Ariakans Blog

Freitag, Juni 28, 2013

Games: Command & Conquer - Part 3

Der dritte und letzte Teil über die CNC Reihe wird sich mit einem der beliebtesten Titel der Reihe befassen. Die Rede ist von Command & Conquer Generals. Das Setting ist schnell erklärt. Es gibt drei Fraktionen, die USA, China und die GLA(Globale Befreiungsarmee). Letztere soll wohl die Al Quaida   symbolisieren. In 15 Einzelspielermissionen pro Fraktion wird eine hanebüchene Geschichte erzählt, die die Verwicklungen der drei Fraktionen untereinander zeigt. Das Schlachtfeld erstreckt sich dabei zum Großteil auf die asiatische Landmasse zwischen dem Irak und Afghanistan, inklusive Kasachstan, Kirgisien und teile Chinas als auch Europas. Das Spiel erschien am 14. Februar 2003, also knapp einen Monat vor dem Beginn des Irakkriegs, respektive 3. Golfkriegs(20. März 2003 - 1.Mai 2003). So findet auch die erste Szene des Spiels an der irakischen Grenze statt. Hier kommt es zum ersten militärischen Konflikt zwischen den USA und der GLA. Dem Grundspiel fehlte es ein wenig an der typischen Aufmachung eines CNC, daher waren viele Fans verärgert über den Release. Weiterhin gab es größere Debatten in den Spielezeitungen über die Zensur der deutschen Version des Spiels. Hier ein Vergleich der "typisch deutschen" Veränderungen am Spiel. http://www.youtube.com/watch?v=NRMqonctTtQ
Dazu ein Auszug aus der Wikipedia zur Zensur, Deutschland und China waren da mal wieder Vorreiter:


Electronic Arts gab daher im September 2003 eine speziell für den deutschen Markt geschnittene Version unter dem Namen Command & Conquer: Generäle heraus. Diese wurde im Vergleich zum Original in zahlreichen Punkten deutlich entschärft:
  • Menschen wurden durchgehend durch Cyborgs ersetzt; dabei ersetzte man die Stimmen durch Roboterstimmen und gab den Menübildern ein roboterhaftes Aussehen durch Metallglanz, Kabel u. ä.
  • Die Selbstmordattentäter wurden durch die sogenannten „rollenden Bomben“ ersetzt, ein ferngesteuertes großes rotes TNT-Fass auf Rädern.
  • Zivilisten wurden aus dem Spiel gänzlich entfernt.
  • Die Spielparteien wurden von ChinaGBA und USA umbenannt in Asiatischer PaktIBG (Internationale Befreiungs Gruppe) und Westliche Allianz.
  • Städte- und Ländernamen wurden in fiktive Namen abgeändert (z. B. Washington in Hauptquartier und Bagdad in Twin Sword City).
  • Anthrax wurde in Säure umbenannt.
  • Der aufgebrachte Mob, eine wütende Menschenmenge mit Molotowcocktails und Gewehren, wurde in Cyborg-Trupp umbenannt.
  • Das Intro wurde ersatzlos gestrichen.
  • Außerdem wurde bei der GBA-Kampagne eine Mission komplett rausgenommen. In dieser sollte man UN-Flugzeuge abschießen und die Versorgungskisten einsammeln. Die Kisten, die man nicht erreichte, sollte man später aus zivilen Hütten holen, was man nur dadurch erreichte, dass man das Haus zerstört und die Zivilisten tötet.


Später gehe ich auf das großartige Addon Zero Hour ein. Dieses Addon hat Generals erst zu dem beliebten Spiel gemacht, dass es auch heute noch ist. Doch zunächst muss ich einiges zur Geschichte von CNC und den von mir bewusst übersprungenen Titeln erzählen. Denn die Reihe wechselte den Besitzer. Ursprünglich war es Westwood die die ersten beiden Teile der Reihe herausbrachten. Danach kam dann der größte Konzern der Spieleindustrie und kaufte das Studio auf. Der Konzern von dem ich spreche dürfte allen ein Begriff sein. Electronic Arts, kurz EA. EA ist das Hollywood der Spieleindustrie, sie besitzen/vermarkten die meisten AAA Games und scheuen nicht davor zurück die Qualität der Spiele für ein günstiges Releasedatum zu opfern. Dazu schreibe ich vielleicht mal nen eigenen Artikel. Soweit soll nur erwähnt sein, dass "Hollywood" für das Setting und die Aufmachung von Generals verantwortlich ist. Es ist also wenig verwunderlich, dass wir in einen "fiktiven" Konflikt im Mittleren Osten geschmissen werden. China mit einer Armada von Hackern die westliche Wirtschaft ausbeutet, die GLA mit Anthrax und Scud-Raketen arbeiten und die amerikanischen Truppen damit beginnen, vermehrt auf den Einsatz von Kampfdrohnen zu setzen. Im Februar 2003 mag das für naive Geister ja noch ein fiktives Szenario gewesen sein, spätestens aber mit dem Beginn der Invasion des Iraks im März 2003 wird aber auch dem letzten klar geworden sein, dass es sich bei Generals um eine moderne Form von Kriegspropaganda handelt. Die Verharmlosung von Krieg war übrigens auch der Grund warum das Spiel in Deutschland zensiert wurde. Die Begründung in China war, dass das Spiel ein negatives Licht auf die Volksbefreiungsarmee wirft. Dürfte jedem klar sein, wer in Generals die "Guten" sind, oder ?
Am 19. September erschien dann das Addon, Zero Hour. Das Addon wurde ebenfalls in zensiert, was soviel bedeutet wie, Menschen werden durch Cyborgs ersetzt und Anthrax durch das Wort Säure. Aber seht selbst, hier die Aufmachung einer US-Mission:




Tja, wenn die Informationen über Massenvernichtungswaffen korrekt sind, wird Amerika antworten. Is klar, ne? 

Hier die Aufmachung einer GLA Mission:


Der Angriff kann überall und zu jederzeit erfolgen, ach diese Terroristen aber auch immer... 
Was macht eigentlich China in diesem Konflikt? 


Klar, sie befreien Europa von Terroristen durch den Einsatz von taktischen Atomwaffen und stellen die Ordnnug in Europa wieder her. Ähm, also, tja... dann will ich doch lieber, dass die "Guten" gewinnen, wenn das die beiden alternativen Szenarien für den Ausgang des Krieges gegen den Terror ist, oder? 

Das Gameplay des Spiels macht übrigens wirklich Laune, aber das Setting des Spiels ist doch recht fragwürdig. Oder sind Spiele frei von politischen Aussagen und unterliegen keinem Zwang? Kriegspropaganda im Namen der künstlerischen Freiheit? Seit die Spiele aus ihrer kindlichen Unschuld herausgetreten sind und damit Milliarden verdient werden, sollte man auch den gesellschaftlichen Einfluss der Spiele stärker berücksichtigen. Und sollte sich dann die künstlerische Freiheit nicht den Wertvorstellungen der Gesellschaft unterordnen, bzw. diesen sogar dienen? Ob das Generals 2 tun wird? Nach dem ich den Trailer gesehen habe, wage ich das zu bezweifeln. Aber seht selbst. 



