechte Version mit dem Titel "Ludo", die bis heute vertrieben wird. Eben dieses Ludo war es, dass der Gründer der "Schmidt Spiele", Josef Friedrich Schmidt, in den Wintermonaten 1907/1908 in seiner Werkstatt in München erfand. Doch schien das Spiel zu Beginn ein Flop zu werden. Erst durch den 1. Weltkrieg und die große Langeweile in deutschen Lazaretten wurde das Spiel ein Erfolg. Schmidt schickte 3000 Spiele(die vermutlich nicht verkaufbar waren) an deutsche Lazarette. Durch die aufkommende Mundpropaganda schaffte Schmidt es dann bis 1920, das Spiel rund eine Million mal zu einem Preis von 35 Pfennig das Stück zu verkaufen. Bis heute wurden rund 70 Millionen Spiele verkauft und machten "Mensch ärgere dich nicht" damit zum erfolgreichsten Gesellschaftsspiel in Deutschland.
Das Markenrecht hat übrigens zu einer Vielzahl von Varianten des Pachisi geführt. So ist beispielsweise das schweizer Spiel "Eile mit Weile" des selben Ursprungs wie "Mensch ärgere dich nicht.".
Ob ich jetzt die Illusion meines indischen Arbeitskollegen zerstöre und ihm sage, dass ein Koreaner jenes Spiel erfunden hat, welches die Mentalität Indiens nachhaltig beeinflusst hat?

Freitag, Februar 24, 2012

Karneval zu Ende. - Endlich!

Sonntag:
Tatsächlich den ganzen Tag gezockt und nebenbei zahlreiche Podcasts gehört. Ach wie fein!
Hier eine Liste feiner Podcasts. iPad sei Dank!
http://cre.fm/
https://gameone.de/blog?tag=podcast
Montag:
Ich mag Karneval ja. Man kann ungestört den Tag zu Hause verbringen, während der Rest der Welt denkt man feiere irgendwo mit viel Schnaps das Leben als Rheinländer. Tue ich aber nicht! Erstens trinke ich immer noch nix und Zweitens ist mir Karneval und seine besoffenen Akteure ein echter Graus. Also werde ich auch den Rosenmontag damit verbringen das Internet leer zu lesen und etwas zu zocken. Punkt. Abends bin ich dann doch nach Bonn gefahren. Mutig! Es war skurril, denn Endenich war wie leer gefegt. Ok, immer noch ziemlich dreckig, aber keine Menschen da. Auf dem Weg vom Kaisers zum Bücherschrank ist mir niemand begegnet und es war auch niemand in den Kneipen. Seltsam, seltsam. Spät Abends habe ich dann gesehen das @ellebil wohl beim Pubquiz war, aber wir sind ja erst für die kommende Woche verabredet. Außerdem hab ich mich ob der bedrohlichen Kulisse nicht mehr auf die Straße getraut. Zombies zu Karneval, was ein Horror!
Dienstag:
Arbeit. Ach was soll ich hier von der Arbeit berichten. Es weiß doch sowieso jeder wie das an einem Karnevalsdienstag in rheinischen Büros so ist. Viel schlimmer ist diese Nachricht hier -> Santorum gewinnt mehr und mehr Vorwahlen. Der Typ sagt zu schwanger gewordenen Vergewaltigungsopfern statt abzutreiben sollen sie das "Geschenk Gottes" annehmen und er betrachtet Muslime als die natürlichen Feinde der USA, weil die ihren Glauben zu "wörtlich" nehmen. Sollte Wixer wirklich Präsident werden, kann ich die beispiellosen Aufrüstungspläne der Russlands nur unterstützen. Ich weiß, ich weiß, ich wollte nicht  mehr so viele News lesen, aber ich konnte es mir nicht verkneifen das mit zu kriegen.
Mittwoch:
Champions League Intermezzo. Wer hat gestern den SSC Neapel bewundert wie er den FC Chelsea 3:1 abgefertigt hat? Unglaublich oder? Es war eine ware Freude diese kleinen Italiener dabei zu beobachten wie sie den grundsätzlich 2 Köpfen größeren Chelseaspieler die Bälle abgelaufen haben. So muss Systemfußball aussehen. Schade das mein Verein, der 1. FC Köln, keine Spieler hat die intelligent genug sind so ein System zu verstehen und auch anzuwenden. Gleich spielt der "große" FCB gegen Basel. Ich mag die Bayern ja nicht, das gilt übrigens für alle Ebenen. Kultur, Menschen, Dialekt, Fußball, Selbstbild,... ach  da könnte ich nen eigenen Blog drüber schreiben...
Oje, was haben die Bayern denn da abgeliefert? Wollte man sich für den wichtigen Kampf um Platz 3 in der Liga schonen? Verkackte Profis... Ein Robben ist Momentan einfach nicht aufstellbar. Selbst in der Kreisliga C kennt doch schon jeder seine Masche mit einer Körpertäuschung nach Innen zu ziehen. Dann dieser egozentrische Koksfranzose auf der anderen Seite und ein Gomez der lieber ins Sonnenstudio geht anstatt mal an seiner Balltechnik zu arbeiten. Pff. Dazu kommt ein kleiner Streber namens Lahm als Kapitän. Selbst für den Kapitänsposten auf der Fischstäbchenpackung ist der Typ ungeeignet. Unfassbar. Wenn es so weiter geht, dann haben die Bayern Glück wenn sie in der kommenden Saison im UEFA-Pokal spielen dürfen. Die 90 Minuten hätte ich mir besser Modeblogs angesehen.
Donnerstag:
Was für ein gewaltiger Name! Also wenn ich die Wahl hätte, dann wäre der Donnerstag der erste Tag des Wochenendes. Sollte die Welt mal wirklich untergehen, dann doch an einem Donnerstag, oder? Ich mag dieses Wort. Rumstag oder Bumbstag klingen affig, aber DONNERSTAG! Super! Egal, es gibt etwas feines zu berichten. Und zwar habe ich etwas wiederentdeckt das mir der gute alte Nevid einst gezeigt hat. Damals lebte ich mit ihm zusammen, er hatte mich als Ersatz für seine Freundin gebucht die ihn traurigerweise verlassen hatte. Bei ihrem Einzug hatte ich noch gewitzelt, dass sie mindestens 10 Jahre in dieser Wohnung bleiben müssten, weil dieser dämliche Eichenschrank so schwer war. Nun, das hat nicht ganz hingehauen. Egal. Was ich euch allen zeigen wollte. Es ist fantastisch, im wahrsten Sinne des Wortes. Auf dem iPad kann man ja viele tolle Apps benutzen und ne Menge Geld darin verschwenden. Und heute habe ich was sehr feines entdeckt. Comics! Und zwar ganz speziell diesen hier.



Das ich in meinem Alter nochmal mit Comics anfange hätte ich nicht gedacht, aber dieser Comic hat was. Dazu gibt es auch noch eine kleine Rezension der FAZ. Also denn, schlaft gut ;)





Freitag:


Hurra! Es ist Wochenende! Wurde auch Zeit! Da es Wochenende ist möchte ich hier auf ein kleines Hobby meinerseits verweisen. YouTube! Eine Frau in ner Bar klarmachen, dass ist doch ein Mythos.


Das interessante am Schlager ist ja der Fakt, je älter umso lustiger werden die. Irgendwas ist da wohl passiert im Schlagergenre, dass aus den Comedian Harmonists koksende Weichspüler ala Roy Black geworden sind. Oder findet man auch heute noch etwas Selbstironie im Schlagergenre? 


Ein moderner Otto Reuter sozusagen.





Samstag:


Kinotag! Zwei Freunde.. ne, französischer Film, ne... Ziemlich beste Freunde... tja, was soll ich sagen. 
Da uns abgesagt wurde, sind wir nur ein wenig durch die Gegend gefahren und haben Holland, Belgien und Aachen unsicher gemacht. Die Unterschiede zwischen Holland und Belgien waren dabei enorm. Holland reich, Belgien bitterarm.






Mittwoch, Februar 22, 2012

Ein alter Blogeintrag - Left4Dead


wave to publiclist@ariakan | Edited 1 Time.
Nähe Bonn, 11.September 2048
Hallo Freunde,

meine Geschichte beginnt in Bonn-Siegburg, in meiner Wohnung.