Es wird, soviel ist bekannt, drei Fraktionen in Generals 2 geben. Die EU, die GLA und die APA(Asian Pacific Alliance). Ist es Zufall, dass die APA als "global Player" plötzlich eine Rolle spielt und sich die USA in diesem Szenario kaum wiederfinden? Spricht man doch in militärischen Kreisen schon lange von einer Neuausrichtung der USA, weg von Europa hin zum Pazifikraum. Bedeutet eine Abwesentheit der USA in diesem AAA-Game das man sich zukünftig "alle" Optionen offenhalten will? 


Einige Quellen zur Neuausrichtung der USA: 







Mittwoch, Juni 26, 2013

Irgendwas mit Medien, oder so...

Der politisch korrektekonforme Journalismus als Berufswunsch scheint mittlerweile überholt. Es mag sicherlich noch ein oder zwei dieser unverbesserlichen Weltverbesserer geben, die ernst gemeinten Journalismus als ihren Berufswunsch in die Poesiealben ihrer Freunde schreiben. Aber auch das ist ja schon politisch äußerst fragwürdig. Ich halte mich jedenfalls zurück was Eintragungen in irgendwelche Poesiealben angeht. Das kann man nämlich nicht einfach so mir nichts dir nichts löschen. Was da drin steht, bleibt da auch drin. Und bei den wenigsten Menschen würde ich sagen, "Ja klar, wir bleiben Freunde und meine Wünsche und Hoffnungen schreibe ich dir gerne in ein Buch über das nur du die volle Verfügbarkeit hast. Du wirst ja sicherlich nicht auf die Idee kommen, dass eingescannt bei Facebook zu posten." Ehrlich gesagt, eher das Gegenteil ist der Fall. Die meisten Menschen vergisst man gleich wieder, nachdem man ihnen das Pausenbrot für einen dieser billigen Schmetterlingsaufkleber abgeschwatzt hat. Und aus diesem Grund schreibe ich auch nicht in Poesiealben. Aber darum soll es nicht gehen, schauen wir auf den sog. Journalismus. Als Werkzeug der  Berichterstattung und dem anschließenden Verkauf an den Meistbietenden. Um es gleich klar zu stellen, der Meistbietende ist grundsätzlich daran interessiert, dass die journalistische Arbeit:

  • A: politisch korrekt ist. Was soviel heißt, der Text ist geht konform mit der Verfassung des Staates in dem sie veröffentlicht wird. Weiterhin verstößt sie nicht gegen geltendes Recht und auch nicht gegen gängige kulturelle Traditionen. (Man schreibt als Kölner Stadtanzeiger nicht über den Karneval als sinnloses Fest)
  • B: politisch konform ist. Was hier meint, dass eine Zeitung deren Leser(also Finanziers) eher einer bestimmten politischen Meinung zuzuordnen sind, auch diese Meinung entsprechend bedient wird. Darüber hinaus sich mit Beiträgen klar positioniert und von andere politischen Strömungen abgrenzt. 
  • C: keine direkte Kritik enthält. Es geht im modernden Journalismus darum den Anschein des Objektiven zu wahren. Darum darf man nicht kritisieren, noch allzu differenziert die Sachverhalte erläutern. Chefredakteure sprechen in diesem Zusammenhang oft davon, "den Leser nicht mit Details zu langweilen." - So hat der Schreiberling fürs eigene Gewissen die Ausrede, dass es ja die Schuld des Lesers ist und nicht er selbst, dass der letzte Artikel über das Bankenrettungssystem ESM so undifferenzierte Scheiße verzapft hat. 
  • D: A-C gilt auch für fest angestellte Journalisten. 
Du willst doch nicht behaupten, es gäbe keinen ehrlichen Journalismus mehr! Nein, dass nicht. Denn wenn im Generalanzeiger Bonn über einen Unfall auf der Stadtautobahn berichtet wird, dann ist das ja durchaus objektive Faktenvermittlung. Da kann sich dann jeder selber aus den Fakten die Geschichte zusammenspinnen. War der Fahrer betrunken? Wurde er von einem radikalen Tiertransport auf den Seitenstreifen gedrängt? Steht als das in Zusammenhang mit dem "Rettet alle Ponys und Frieden für alle"-Aufkleber auf dem Heck des Fahrzeugs? Interessiert sich jemand für diese suggestive Scheiße? Mal abgesehen von Satirikern wie dem, ihr wisst schon, der hier... 

Was will ich hier eigentlich? - Werbung für ehrlichen an Werten orientierten Journalismus machen!

Ihr erinnert euch? 
Das ganze war dann doch zu direkt und sorgte für einen Eklat. Beckmann konnte sich aber irgendwie aus der Schlinge ziehen und das Format behalten. http://www.spiegel.de/sport/sonst/talkshow-auftritt-ullrich-bricht-mit-beckmann-a-469334.html

Auch zu direkt war Beckmann anderer Stelle. Einfach Silvester Stallone über Politik zu fragen, statt ihm dabei zu helfen sein neues Musical zu verkaufen. Sowas geht echt nicht klar! 

Gleichzeitig wird er als zahnlos und das Format als niveaulos kritisiert. Kuscheljournalismus nennt man sowas. Der Feuilleton kritisiert eben lieber Formate, als sich mit Inhalten zu befassen. Das ginge auch gar nicht, denn der Feuilleton hat die Aufgabe unabhängig von der politisch konformen Meinung, dem Leser eine abstrakte Perspektive auf kulturelle Aspekte des aktuellen Tagesgeschehens zu liefern. Da wäre es hinderlich, wenn sich der Feuilleton auf Leser verschreckende politische Inhalte stürzen würde. Und ganz ehrlich, wir lesen den Feuilleton auch gerade deswegen. Er ist ein Ort zum Entspannen, eine Insel des Sinnlosen. Der kunstvoll arrangierten Worte, die letztlich keine politische oder gesellschaftliche Kraft entfalten. Hairmlose Chinakracher. 

Warum habe ich gerade Jan Ullrich als Beispiel herangezogen? Weil er den Zeitgeist wie kaum ein anderer verkörpert. Schamfrei ließ sich Ullrich als Radsportheld der Deutschen feiern. Als tragischer Held wurde er auf den Bergetappen inszeniert und wenn er denn mal verlor, war es das Doping der anderen. Die Kritik am eigenen Nationalepos war zu seiner aktiven Zeit unerwünscht. Schließlich muss man die nationale Identität regelmäßig durch Idole auffrischen und das Bewusstsein dafür schärfen, dass es nur ein Deutscher sein darf, der siegt, worin auch immer. Die Suche nach Idolen lässt sich übrigens in jeder Sportart finden. Am lustigsten ist meiner Ansicht nach, die Suche nach dem neuen Schumacher. RTLs "Schumacher über alles" hat schließlich ein riesiges Bedürfnis beim Publikum nach einem Deutschen F1-Fahrer geschaffen, der alles gewinnt. In diesem Zusammenhang muss man sehen, dass die Kritik an Vettel in letzter Zeit so weich gespült war. Auch wenn Vettel vermutlich genauso eine Pappfigur wie Jan Ullrich ist, Zeitgeist eben... 