Als das Wecksignal des Knopfempfängers in meinem Ohr ertönte quälte ich mich aus dem Bett. So viele Erfindungen und immer noch ist das allmorgendliche Aufstehen für die meisten Menschen eine Qual. Auf dem Weg ins Bad zog ich meine VR-Brille an, die Neueste für das V-Net. Zunächst hatten die Brillen nur das Internet revolutioniert, anschließend die Gesellschaft. Die virtuelle Realität ist nun immer präsent, vom Horoskop bis zur staatlichen Drogenkontrolle. Diese Brillen sind in der Lage alle gewünschten und unerwünschten Information direkt auf die Netzhaut zu projizieren. Ihre Microcams erfassen die Umgebung und Augenbewegungen ihres Trägers. Müde hielt ich die elektrische Zahnbürste in meinen Mund. Die ersten Waves wurden auf die Netzhaut projeziert, Grillparty am Abend, Quellensichtung in der Uni, Date mit Stina. 
Was meinem Vater noch verwehrt blieb, war heute selbstverständlich. Der kostenlose Zugang ins VR-Net ist heute tief im Selbstverständnis der Menschen verwurzelt. Heute bezahlt niemand mehr um ins Netz zu kommen, eher das Gegenteil ist der Fall. Damals mussten sich die DigitalNatives noch in dunklen Kellern vor energiefressende Computer setzen, heute liegt die Quote der DigitalNatives bei über neunzig Prozent. Die sogenannten Analogen, entweder körperlich massiv benachteiligte oder spirituelle Spinner werden heute ob ihrer Offline-Mentalität oft genug diskriminiert und ausgegrenzt, meist sogar als Gefahr wahrgenommen. 
Wer heutzutage nicht im V-Net ist, sich also von der Gesellschaft abkehrt hat ein Problem, ist ein Problem. Der Wächterrat des V-Net ist so eng mit der Regierung verschmolzen, dass man ohne Connect ins V-Net kaum noch als Staatsbürger gelten kann. Den meisten Menschen ist das ziemlich recht, schließlich bietet das V-Net eine endlose Möglichkeit seinen Interessen nachzugehen und in der virtuellen Realität zu sein wer oder auch was man will. Spiele bestimmen das Leben der meisten Menschen. Sie halten sich damit fit, trainieren neue Fähigkeiten und setzen sich immer neue Ziele. Kein Vergleich mehr zu den Spielen vor 40 Jahren, wo man vor großen Kisten anspruchslos auf Maus und Tastatur gehämmert hat.
Heute startet man das Spiel und das VR integriert dank Netzhautprojektion den Content als Overlay in die Realität. Die Spiele dienen wieder dem ursprünglichen Sinn. Eine vom VR durchsetzte Gesellschaft braucht keine Polizei mehr, braucht keine Truppen mehr. Lediglich ein paar Waffenzentren und die Verpflichtung der Bürger die VR-Verbindung aufrecht zu erhalten und den Befehlen der Führung folge zu leisten. Vom Notfall bis zum Eintreffen der Hilfskräfte dauert es so oft weniger als 20 Sekunden. Gezielt kann das VR die Menschen zusammenführen und nach Fähigkeiten geordnet Hilfe zum entsprechenden Ort leiten. Selbst Notoperationen können so von Dilettanten erfolgreich durchgeführt werden.
So spielt heutzutage eigentlich jeder, je nach Begabung und Interessen konnte man somit seine geistigen und motorischen Fähigkeiten perfektionieren. In dieser Woche hatte ich allerdings kein sinnvolles Spiel ins Auge gefasst. Im Rahmen meiner Prüfungsvorbereitung an der Universität wollte ich etwas seichtes spielen. So kam es, dass ich an diesem schicksalhaften Tag Left4Dead4D in meinem Gameaccount aktivierte. 




Bonn, Innenstadt

Ich saß gerade in der Straßenbahn und las die aktuellste Wave zu einem Historikerstreit über den  2. Kaukasuskrieg. Vertieft in die Forschungsdisskusion bemerkte ich die zerlumpten Gestalten erst sehr spät. Es waren zwei und sie rannten durch die Straßenbahn direkt auf mich zu, erst als die Waves transparent wurden begriff ich die Situation. Zwei Zombies, nur Meter entfernt, stürmten auf mich zu. Ich zog die Colt Freestyle, vor Schreck schoss ich ein halbes Magazin auf die Viecher. Die Körper fielen reglos zu Boden, glücklich ausgegangen. Die Waves wurden wieder deutlicher auf mein Auge projeziert und ich studierte weiter.
In der Universität angekommen begab ich mich zur Seminarsbibliothek. Verärgert über mein Erscheinen gab mir die Aufsicht nur einen kurzen Blick auf meinen freundlich gemeinten Gruß zurück. Vermutlich hatte ich ihn bei einem Film gestört. Mein Vater hatte noch lachend davon erzählt wie die Aufsichten in der Universität die Bild-Zeitung gelesen hatten, heute las kaum noch jemand. Das lesen war eine von vielen als elitär angesehene Beschäftigung für Intellektuelle und einige der Analogen, die breite Masse bevorzugte Audio-Visuelle interaktion oder die direkte Informationsübertragung über einen Neuralconnector. Als Student für Geschichte blieb mir jedoch keine Wahl als zu lesen. So konservativ die meisten Unis auch waren, nahezu alle hatten ihre Archive mittlerweile digitalisiert. Einzig die Uni Bonn war dazu nicht imstande, restriktive Richtlinien die man der Uni auferlegt hatte verhinderten den Fortschritt meiner alma mater. Die Uni Bonn sollte eine der analogen Unis bleiben, damit im Fall der Fälle ein analoges Backup über das Wissen Deutschlands vorhanden war. Schließlich könne das Internet ausfallen, analoge Stümper und ihre Gesetze. So war ich gezwungen regelmässig physikalisch in die Uni zu fahren um einige der Bücher in die Hand zu nehmen. Der Digiscan meiner VR-Brille erledigte dann den Rest, rückständiges Bonn. 
Das Scharren bemerkte ich lange bevor das Vieh durch die Tür brach, mein Skill war noch nicht richtig eingestellt, entsprechend leicht fiel es mir den Zombie unschädlich zu machen als er in die Bibliothek stürmte. Ein gezielter Kopfschuss und das Vieh lag tot auf dem Boden. Danach widmete ich mich wieder der Arbeit und scannte Bücher. Es dauerte eine ganze Weile bis ich die 400 Seiten durchgearbeitet hatte und mich einer pochenden Wave widmen konnte. Ich wusste sie würde von Stina sein, würde eine Bitte enthalten, würde mich wütend machen. 
"Ariakan, wie oft muss ich dir das noch erklären? Wenn du meine MP3-Sammlung benutzt, dann codiere sie danach wieder! Du weißt genau wie ich es hasse, wenn ich nach Hause komme und meine Speicher sind für jedermann offen zugänglich! Das verletzt meine Privatsphäre, lern das endlich mal! Ich muss heute Nachmittag noch weg, wir können ja später mal schaun..."
Noch vor 6 Monaten hatte Stina keine Ahnung von MP3s gehabt, heute betrachtete sie dieses alte Format als ihren persönlichen Besitz. Mittlerweile waren die modernen Musikformate von Werbung durchsetzt. Ihre Qualität nahm nach wenigen Wochen ab sofern man nicht einen der teuren Premiumverträge mit EMI abgeschlossen hatte. MP3s waren heutzutage verboten, doch es gab immer noch Lücken im V-Net mittels derer man ins alte Internet gelangen konnte. Hier war die Freiheit der Information die noch zu Beginn des Jahrhunderts vorgeherrscht hatte konserviert. Eine völlig freie Welt, in der es jedem möglich war die Kultur dieser vergangen Zeit zu durchstöbern. Ich hatte Stina erst darauf gebracht das es so etwas wie das Internet und MP3s gab, sie hatte keine Ahnung gehabt. Heute basiert unsere Beziehung auf dem gemeinsamen Konsum dieser alten Kulturleistungen.
Gerade als ich meine Antwort in die Wave getippt hatte hörte ich Schritte auf dem Flur vor dem Archiv. Ich zog meine virtuelle Colt Freestyle und aktivierte die GUI zur besseren Zielauffassung. Es klopfte, Zombies die klopfen? Ich senkte meine Arme, ging langsam zur Tür. Wer konnte das nur sein? Um diese Zeit ist das Seminar immer leer. Ich öffnete die Tür, da stand ein kleines Mädchen vor mir und starrte mich an. 
"Was willst du denn hier kleines ?" 
"Mich verstecken."
"Verstecken? In einem Archiv? Vor wem denn?"
"Vor den toten Männern."
Erst jetzt erkannte ich das es eine Virtuelle war. Der Skill wurde offenbar angepasst. 
"Na gut, komm herein und setz dich da auf den Stuhl.
Die Virtuelle setzte sich hin, gleich danach erschienen große Terassenfenster an den Wänden. Es war klar, dass die Zombies die neuen Eingangsmöglichkeiten nutzen würden. Also bezog ich eine Stellung in der Ecke gleich neben der Tür und wartete. Um sich blickend erstarrte das Mädchen als es die ersten Zombies durch die Fenster brechen sah. Die ersten Kugeln hagelten auf sie nieder. Der Raum füllte sich immer weiter mit Zombies, was für ein Spaß. Schießen, nachladen und wieder schießen. 
Gerade als ich das Gefühl hatte sie würde mich überrennen lösten sich die restlichen Zombies auf, das Mädchen auf dem Stuhl verschwand und ein roter Pfeil signalisierte mir den Raum zu verlassen. Ausgerechnet jetzt, eine Aufforderung des Zivilschutz. Irgendwo in unmittelbarer Nähe war etwas geschehn oder geschah immer noch, dass die Aufmerksamkeit der Bürger erforderte. Der Zivilschutz hatte oberste Priorität im V-Net, mir blieb nichts übrig als dem Richtungssignal zu folgen. 
"Übergriff auf Zivilperson. Alle verfügbaren Bürger sofort zum Standort." 
Ich traf als zweiter ein, die Aufsicht in der Bibliothek war bereits vor Ort. Ihr wurde durch das V-Net gerade detailliert erklärt welche erste Hilfe er zu leisten hatte. Vor mir lag eine Frau, bewusstlos mit einer blutigen Kopfwunde. 
"Bürger Ariakan. Sichern sie den Bereich. Warten sie bis eine Medizineinheit eintrifft."
Im virtuellen Sichtfeld begannen rote Pfeile aufzutauchen. So etwas hatte ich noch nicht gesehen. 
"Militärische Übernahme. Authorisierung 24553@notverordnung.ariakan.de. Begeben sie sich umgehend zum Verteilungspunkt 4815162342 zur Waffenaufnahme. Aufstandswarnung. Aufstandswarnung. "
Verwirrt ließ ich den Mann und die Frau zurück. Ich rannte die Straße am Seminar zum Rheinufer hinab.  Der Waffenbereitstellungspunkt lag etwa 200 Meter südlich. Schon von weitem konnte ich sehen, wie sechs weitere Bürger zum Bereitstellungspunkt liefen.