- Vettel vor seinem WM-Titel, feat. RTL https://www.youtube.com/watch?v=AeHNKbTkGwg
- Vettel nach seinem WM-Titel, feat. german Media https://www.youtube.com/watch?v=E8HypEw3gQY

Hätte man in der Zeit auch was sinnvolles übertragen können? Vielleicht wäre ja ein Bericht über den Eifler Ökonomen Silvio Gesell eine nette Abwechslung zu den Werbespots für den ESM. Aber was weiß ich schon, tausend professionelle Journalisten in zehntausend namentlich unterschiedlichen Zeitungen können nicht lügen. Eines hab ich mittlerweile gelernt, wer keine Werte hat, der brauch sich auch nicht zu schämen. 





Montag, Juni 24, 2013

Parken in Bonn

Manchmal lese ich den Generalanzeiger Bonn und denke so bei mir, "Oh man, wie verrückt kann man sein?"

http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/rhein-sieg-kreis/troisdorf/Mit-dem-Motorradhelm-auf-dem-Kopf-die-Autoscheibe-eingeschlagen-article1046152.html

Oft denke ich dann, "Gut das du nicht in diesen verruchten Gegenden parken muss." So hab ich mir auch nichts dabei gedacht, als ich von Samstag auf Sonntag in der Südstadt, gleich in der Nähe der Wohnung meiner Freundin, geparkt habe. Was soll man sich auch schon groß denken, wenn man mit einem Wagen der unteren Mittelklasse in so einer Gegend parkt? - Hoffentlich rammt mich die Mercedes Limousine nicht in das BMW SUV?!? - Sicherlich nicht, hoffentlich schlägt mir niemand die Scheibe ein um dann doch nix aus dem Auto zu klauen. Ja, denkste... die Sache sah am nächsten morgen dann nämlich so aus.

Sachdienliche Hinweise zur Ergreifung des Täters werden mit einem Torture-Porn/Snuff-Film belohnt.
Was ich nicht verstehe, warum richtet sich so sinnlose Gewalt gegen mein Auto? Da standen doch wirklich genug geeignetere Autos herum. Und das nächste mal wenn mir jemand die Scheibe einschlägt, möge der/diejenige wenigstens meine leeren Dosen von der Rückbank mitnehmen. Da ist PFAND drauf! Das ist nämlich das einzig Wertvolle was ich im Auto liegen lasse.

Mich lässt diese Geschichte jedenfalls mit vielen Fragen zurück. Wird der Tankstellenstaubsauger die ganzen Scherben überleben? Habt ihr auch immer eine Plastiktüte und Panzertape im Auto, damit ihr im Zweifel die Karre wieder wasserfest bekommt? Ist das Dosenpfand vielleicht zu gering? Welcher autonome Randalierer hat ein Problem mit südkoreanischen Autos? - Jetzt mal abgesehn von den Nordkoreanern... Wenn ich den Kerl finde und er ein Auto hat, dann könnt ihr euch denken was ich mit ihm mache...


Aber eigentlich ist das Parken in Bonn durchaus sicher, schließlich ist es das erste mal das mir in 13 Jahren Parken was passiert ist. Naja, abgesehn hiervon. Den Sinn habe ich bis heute nicht verstanden. Jemand ne Idee was die Zahlen bedeuten?





Freitag, Juni 21, 2013

Games: Command & Conquer - Part 2

Ich schrieb bereits über den ersten Teil der Command&Conquer Reihe an dieser Stelle. Der zweite Teil von CNC erschien am 31.Oktober 1996. Daran habe ich noch recht gute Erinnerung, da ich den gesamten Oktober über jeden Tag nach der Schule in den Laden meines Vertrauens lief um zu fragen, "Ist CNC mittlerweile erschienen?". Regelmäßigen Vertröstungen folgte dann aber endlich die Aussage , "Ja, hier ist es Marco.". Junge, dass war ein Fest! Also auf in die Kampagne.

Das Szenario der Kampagne  die Eskalation des sogenannten Kalten Krieges in einen heißen Krieg. Die Westwood-Studios gingen dabei einen sehr interessanten Weg, denn zu Beginn reist ein Mensch in die Vergangenheit, genauer nach Landsberg ins Jahr 1924. Was dort geschieht sollte die Welt von CNC grundlegend von unserer Welt verändern. Damit schaffte Westwood es, plausibel zu erklären, warum die Sowjetunion nach Europa ausgreift und es um das Jahr ~1955 zum Konflikt zwischen den Alliierten und den Sowjets unter der Führerschaft Stalins kommt. Aber seht selbst, was durch Einsteins Erfindung der Zeitmaschine am Anfang geschieht.


"Time will tell, sooner or later. Time will tell." - Einstein

Und wie recht der gute Einstein doch haben sollte, ermöglicht die obige Tat doch letztlich nur den Aufstieg eines anderen üblen Gesellen des letzten Jahrhunderts. In einer der beiden Kampagnen sind wir Teil seiner Maschinerie. Seht selbst:


Tja, so eine Beförderung von Stalin ist eine zweifelhafte Ehre. Vor allem wenn man sich im nachstehenden Link die Videos zur letzten und vorletzten Mission ansieht. Da kann man sehen, was mit Generälen passiert die Fehler machen. 

Zur Weltkarte die CNC verwendet, gibt es bereits bei Wikipedia einen netten Kommentar, daher zitiere ich lediglich daraus: 

Als einer der gröbsten Fehler in Alarmstufe Rot wird immer wieder die Weltkarte angeführt, auf welcher der Spieler die Missionen auswählen kann. Diese ist aufgrund der Hintergrundgeschichte fehlerhaft. Die geographischen Ländergrenzen müssten – da Hitler nie an die Macht kam, geschweige denn den Zweiten Weltkrieg begann – die Grenzen in Europa nach dem Ersten Weltkrieg darstellen, tatsächlich sind aber die Grenzen von 1990 vorhanden. So wird Deutschland beispielsweise ohne die nach dem Zweiten Weltkrieg verlorenen Ostgebiete PommernSchlesienund Ostpreußen dargestellt. Kurioserweise gibt es aber eine Zwischensequenz, in der sich ein mit Hammer und Sichel versehener Degen in eine Europakarte bohrt, auf welcher die Grenzverläufe nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich zu sehen sind.[4] Hieran ist besonders merkwürdig, dass die Annexion der baltischen Staaten (15./17. Juni 1940) durch die Sowjetunion und die Abtretung Nordsiebenbürgens an Ungarn nach dem Zweiten Wiener Schiedsspruch (30. August 1940) dargestellt sind, Polen jedoch noch in den Vorkriegsgrenzen zu sehen und entsprechend nicht gemäß dem Deutsch-Sowjetischen Grenz- und Freundschaftsvertrag nach dem Polenfeldzug 1939 aufgeteilt ist und auch der Grenzverlauf Frankreichs noch nicht den Bedingungen des Waffenstillstandes von Compiègne (25. Juni 1940) gehorcht.
Außerdem wird in Alarmstufe Rot die UNO erwähnt. Die UNO wurde aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet, davor existierte nur die vergleichbare Organisation des Völkerbundes.