Bonn, unterhalb des Alten Zolls

Waffenbereitstellungspunkt 4815162342, Ausgabe G33 und Munition. Einstellung der Waffe auf tödlich. DNA-Verifizierung des Bürgers Ariakan. DNA korrekt. Waffen sind freigeschaltet, bitte vorsichtig handeln. Setzen sie ihre VR-Brillen nicht mehr ab. Gefahrenstufe hoch. 
Auftrag ist die Sicherung der Rheinstraße nach Norden. Jedes vordringen nach Süden durch Zielpersonen ist auch unter Einsatz von Waffengewalt zu verhindern.
Bürger Ariakan, Sicherung des rückwertigen Raums. Zielkorridore beachten. 
Das System teilte mich und die sechs anderen in zwei Gruppen ein. Mit einem weiteren sollte ich den rückwärtigen Raum sichern und damit die Flanke der Hauptgruppe schützen. Durch das Adrenalin wurde mir leicht schwindelig. Noch nie hatte ich eine echte Waffe in der Hand gehalten, ich war aufgeregt.
Die ersten Schüsse fielen bei der zweiten Gruppe. Grunzende Rufe und verzweifelte Schreie kündigten eine Welle der vermeintlichen Aufständischen an. Verwirrt durch die Geräusche bemerkte ich zu spät das einige in meinen Zielkorridor eindrangen. Sie sahen aus wie die Zombies aus dem Spiel. Verdammt, wie konnte das überhaupt sein? Der Bürger neben mir feuerte eine gezielte Salve auf sie ab und sie brachen auf der Straße zusammen. Ich dachte noch es wäre eine Störung des V-Net. Doch als ich sah wie die Kugeln aus der Waffe die Wesen zerfetzten war es mir klar. Dies alles war kein Spiel, es war bitterer ernst. Tausend Gedanken schossen mir durch den Kopf. Wer waren diese Wesen? Woher kamen sie? Mir kam das alles ziemlich absurd vor.
"Bürger Ariakan, Aufklärungsmission zur Sichtung des nördlichen Parameters. Seien sie vorsichtig."
Mir wurden Zielkoordinaten für die Aufklärungsmission angezeigt. Langsam bewegte ich mich nördlich in Richtung der Kennedybrücke. Immer den Anweisungen aus dem V-Net folgend, ängstlich und zögernd. Hinter einem Lastwagen brachen zwei der Wesen hervor. Zwei schnelle Salven und die Körper der beiden Wesen brachen vor mir zusammen. 
"Gut gemacht Bürger Ariakan. Stellen sie sicher ob die Kennedybrücke noch befahrbar ist. Schwere Einheiten bewegen sich von Siegburg aus auf Bonn zu, sie werden sie unterstützen."
Ich glaube nicht, dass mir damals schon bewusst war was geschah. Auch glaube ich, dass ich keine andere Wahl hatte. Nachdem ich meine ersten realen Schüsse abgegeben hatte viel die Anspannung ab. Die Waffe lies mich eine Stärke empfinden die ich bis dahin nicht gekannt hatte. Durch viele Spiele gut trainiert war ich auf das schiessen vorbereitet. Die Angst fiel langsam von mir ab. Einige der Wesen waren hier und da aufgetaucht, jetzt sind sie alle tot.
Nachdem die Brücke gesichert war, gab mir der militärische Zivilschutz Befehl die Brücke zu halten. Gerade als mir die Munition auszugehen drohte hörte ich hinter mir die ersten Panzer anrücken. Man hätte meinen müssen ein Krieg sei ausgebrochen, soviel Militär hatte es seit den Paraden nach den Kaukasuskriegen nicht mehr gegeben. Es war kein Spiel. Gerade als die ersten Fahrzeuge auf der Bonner Seite der Brücke angekommen waren, erschütterte eine riesige Explosion die Umgebung. Die Brücke fiel in sich zusammen und riss die Fahrzeuge und ihre Besatzungen hinab in Rhein. Von der Druckwelle zurückgeworfen, blieb ich unterhalb der Brücke liegen. Ich konnte die grunzenden Geräusche der Wesen hören. Sehen konnte ich sie nicht, meine VR-Brille war bei dem Sturz verloren gegangen. Als die Wesen sich näherten verlor ich das Bewusstsein.

Irgendwo im Raum Bonn, ein Kellergewölbe.

Ich erwachte in Dunkelheit, meine Hände und Beine waren an das Bett gefesselt in dem ich lag. Schmerzhafte Wunden waren verteilt an meinem ganzen Körper zu spüren. Wer auch immer mich hier eingesperrt hat will auf keinen Fall das man mich findet. Man hat jede Form von Bioelektronik an mir entfernt. Mein Kopf dröhnte vor Schmerzen als ich wach wurde. Der Kopfschmerz war eine Folge des Mangels an neuralen Signalen die aus den Implantaten in mein Gehirn dringen sollten. Ein dunkler Raum, lediglich ein schmaler Lichtschein am Boden ließ eine Tür vermuten.
Die Tür öffnete sich und ein hagerer Mann mittleren Alters betrat das Zimmer, schaltete das Licht an und sah mich an. Der Kopfschmerz explodierte als das Licht meine empfindlichen Augen traf. 
"Tut ganz schön weh das Licht, ne? Ist schon echt Scheiße, vor allem ohne VR-Brille."
"Wa zu Tefl hat ir mit mir gmat?" - Die Worte kamen völlig verstümmelt aus meinem Mund. Da wurde es mir schlagartig bewusst. Die Zombies waren keine Zombies, sondern digital natives die schon viel zu lange nicht mehr richtig gesprochen hatten. Mein eigenes Sprachvermögen war ohne Betonungshilfe ebenfalls ziemlich degeneriert. Es hatte sich wie das irre Gestammel eines Verrückten angehört. Panisch riß ich an den Riemen die mich an das Bett fixierten. 
"Beruhig dich erstmal! Wir werden dir schon noch alles im Detail erklären. Für heute muss es reichen wenn ich dir sage, dass du befreit wurdest. Du gehörst zu denjenigen die als erste wieder eine analoges Leben führen dürfen. Dufte, ne? Ich kann mir denken, dass du das nicht so Klasse findest. Aber warte erstmal ab, du gewöhnst dich noch daran." 
Er gab mir eine VR13 eine sehr alte VR-Brille .
"Hier, damit kannst du dich in unser lokales Netz hängen. Schreib erstmal ne Abschiedsnachricht an deine Kollegen ausm V-Net. Am besten du schreibst ihnen, was dir passiert ist. Wirst dir schon was einfallen lassn."