Zum Abschluss noch das letzte Video der Allierten Kampagne. 


Ach ja, zum Preis des Spiels. 89,00 DM hab ich damals hingelegt dafür. Das sind nach heutigen Maßstäben unter Berücksichtigung der Inflation ca. 67,49€. Sowas nennt man heute ein Tripple A Game. 
Eine ähnlich intensive Beschäftigung mit dem Szenario um den Kalten Krieg herum ließ sehr lange auf sich warten. Das nächste mir bekannte Spiel, dass sich ernsthaft mit dem Szenario auseinandersetzt war Operation Flashpoint von 2001, eine bis heute unerreichte Kriegssimulation aus der EGO/3rd Person Perspektive. Dem folgte im Bereich der Echtzeitstrategie natürlich die Fortsetzungen von CNC, Red Alert 2 und Red Alert 3, welche ich aber aus bestimmten Gründen nicht gesondert betrachten werde. Außerdem gab es das wirklich gute Spiel, World in Conflict. Hier der entsprechende Storytrailer zum Spiel. 


Das aktuellste Spiel mit diesem Thema "Kalter Krieg" ist wohl Wargame - European Escalation. Die ersten 2 Minuten zeigen die Einleitung in die Story des Spiels. Alles in allem kann ich Wargame jedem Fan von Echtzeitstrategie ans Herz legen, der keine Scheu davor hat wirklich schwere Missionen zu spielen. 













Donnerstag, Juni 20, 2013

Filmtipp: Warrior

Mir ist meine Grafikkarte abgeraucht. Das ist schrecklich, nicht nur weil es Geld kostet, sondern auch weil es mich in einem Projekt innerhalb eines großen Online-Clans zurückwirft. Alternativ brauchte ich aber dennoch ein wenig Ablenkung von der echten Welt, also habe ich mir mal wieder einen Film angesehen. Mehr aus Not, denn aus Begeisterung stieß ich dabei auf den Film Warrior. Filme mit Nick Nolte sind ja oft so, naja.. streitbar. Hier der Trailer zum Film:


Was mich dann aber schnell überzeugt hat, war die großartige Umsetzung des Films. Denn die Handlungsstränge aller Charaktere sind nachvollziehbar gezeichnet und die daraus entstehenden Konflikte sind glaubwürdig, authentisch und regen zum Nachdenken an. Nick Nolte, in seiner Rolle als Vater Paddy Conlon, überzeugt mit einer seiner besten Leistungen überhaupt. Er sucht nach Vergebung für den Schaden, den er durch das Trinken in seiner Familie angerichtet hat. Vorgestellt wird er im Film auf dem Rückweg von einem Treffen der anonymen Alkoholiker, ein Hörbuch über Mobby Dick hörend. Im späteren Verlauf des Films trägt eben dieser Roman von Herman Melville entscheidend, zu einer der dramatischsten Szenen die ich bisher in Filmen gesehen habe bei. Keine Angst, ich spoiler nicht! Lediglich die Motivation seiner beiden Söhne Tommy Conlon und Brendan Conlon, gespielt durch Tom Hardy und Joel Edgerton will ich noch kurz beschreiben. Tommy kehrt als Kriegsveteran aus dem Irak oder Afghanistan zurück und wirkt entsprechend traumatisiert. Mein Eindruck war, dass er nach Halt suchend zu seinem vormaligen Lieblingssport dem MMA Kampf zurückkehrt. Ganz anders sieht die Situation bei Brendan aus. Er ist glücklich verheiratet, hat zwei Kinder und arbeitet als Physiklehrer an einer Highschool. Eine scheinbar perfekte Welt, die durch die Immobilienkrise in den USA den Familienvater dazu zwingt, im Nebenjob seinerseits an MMA Kämpfen teilzunehmen.
Hat man üblicherweise bei Kampfsport-Filmen einen Favoriten den man gerne als Sieger der KO-Runde sehen würde, so sind hier die unterschiedlichen Motivationen und Wege der Protagonisten derart nachvollziehbar, dass man zum Finale hin, zerrissen ist. Und genau diese Zerrissenheit schafft eine unglaubliche Nähe zu ihrem Vater Paddy Conlon. Die Mechanik greift perfekt ineinander und wird mit deutlich weniger Pathos dargeboten, als man das aus Filmen wie Bloodsport oder Rocky kennt. Alles in allem ein Film den ich nur empfehlen kann. Eine erste Wertung von 8.5/10 ist absolut gerechtfertigt, auch wenn das etwas höher ist, als die von mir geschätzte IMDB Wertung von 8.2. Der Film ist definitiv mehr Drama, als Actionkino. Zum Abschluss noch das Theme des Finales im Film.

The National mit dem Song About Today.



Regie: Gavin O'Connor
Erscheinungsjahr: 2011
IMDB Link: http://www.imdb.com/title/tt1291584/

Mittwoch, Juni 19, 2013

Games: Command and Conquer - Part 1

Einige der bekanntesten Echtzeitstrategiespiele bietet wohl die Command & Conquer Reihe. Und wenige Strategiespiele haben in ihrer Entwicklung so viele Wandel durchlaufen wie CNC. Daher will ich versuchen, anhand dieser Reihe zu beschreiben, wie sich die Welt in CNC verändert hat. Es wäre zu weit gegriffen von Cultural Development zu sprechen, wenn man die CNC-Reihe isoliert für sich betrachtet. Doch ich bin sicher wenn man das Setting von CNC mit den aktuellen politischen Verwirrungen vergleicht, dann erkennt man deutlich den Wandel in der Zeit. Fangen wir also mit dem ersten Titel der Reihe an.

Command & Conquer 1: Der Tiberiumkonflikt
Veröffentlichung: 31.August 1995
Szenario: Mittel- Osteuropa

Es gab grundsätzlich zwei Parteien im Spiel. Einmal die als terroristisch beschriebene Gruppe der NOD unter ihrem Anführer Kaine und auf der anderen Seite die GDI(Globale Defensiv Initiative), welche größtenteils im Kleid der NATO daherkommt. Der Konflikt beider Parteien wird teilweise durch Videosequenzen zwischen den einzelnen Missionen abgearbeitet.

Dazu gibt es diese fünf Videos bei YouTube.

Teil 1: GDI nimmt den Kampf gegen den multinationalen Terrorismus auf
http://www.youtube.com/watch?v=6906MLBkIsM

Teil 2: Durch geschickte Manipulation der Medien durch NOD, wird die GDI als Kinder mordende terroristische Armee dargestellt.
http://www.youtube.com/watch?v=MMstBfNZor8

Teil 3: Ein Medienbericht weist auf die von NOD verheimlichte Gefahr durch Tiberium für das Ökosystem des Planeten hin.
http://www.youtube.com/watch?v=u8wklEgMJ3o

Teil 4: Die Konsequenzen durch das außerirdische Tiberium und seine Ausbreitung auf dem Planeten
http://www.youtube.com/watch?v=nBymjQjZCOA

Dazu kommen noch zwei wichtige Videos.

Endsequenz der GDI Kampange:
Der Einsatz von "Star Wars"-Technologie hat laut UN die Verluste unter den Truppen als auch der Zivilbevölkerung auf "technically acceptable level" reduziert. Zur Info, die GDI setzte einen Satelliten als Träger für eine sog. Ionenkanone ein. Mit dieser Kanone wurde die Basis von NOD in Sarajevo zerstört.
http://www.youtube.com/watch?v=SXiREfj2DnY

Endsequenz der NOD Kampagne:
Mittels "Runner" hacked sich die NOD durch den "Cyberspace" um mittels der Geheimwaffe der GDI das Weiße Haus auszulöschen. Die Konsequenz daraus, eine Forderung nach mehr Sicherheit in der Verteidigungsmatrix der GDI und eine weltweite Debatte über den Terrorismus. Persönlich bin ich davon überzeugt, dass der Film Matrix vieles aus dieser Schlussszene gestohlen hat.
http://www.youtube.com/watch?v=oCrnY_cXITw

So, das waren jetzt etwas viele Videos. Ich weiß. Daher erspare ich euch die beiden anderen wesentlichen Teile von Command & Conquer für heute.

Es ist aber doch interessant, wie sich die geopolitischen Verwirrungen der Zeit um 1995 im Spiel wiederspiegeln. So liegt beispielsweise das Hauptquartier des Schurken Kane bezeichnender Weise in Sarajevo. Der Raum indem sich die Terroristen von NOD konzentrieren ist der Randbereich zwischen NATO und Russland und betrifft größtenteils die ehemaligen des Warschauer Pakts. Um den Spielern möglichst moderne Waffen zu bieten, wurde dabei interessanterweise auf die Idee des SDI-Programms der USA zurückgegriffen, Präsident Clinton fror dieses Programm 1993 ein. Auf der anderen Seite hatten die Terroristen neben Energiewaffen, Tarnpanzern und anderem auch die Fähigkeit überall durch Cyberangriffe Unheil anzurichten, vor allem die Medien zu manipulieren. Alles Dinge die uns dann zum Glück doch nicht getroffen haben. Das letzte Jahrzehnt im vorangegangenen Jahrtausend war ja auch beliebt für sein Fable was Außerirdische angeht, man denke nur an Akte X. Und so ist der zentrale Rohstoff um den sich beide Parteien streiten, sicherlich nicht ohne Grund ein unerklärlicher außerirdischer "Organismus".



Montag, Juni 17, 2013

Elektroindianer...

Leg mal die Friedenspfeife beiseite, sperr die Lauscher auf. Es gibt mal wieder einen Fund bei YouTube, den ich euch nicht vorenthalten möchte. Es geht sich um Musik, der Bandname "A Tribe called Red" + Elektronische Musik = Blogtitel. Viel Spaß. Ach ja, es lohnt sich, dass ne Weile anzuhören bis sich euer Gehöirn darauf eingestellt hat. Dann klingt es sehr erfrischend...



und weil die so gut sind. Hier gleich noch eines!


Na, wie passt das zu deinem Bild des Crack verkaufenden Indianers in einer der großen nordamerikanischen Metropolen? - Nee! Die verkaufen alle Drogen! Das ist deren einzige Chance aus den Ghettos zu entkommen. Natürlich handelt es sich bei dieser Band hier um eine kanadische Band und den kanadischen Indianern geht es im Vergleich recht gut. Aber schauen wir mal in das zukünftige Drittweltland, die USA:

Wer sich da ein wenig mehr für interessiert, kann ja mal nach Pine Ridge Reservation suchen... http://de.wikipedia.org/wiki/Pine_Ridge_Reservation


Freitag, Juni 14, 2013

Games: Herzensangelegenheit

Alle Spiele sind einzigartig. Das gilt beim Schach ebenso, als auch bei den vielfältigen Variationen meines Herzspiels. Ich habe nichts professioneller gespielt als dieses Spiel. Warum? Nun, zunächst zeige ich euch mal einen vielsagenden Rückblick der Gamestar auf das Spiel. Dann erkläre ich den besonderen Reiz an diesem Spiel.


Wie das Video schön erzählt, die Spielkarten sind riesig. Dadurch bedingt ist das Teamplay bei diesem Spiel besonders wertvoll. Zusätzlich zum großartigen Teamplay, haben die Entwickler es geschafft verschiedene Rollen zu kreieren. Vom Pilot über den Pionier bis hin zum Sanitäter, sind nahezu alle militärischen Rollen des Settings "2. Weltkrieg" vertreten. Es war auch eines der ersten größeren Mulitplayerspiele, indem Panzer fahren, Schiffe steuern und Flugzeuge fliegen mit einem Ego-Shooter verknüpft wurden. Dadurch wirkt das ganze Spiel, trotz einer heute etwas gealterten Grafik enorm authentisch in Bezug auf die Wechselwirkung unterschiedlicher Waffengattungen. Damit sage ich natürlich nicht, dass das Spiel den Krieg simuliert oder auch nur versucht diesen zu simulieren. Solche Spiele gibt es durchaus, die habe ich auch gespielt, aber Battlefield ist ein Arcade-Game. Das sind im übrigens die meisten Ego-Shooter.
Battlefield 1942 ist aber auch ein Symbol für mein eigenes Scheitern geworden. Meine Spielhistorie ist verglichen mit anderen Gamern wohl eher durchschnittlich, im Vergleich zu den "noobs" aber doch recht groß. Und Battlefield 1942 war das erste und im Übrigen auch letzte mal, wo ich den Sprung ins bezahlte Pro-Gaming versucht habe. Begonnen hat das mit der Beta von Battlefield 1942 auf einer LAN in Essen. Hingefahren war ich mit einem langjährigen Freund und Mitspieler eigentlich um Empire Earth zu zocken. Ein Spiel in dem ich wohl ohne Übertreibung phasenweise zu den Top 10 in Europa gehört habe. Die LAN in Essen war jedenfalls recht verkorkst und so saßen wir irgendwann gelangweilt herum, bis jemand die BETA von Battlefield 1942 auspackte und wir uns auf Wake-Island das erstemal mit Flugzeugen beschossen. Das Spiel infizierte mich sofort und ich habe wohl von 2002 bis Ende 2003 nichts anderes so intensiv gezockt.
Hier wurde im übrigen auch mein Hass auf die Telekom geboren. Denn mein Vorstellungsgespräch/-spiel bei Mousesports musste ich mit einer usseligen ISDN-Leitung bestreiten. DSL kam zu mir in die Eifel erst, als das Internet schon weit verbreitet war, so 2004 glaube ich... Und im Gegensatz zu den RTS Games die ich vorher zockte, war BF42 etwas hungriger was die Leitung angeht. In Kombination mit Ventrilo/Teamspeak konnte ich das Spiel nicht ohne Kanalbündelung(also dem belegen von zwei Telefonleitungen) online zocken. Das ist einer der Gründe warum mir zum Zeitpunkt der Bewerbung einiges an Leistung fehlte und ich deshalb nur als Ersatzspieler auf die LANs mitfuhr, aber nicht vollständig ins Team aufgenommen wurde.
Die Freundschaft zu meinem LAN-Kollegen wurde damals auch auf eine härtere Probe gestellt. Denn es begab sich, dass ich auf einer LAN nicht benötigt wurde und mir deshalb ein eigenes Team von Randomspielern auf der LAN suchte. Als wir dann im Halbfinale auf Mousesports trafen und es einige Zeit so aussah als könnten wir mithalten, haben sich das wohl einige bei Mouse gemerkt. Jedenfalls war ich auf der nächsten LAN zum zusehen verdammt. Denn als DKH mich gefragt hat ob ich bei denen als Ersatz mitspielen will, wurde mir das untersagt. Ich zog meine Konsequenz und fuhr fortan nicht mehr auf LANs. Heute kann ich darüber schreiben, aber es hat wirklich lange gedauert bis ich das innerlich verarbeitet hatte. Einerseits fühlte ich mich verraten und andererseits war ich enttäuscht das der Traum, so naiv er auch sein mag, geplatzt war. Das hier ist die LAN auf der ich meinen letzten Erfolg feierte. Ein dritter Platz hinter nach einem knappen Halbfinale gegen Mouse. Ich saß zwar neben ihnen, doch dazu gehört habe ich wohl nie.