Nachdem ich nun Zeugnis dafür abgelegt habe was mir in den letzten 24 Stunden geschehen ist, will ich hiermit enden. Ich wünsche euch allen mehr Glück als mir. Das V-Net werde ich wohl nie wieder sehen, ich bin ein Gefangener. 


Sonntag, Februar 19, 2012

Wochenschau....

Sonntag:
Der Titel und das Label "weekly" zu nennen geht mir auf den Keks. Das sieht ziemlich dämlich aus auf dem Blog. Deshalb werde ich jetzt den Titel öfter mal variieren. Das beliebteste Format für wöchentliche Zusammenfassungen ist wohl die Wochenschau. Deshalb schaue ich mir jetzt auch den restlichen Sonntag die glorreichen Siege der deutschen Wehrmacht an. Zumindest betrachte ich die Kriegspropaganda 41 und vergleiche sie mit der aktuellen Lage. Der Rest des Sonntages wird damit verbracht meiner Lieblingsmannschaft zuzusehen und zu leiden. Ja richtig, leiden! Denn FC-Fan sein, heißt leiden wollen. Nach dem 0:1 gegen den HSV gab es aber dann doch noch eine kleine Genugtuung für mich. Denn ich konnte 6 von 6 Spielen auf der PS3 in FIFA2012 für mich entscheiden und so dem HSV-Fan und Sonstfreund einen kleinen Dämpfer verpassen. So waren wir dann Abends beide etwas angefressen.

Montag:
Nicht beim Pubquiz gewesen, mal wieder. Eigentlich wollte ich da ja regelmäßig aufkreuzen, aber ich kriegs nicht auf die Kette Montags Termine einzuhalten. Ich hoffe mal @ellebil akzeptiert mich in 2 Wochen noch als Mitspieler. Ansonstan war der Montag mehr so Mittel. Die Arbeit strengt an, da ich immer noch nicht alle notwendigen Schnittstellen in Omnet identifizieren konnte. Bin wohl doch ein Noob.... Das einzig erfreuliche mein Netbook, Tonido und die Kopfhörer halte meine Nerven auf der Arbeit gut in Schach. Wäre ja schlimm wenn man sich den ganzen Tag seine Kollegen anhören müsste.

Dienstag:
Über zwei Wochen hinweg hatten wir Temperaturen weit unter Null Grad und jetzt kommt dieser kümmerliche Winter mit Schneeregen um die Ecke? Man, ich will Schnee, richtig viel Schnee! Soviel Schnee das nur ich es noch wage auf die Straße zu fahren. Ich will morgens im Büro alleine sein, weil alle anderen aus Furcht daheim blieben. Naja, Dinge die man will sind leider nicht immer die Dinge die man kriegt. Habe in der Mittagspause meine gesamten News-Feeds gekündigt. Im GoogleReader befinden sich jetzt nur noch einige ausgewählte Blogs, sonst nix mehr. Das ganze hatte zwei Gründe. Der Newsstream wurde einfach zuviel und ich drifte regelmäßig in Debatten über die aktuelle politische Lage ab und zum anderen glaube ich, dass mich das viele Lesen von News kaputt macht. Mir ist zwar kein BurnOut durch zuviele Nachrichten bekannt, aber ich glaube es ist gut dieses Jahr keine Nachrichten mehr bewusst zu konsumieren. Also kein Alkohol, kein Industriefleisch und keine News. Bin gespannt was als nächstes kommt... vielleicht kein Facebook?


Mittwoch:
Ziemlich bescheidenes Wetter heute. Außerdem habe ich vollgetankt, für 87€. Was freu ich mich. So langsam sollte ich mich mal nach ner coolen Wohnung in Bonn umsehen. Jemand ne Idee? Ich will nen kleinen Balkon, mindestens 25m² und nähe zu einem REWE und zum Zentrum, bis 450€ warm.
Heute Abend habe ich mich der Wochenaufgabe etwas gewidmet. Großartig diese Goldeinstufung in die SC2-Liga. Habe das erste Spiel natürlich verloren. Dabei war mein Gegner dumm wie ne Vogelscheuche, aber seine Wirtschaft war der meinigen überlegen und so konnte er meine 5 Angriff alle abwehren. Danach war das Spiel gelaufen.

Donnerstag:
Weiberdonnerstag. Warum feiern Männer da eigentlich mit? Ich kapiers nicht... naja... nicht mein Ding. Also verbringe ich den Tag mit schlafen. Gute Nacht.

Freitag:

Samstag:
Den Samstag habe ich am PC verbracht. Ich denke das wird sich auch am Sonntag gleich abspielen.

Dienstag, Februar 14, 2012

Sonntag, Februar 12, 2012

Weekly

Sonntag:
Mein Gehirn ist eingefroren. Einfach so. Weiß auch nicht warum. Ich stand draußen in der schönen Sonne und rauchte, plötzlich - Stille. Zugefroren, abgestorben. Dieses Wetter ist kälter als mein Gefrierfach. Kalt. Lügner wer sagt, es gefalle ihm. Bei diesem Wetter kann man nur eine sinnvolle Sache tun. Sich mit OneSwarm herum ärgern, zocken und warten bis man endlich eingeschlafen ist. Hmm, einschlafen. Ich sehne mich nach Winterschlaf.

Montag:
Erneut werde ich von OneSwarm genervt. Dann stellt sich heraus, ein Bug war schuld und nicht meine Settings. Seltsam, aber nutzen werde ich OneSwarm dennoch. Ein tolles Programm, wer es nicht kennt sollte sich dieses Video mal ansehen. Link-> | Nudeln gekocht, eigentlich wäre es ja viel praktischer man hätte einen kleinen Chinesen im Ort der selbstgemachte gekochte Nudeln feilbietet. Aber das wird wohl ein Traum bleiben. Ich meine im ernst. Als IT-Profi, was muss man sich da noch ums Essen kümmern? Kann man das nicht irgendwie outsourcen? Jetzt kommt mir nicht mit "geh doch zu McDonalds". Erstens gibt es da nur Dreck, zweitens gilt für McD das gleich wie für alle Restaurants in denen sie Geld mit Essen verdienen, dass die fuschen wo es nur geht.  Aus dem Biosteak wird dann schnell mal günstiges Gammelfleisch aus der bayrischen Fleischindustrie, merkt ja eh keiner. Denn schmecken tut es am Ende dann wieder gleich. Glutamat sein dank! Gesunde Ernährung ist nicht mein Ding, viel zu anstrengend wenn ihr mich fragt. Evolutionär bin nur dadurch überlebensfähig, dass ich Essgewohnheiten meines Umfelds kopiere. Also wäre es fein, wenn mein Staat, der ja sogar virtuelle Güter #VDS überwachen möchte, sich endlich mal dem Thema "Nahrung" annimmt und bestimmte Sachen grundsätzlich verbietet. Da hab ich gleich mal ne Liste zu vorbereitet. Dinge die verboten gehören.
- Glutamate
- Industriefleisch/-fisch respektive Massentierhaltung
- Pestizide, Biozide,
- Gegen Gentechnik habe ich grundsätzlich nichts, Mirabellen sind lecker. Aber man sollte das ganze ausführlich testen und nicht gleich flächendeckend einführen.
- nachweislich ungesundes Essen sollte aus öffentlich zugänglichen Restaurants verschwinden.
Aber unsere Freiheit! Du kannst doch Menschen nicht das Essen verbieten! Doch! Kann ich, sehr gut sogar! Denn ich bin schwach, ein Opfer der Glutamat-Mafia und ich bin davon überzeugt, gäbe es Glutamat nicht im Rewe inklusive kostenloser Kartoffelscheiben zu kaufen. Ich wäre der erste der sich ne Glutamathöhle suchen würde oder zum Dealer meines Vertrauens ins Bonner Loch schleichen würde, um mal wieder nen Glutikick abzustauben. Dennoch wäre es für mich besser, weil gesünder. Ich bin schwach und wenn man mich vor so ein REWE-Regal stellt, dann bleiben mir vielleicht 30 Sekunden noch nen Notruf abzusetzen bevor ich über eine wehrlose Tüte Glutamachips herfalle. Also bitte, helft mir und den 70% anderen die zu speckig sind! Verbietet diesen Dreck! Sonst platze ich irgendwann und das wird eklig werden, versprochen!


Dienstag:
-20 Grad und die Öllampe an meinem Auto springt an. Super! So sollte ein Tag beginnen! Öl nachfüllen um 6:00 Uhr morgens bei -20 Grad. Bitte, was soll das ? Können die in Russland ihr Scheißwetter nicht behalten? Meine Hände sehen aus wie norwegische Fischerhände![Best Weathertweet ever!] Und nein, jetzt kommt mir nicht mit euren Handcremes vom DM. Das ist wie 90% der restlichen Kosmetikprodukte nur Teil einer riesigen industriellen Verbrennung von Rohstoffen. Kein Mensch braucht Labello! Niemand! Abgesehen von den Süchtigen vielleicht. Aber ich bin sicher ein kalter Entzug von Kosmetika würde einiges bewegen in der Welt. Ne Menge Beziehungen würden zerstört werden und damit der Markt für die natürlich Schönen verbessert. Andererseits sind natürlich Schöne vermutlich schon vor 40 Jahren mit Erfindung der Nylonstrümpfe ausgestorben. Ihr merkt schon, gestern wars Glutamat, heute ist es Kosmetik! Ich bin in Verbotslaune! Interessanterweise sind Glutamat und Kosmetik sich sehr ähnlich, Geschmacksverstärker halt.