So war das damals. Wer weiß, vielleicht zocke ich es dieses Wochenende nochmal. Mit ner Flasche Wein und Musik wird das bestimmt lustig.  






Dienstag, Juni 11, 2013

Flaschenpost von George

Auf dem behelfsmäßigen Tisch steht eine halbleere Flasche Suntory-Whisky. Daneben eine Notiz, geschrieben auf die Rückseite einer fleckigen Urkunde der britischen Admiralität.

Juni 2013, irgendwo im zwischen den Fluten 
Der unglückliche Entdecker dieser Nachricht möge mir vergeben. Zu meiner Zeit, an diesem Ort bin ich gefangen und lediglich die Hoffnung welche ich in diese Nachricht setze gibt mir die Kraft weiter zu leben. Mit Hoffnung übergebe ich dieses Schreiben den Fluten. Welche Reise diese Flaschenpost zurückgelegt hat weiß ich nicht, daher möge es dem Entdecker freistehen, nach Lektüre derselben, zu handeln wie ihm beliebt. Welche Ironie meinem Schicksal doch innewohnt, dass ich in der Zeit der letzten Tage hier gestrandet bin. Gleichwohl ich nicht annehme, dass sich jemand des riesigen Müllflecks jemals jemand annehmen wird, so habe ich doch den Traum. Möglicherweise gibt es ja in ein paar hundert oder tausend Jahren ein historisches Interesse an dem Müll um mich herum. Der Müll von dem ich lebe. Und darin schwimmt irgendwo diese Flaschenpost herum.  
Dezember 2013, es könnte Weihnachten sein
leider ging mir die Tinte aus, also ich meine, der Kugelschreiber war leer. Aber heute fand ich endlich einen neuen. Er wurde am Nordteil der Insel angeschwemmt und lag gleich neben einem Plakat mit der Aufschrift "No Prism". Ich weiß nicht was das bedeuten soll. Vermutlich demonstrieren einige Menschen aus den Fernen Ländern wider etwas. Davon habe ich keine Vorstellung mehr. Hier auf meiner Insel lebe ich mit den Vögeln, dem Wind und dem Meer. Nicht das ich besonders glücklich wäre, so völlig allein und gestrandet im Nirgendwo. Aber ich lebe, und dass ist doch etwas!? Frei nach Kants - Kritik der reinen Vernunft, mache ich mich frei von der selbstverschuldeten Unmündigkeit. Und glauben Sie mir! Ich war nie freier als auf dieser 36km² großen Insel! Keine Technik, keine Computer, niemand der mir Gesetze macht. Niemand, außer der gewaltigen Natur! 
So sie also diese meine Flaschenpost finden. Bestellen sie den von Technik versklavten Menschen da draußen meine hochachtungsvollen Grüße! Ich lebe frei auf diesen kleinen Insel im Ozean. 

gez. George O. 

Ein älterer Herr, mit langem weißen Bart ergreift eine der leeren Suntory-Whiskey Flaschen, stopft die Nachricht hinein und wirft sie in die Brandung. Die Flasche verschwindet, taucht kurz wieder auf und wird dann von einer mächtigen Welle verschluckt. Zufrieden lächelnd steht der alte etwas verwilderte Mann an der Klippe und starrt auf das Meer hinaus. Ein Vogel setzt sich neben ihn und singt.

Montag, Juni 10, 2013

Games: Tetrinet

Zwei ältere Spiele habe ich mit Jungle Hunt und Moonpatrol ja schon vorgestellt. Daher springe ich jetzt mal für zwei Beiträge zu den "midgames". Die Zeit in der ich neben meiner Ausbildung zum Fachinformatiker immer wieder mal auf dem Sprung ins Progaming war und am Ende doch immer gescheitert bin. Warum ich damals scheiterte und was ich dabei so alles erlebt habe würde euch nur langweilen. Vielleicht schreibe ich mir das irgendwann einmal von der Seele, aber ich denke das wird noch ein paar Jahre dauern.
Also auf zum Spiel. Tetrinet! Ehrlich gesagt, ich habe das nie gemocht. Einfach weil ich vor langer Zeit Tetris auf dem Gameboy durchgespielt hatte, den A-Modus als auch den B-Modus. Aber die LANs auf denen ich damals unterwegs war, beseelt vom E-sports Gedanken des letzten Jahrzehnts boten oft genug Tetrinet-Turniere an. Also lässt man sich nicht lumpen und spielt auch in dieser Kategorie die Turniere mit. Oft genug landet man nämlich auf LANs die zwar nette Preise für Turniere ausschütten, denen es aber an wirklich guten Spielern mangelt. Ein Großteil der Gamer saß auch damals(2001-2004) schon lieber zu Hause am Rechner und zockte via Internet. Vielleicht auch, weil man da seine Cheats nicht sehen konnte. So etwas wäre auf einer LAN wohl lebensgefährlich. Das habe ich immer an LANs gemocht, niemand konnte betrügen. Hier mal ein kleines Gameplay-Video von Tetrinet.

Ihr seht auf dem Video einen großen Schirm links für den Spieler. Dazu gibt es auf der rechten Seite kleine Fenster, sie zeigen was bei den Gegenspielern passiert. Das hier ist ein simples 1vs1vs1 das vom Spieltempo der Spieler ein drittklassiges Match ist. Das ist in etwa die Geschwindigkeit die man nach 3-8h Lernzeit erreicht. Das Konzept des Spiels erzwingt eine hohe Geschwindigkeit und eine sehr genaue Hand-Augen Koordination. Denn man lässt die Blöcke nicht einfach herunterschweben, sondern zieht sie mittels Taste direkt auf den Boden. Daher werden gute Spieler immer versuchen die Blöcke bereits in der obersten Linie, direkt nach erscheinen auf dem Bildschirm auszurichten und sie herunter zu ziehen. Denn für das Spiel gilt, wer eine Reihe bei sich löscht, addiert dem Gegner eine Reihe dazu. Dazu gab es noch die Möglichkeit durch Spezials den Gegner zu stören, eigene Reihen zu begradigen oder mit anderen Spielern die Spielfelder zu tauschen. Das Spiel war eigentlich Stress pur, aber wenigstens ein nettes Theme hatten sich die Entwickler überlegt. So schön langsam der Beat... spielt mal wieder ne Runde Tetris, euer Gehirn wird sich bedanken.


Für viele mag Tetrinet auch die erste Erfahrung im Bereich Multiplayer-Games sein, ich selbst hatte da andere Spiele die mich in den Multiplayer-Bereich gezogen haben. Liest man die Kommentare bei YouTube, so ist Tetrinet aber für viele die erste Multiplayer-Erfahrung gewesen. Wie ist das bei euch? Was war euer erstes Multiplayer-Game?



Donnerstag, Juni 06, 2013

Internet, for everyone!

Wer mich schon länger liest, weiß wie sehr ich YouTube liebe! Heute fand ich etwas Großartiges. Dieses Video:


Und dann diese beiden Kommentare. Es gibt so viele Geschichten in dieser Welt die man ohne YouTube sicher niemals wahrnehmen würde. <3



und dem Upload folgend, fand ich dann noch eine Geschichte. Viel Spaß damit.
284 Views und ein Like. Hochgeladen am 10.07.2011

Listen to this man, listen carefully!

Wir brauchen kein DSDS oder was auch immer. Diese Musik wird unerreicht bleiben.... now listen!




Nachtrag vom 07.06. 9:45: Unfassbar! Heute morgen habe ich das Lied noch gehört und jetzt hat die Gemeinschaft für Entfernung von Kultur aus dem Internet es sperren lassen. Waren wohl zu viele Zugriffe aus dem Land der Sperrer und Bevormunder... als Ersatz gibt es hier was von ihm.

Noch ein Satz zu euch von der GEMA, UMG oder was auch immer Zensierer.... Kündigt euren Job und macht was Ordentliches! Eure Eltern, Großeltern, Tanten und Onkeln werden sich im Grab umdrehen, wenn sie erfahren das ihr Bücher im Internet verbrennt! 

Mittwoch, Juni 05, 2013

Banken und die Wirtschaftskrise...

Neulich besuchte ich die Webseite meiner Hausbank. Die wo man früher für das Entleeren seines speckigen Sparschweines diese billigen Marc&Penny Comics geschenkt bekam. Die Idee etwas zu sparen fand ich ganz gut. Und da meine Bank, wie so viele andere, ihre Sparbücher gegen meinen Willen abgeschafft hatte, schaute ich mir das tolle "Wachstumssparen" an.


1. Anlegezeitraum: 6 Jahre | Kündigungssperre: 15 Monate


ab 5.000 € ab 10.000 € ab 25.000 € 
im 1. Jahr0,10 %0,15 %0,25 %
im 2. Jahr0,15 %0,25 %0,35 %
im 3. Jahr0,25 %0,35 %0,45 %
im 4. Jahr0,35 %0,45 %0,55 %
im 5. Jahr0,90 %1,00 %1,10 %
im 6. Jahr1,10 %1,20 %1,30 %


Quelle: https://www.vr-banknordeifel.de/Privatkunden/Sparen-Anlegen/Anlageprodukte/Wachstumssparen/c173.html

Für 5000€ ergeben sich dafür diese Zinsen. Kurze Anmerkung, falls jemand einen Rechen-/Rundungsfehler findet, freue ich mich über einen Kommentar. Zu 100% sicher bin ich mir nämlich bei den Ergebnissen nicht.


1. Anlegezeitraum: 6 Jahre | Kündigungssperre: 15 Monate


ab 5.000 € ZinsenGesamtstumme
im 1. Jahr0,10 %5€5005€
im 2. Jahr0,15 %7,51€5012,51€
im 3. Jahr0,25 %12,53€5025,04€
im 4. Jahr0,35 %17,59€5042,63€
im 5. Jahr0,90 %45,38€5088,01€
im 6. Jahr1,10 %55,97€5143,97€


Wir würden also 143,97€ mit 5000€ in 6 Jahren verdienen. Großartig, oder? Schauen wir mal kurz auf die Inflation und deren Wirkung auf die 5000€. Nehmen wir an die Jahresinflation von 2012, die bei 2% lag und die aktuelle Jahresinflation welche sich bei 1,47% befindet,  bilden unser Mittel über die kommenden 6 Jahre. Sprich, die Wirtschaftslage bleibt relativ stabil und die Inflationsrate beträgt 1,74%.



Sparsumme Verlust durch Inflation von 1,74%Wert im Vergleich zum Sparbegin
im 1. Jahr5005€85,51 €4917,91€
im 2. Jahr5012,51€169,99€4842,52€
im 3. Jahr5025,04€253,44€4771,60€
im 4. Jahr5042,63€336,22€4706,41€
im 5. Jahr5088,01€420,46€4667,55€
im 6. Jahr5143,97€505,79€4638,18€

Was heißt das nun? Die Bank verspricht mir aus meinen 5000€ in 6 Jahren 5143,97€ zu machen. Die aber gemäß aktueller Inflationsrate in 6 Jahren nur noch einen Wert(bezogen auf die Kaufkraft von heute) von 4638,18€ hat. Zum Vergleich, würde ich das Geld nicht für 6 Jahre fest anlegen sondern unterm Kopfkissen liegen lassen. Dann wäre der Wert für die Kaufkraft bei 4508,37€. Die Bank rettet mir also 129,81€ Kaufkraft. Der Verlust mit Sparen beträgt übrigens 505,79€ Kaufkraft und der Verlust ohne Sparen 491,63€. Das liegt daran, dass der Verlust mit Sparen ja die dazugewonnenen Zinsen mit einbezieht und die Gesamtsumme im Vergleich zum Kopfkissen über 6 Jahre größer ist.