Mittwoch: Der Mittwoch steht ganz im Sinne technischer Spielereien. Da sind zum einen Tonido und eine neue Blogapp fürs iPad, nennt sich BlogPress. Perfekt ist zwar anders aber man kann sie im Notfall verwenden. Eine andere mächtige Anwendung ist Tonido. Ein Webshare-Server für zu Hause. Damit kann man Freunden einen Account zuweisen und ihnen somit Zugriff auf bestimmte Bereich der Festplatte geben. In Kombination mit dem mitgelieferten Mediaplayer lassen sich so auch die heimischen MP3s von überall via Port 80 hören. Klasse Gerät! Hier der Link->. Außerdem möchte ich erneut auf OneSwarm hinweisen. In 2-3 Jahren wird das so ziemlich jeder auf einem kleinen Server zu Hause laufen haben. Das ist dann hoffentlich der letzte Sargnagel an der verkackten Medienindustrie.


Donnerstag:
Was mir auch total auf den Sack geht. Twittert man "Montagsmodelle", so folgt einem nach Sekunden irgendein dämlicher Bot. Das kostet so dermaßen viel Ressourcen, dass ich nicht verstehe warum Twitter-Accounts dieser Unternehmen nicht pro "following" eine Umweltabgabe zahlen müssen. Sagen wir einfach 10€ pro User. Das wäre eine sehr feine Sache zur Spam-Reduktion und würde helfen. Dann könnte ich auch endlich wieder in FETT gedruckten Buchstaben bloggen. Scheiß Ökowelt! 
Das ist natürlich nur ein Spaß, ich mag Öko und Welt mag ich auch. Nur eben nicht immer und jeden Tag. Das ist wie mit den Autobahnen. Wenn man die jeden Tag benutzen muss, dann ist man schnell genervt davon. Aber so ab und zu macht ne Autobahn auch Spaß. Alles in Maßen eben, Meckern auch. Deshalb was schönes. Hier der Link->


Freitag:
Hmm, Freitag. Was gibt es großartigeres als Freitage? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Denn an einem Freitag hat man diese besonderen Gefühle. Eine Woche Arbeit geschafft, das Wochenende steht vor der Tür, der Ball rollt wieder und man kann mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass man morgen ausschlafen kann. Weiterhin kann man sich ganz der Hoffnung hingeben, dass es ein gutes Wochenende wird. Das alles sieht meistens am Sonntag schon wieder ganz anders aus. Deshalb freue ich mich heute auf eine kleine Feier mit Wasser für mich und Schnaps für die Anderen.

Samstag:
Chill! Drive und Die Kunst zu gewinnen gesehen. Beides gute Filme, wobei ich tendenziell Drive etwas besser fand.

Sonntag, Februar 05, 2012

Weekly

Sonntag:
Den Tag damit verbracht herauszufinden wie ich mehr Content auf meinem Blog produzieren kann. Irgendwie bin ich unkreativ geworden. Ich glaube dieses "Arbeiten" ist nix für mein Gehirn. Unglaublich kalt ist auch in der Eifel. Die ganze Woche scheint bescheiden zu werden, naja, abwarten.

Montag:
15min zu spät auf der Arbeit, weil ich ein netter Mensch bin. Habe einen Freunde, seine Schwager und Vater nach Bonn Alfter gekarrt. Umzugs-Renovier-Aktion. Ich muss aufhören Menschen bei ihren Umzügen zu helfen. Noch 1-2 mehr und man könnte von Deportation sprechen. Der Montag endete gut, habe eine vermutlich längere Emailkonversation mit @hellojed über den Sinn/Unsinn einer amerikanischen Intervention im Iran begonnen. Am Abend durfte ich dann dank @nevid OneSwarm ausprobieren. Ein ziemlich gutes Programm, leider fehlen mir die Nerd-Freunde um das auch effektiv zu nutzen. Aber ich habe mir überlegt kleine vorinstallierte PlugPcs in den Wohnungen meiner Freunde zu verstecken, dass könnte das Problem umgehen. Ob OneSwarm nen Lan-Modus hat?

Dienstag:
Müde bin ich, geh zur Arbeit. Lache, singe, tanze nicht. Doch bin ich froh, kann nicht klagen, halb vier, Feierabend. :D

Mittwoch:
Tag der Musik.




Donnerstag:
Recht unspannender Tag, mal wieder. Um 15:00 Uhr Feierabend gemacht und zur Gemeindeverwaltung gefahren. Benötige Personalausweis, Reisepass und einen vorläufigen Perso. Schrecklich diese Bürokratie. Wann denkt sich endlich jemand was aus um diesen ganzen Mist weg zu lassen?

Freitag:
Irankrieg und so http://de.rian.ru/politics/20120202/262598539.html


Samstag:
Eigentlich wollten wir ins Kino, aber die Filme die wir sehen wollten liefen nicht. Haben deshalb eine Tour durch Euskirchen gemacht und das Ghetto gesucht. Aber ich denke das YouTube-Video hat gelogen. Ein Ghetto haben wir nämlich nicht gefunden.