Grob geschätzt verliert man also von seinen 5000€ innerhalb von sechs Jahren 500€, das sind immerhin 10%. Wenn ihr mich fragt, solltet ihr euer Geld lieber sinnvoll investieren. Entweder ihr schenkt es mir oder ihr kauft euch davon Ausrüstung die zum Überleben der nahenden Zombieapokalypse notwendig ist. Winter is coming....

Dienstag, Juni 04, 2013

Die Reinkarnation eines Datei-Formates...

Von Wiedergeburt zu sprechen ist vielleicht etwas überzogen, ein anderes Wort fällt mir zu einem sehr besonderen Dateiformat jedoch nicht ein. Es geht um das .gif. Schon im Jahr 1999 stellte jemand die Frage, "Sind Gif-Banner tot?" Überall las man von Patentproblemen bei der Verwendung von .gifs, ein Grund warum ich früher auch eher dazu abriet .gif zu verwenden. Dann geschah die erste große VölkerFormatwanderung des Cyberspace. Flash wurde populär und verbreitete sich nicht zuletzt dank der zahlreichen Pornoseiten über nahezu alle Webseiten, griff schließlich sogar auf die Werbeindustrie über und verdrängte animierte .gifs weitestgehend aus dem Portfolio der Webagenturen. Gerne würde ich das Gesicht eines Personalers einer solchen Webagentur sehen, wenn sich da jemand mit der Qualifikation ".Gif Design" bewirbt. YouTube, wenn wir nicht von Pornos reden, ist wohl das größte Königreich für Flash gewesen das der Cyberspace, neudeutsch: Internet, jemals gesehen hat. Jede Menge Sicherheitslücken in Adobes Flashplayer und HTML5 später, scheint sich nun das Ende für das Flash-Format anzukündigen. Steve Jobs war Flash ja schon vor Jahren ein graus, vermutlich weil Apple irgendwelche Patente an Alternativen hält.

Genug geredet, schauen wir uns mal ein paar nette .gifs an. Anders ausgedrückt, lasst uns die Sau durchs Dorf treiben, äh reiten.



Schnell mal ein Argument gesucht, warum Ter Stegen nicht sooo geeignet für die Nationalmannschaft ist. Und Tada... 


Ich finde Gifs einfach großartig. Auch wenn jetzt wieder einige Leute mit png oder apng um die Ecke kommen werden, ich denke wir sollten die alten Götter des Cyberspace nicht vergessen. Denn die vermeintliche Heilsbringerschaft durch diese modernen HD-Formate ist doch auch nur ne Phase. Aber Gifs sind unsterblich, für die Ewigkeit, ja beinahe Analog! 

In diesem Sinne...



Was sind die Iron Blogger?

Es gibt einen super Vortrag vom Johannes rund um das Thema Iron Blogger in Bonn.

Viel Spaß mit dem Vortrag!


Montag, Juni 03, 2013

Games: Jungle Hunt

Lange ist es her, da saß ich vorm TV und sah mir Tarzan an. Tarzan. Allein der Name ist schon ein episches Großereignis gewesen, damals. Für die jungen Leute unter euch, dass hier ist mit Tarzan gemeint:



Dieser Schrei geht mir auch heute noch durch Mark und Bein. Und da ich ja hier von Spielen schreiben wollte, erstmal zum Eindruck ein kleines Video, neudeutsch "Gameplayvideo", von Jungle Hunt.

Jungle Hunt ist wohl das Spiel, bei dem mir das erste mal so etwas wie Intertextualität unterkam. Nicht das ich damals schon so ein tolles Wort wie Intertextualität kannte. Es war eher die monatejahrelange Debatte mit meiner Schwester ob das nun Tarzan ist oder eben nicht. Bei genauer Betrachtung sieht die Spielfigur natürlich eher nach Ernest Hemingway in seiner späten Phase aus. Doch schwang sich Hemingway jemals von Liane zu Liane? Eigentlich macht das doch nur Tarzan, und seit dem letzten Indiana Jones Film auch Harrison Ford. Einziges Problem, Tarzan trägt keine Hüte! Und als das Spiel auf den Spielemarkt geworfen wurde, gab es noch keinen der Computer die den angestaubten Harrison Ford an eine Liane gerendert haben. - Hmm, Liane ist auch ein schönes Wort, man benutzt das heutzutage ja viel zu selten. Vielleicht schreibe ich mal ne App für Singlefrauen die sich mit Männern zum Sex verabreden wollen, da wäre der Name Liane doch witzig.

TADA! Level 2. Unser Held, nennen wir ihn John Clayton III. stürzt sich in den Fluss. Die Stelle fühlt sich nach Erlösung an. Einerseits weil man endlich nicht mehr von Liane zu Liane schwingen muss. Und andererseits weil man sicher ist, dass nicht schon irgendein Affe an der Liane hängt die man sich gerade ausgesucht hat. Welche Gefahren können in einem Fluss schon lauern? Oh, lustig. Ich muss irgendwann auftauchen sonst ertrinke ich, dann mal nach oben... Krokodil! Verdammt! Krokodil! Ich beschreibe es dramatischer als es war. Der Abschnitt war einfach. Das würde ich selbst heute, mit meinen alten Fingern noch hinbekommen.

Raus aus dem Fluss und ab ins 3. Level. Nun bin ich aber sicher! Rollenden Steine! Das ist Indiana Jones und nicht Tarzan! Harrison Ford und die rollenden Steine! Wer könnte diese glorreiche Szene jemals vergessen?
Niemand! Eben! Unser Held offenbart sich am Ende also doch als Indie und nicht als Tarzan.

Auf zu Level 4!
Da hängt ne Blondine, an einem Seil! Über einem Topf mit kochendem irgendwas! Kannibalen! Herrje, es bleibt einem nichts erspart. Also los, schleichen wir uns zwischen den Kannibalen durch, springen über sie. Ohne das sie etwas davon merken!? Na gut. Das Spiel endet damit, dass man an den Frauenkörper springt und dann gemeinsam mit ihr über dem Kochtopf hängt. "Ähm, ... tja. Entschuldigen sie meine Dame. Sie können sich nicht vorstellen, was ich durchgemacht habe um zu ihnen zu gelangen." "Oh ja, ich danke ihnen!" - "Nun hängen wir hier ab." Typisch für die späten 80er, irgendwo abhängen.

Objektiv gesehen, mag das Spiel schlecht sein. Es gibt jedoch einige Besonderheiten, die ich mal aus der Wiki nach hier abschreibe. Es ist das erste Jump'n Run das auch Kampfelemente integriert, so verprügelt man in Level 2 die Krokodile mit einem Stock. Nein, kein Stock ein langes Messer! Crocodile Dundee lässt grüßen. Außerdem ist das Spiel ein sog. Linksscroller. Wohingegen die bekannten Klassiker wie auch Super Mario Rechtsscroller sind. Die Erstveröffentlichung des Spiels war im Jahr 1982. Ursprünglich hieß es Jungle King, musste aber wegen zu hoher Ähnlichkeit mit Tarzan umbenannt werden, als auch inhaltlich leicht verändert werden.