Ariakans Blog

Freitag, Juni 21, 2013

Games: Command & Conquer - Part 2

Ich schrieb bereits über den ersten Teil der Command&Conquer Reihe an dieser Stelle. Der zweite Teil von CNC erschien am 31.Oktober 1996. Daran habe ich noch recht gute Erinnerung, da ich den gesamten Oktober über jeden Tag nach der Schule in den Laden meines Vertrauens lief um zu fragen, "Ist CNC mittlerweile erschienen?". Regelmäßigen Vertröstungen folgte dann aber endlich die Aussage , "Ja, hier ist es Marco.". Junge, dass war ein Fest! Also auf in die Kampagne.

Das Szenario der Kampagne  die Eskalation des sogenannten Kalten Krieges in einen heißen Krieg. Die Westwood-Studios gingen dabei einen sehr interessanten Weg, denn zu Beginn reist ein Mensch in die Vergangenheit, genauer nach Landsberg ins Jahr 1924. Was dort geschieht sollte die Welt von CNC grundlegend von unserer Welt verändern. Damit schaffte Westwood es, plausibel zu erklären, warum die Sowjetunion nach Europa ausgreift und es um das Jahr ~1955 zum Konflikt zwischen den Alliierten und den Sowjets unter der Führerschaft Stalins kommt. Aber seht selbst, was durch Einsteins Erfindung der Zeitmaschine am Anfang geschieht.


"Time will tell, sooner or later. Time will tell." - Einstein

Und wie recht der gute Einstein doch haben sollte, ermöglicht die obige Tat doch letztlich nur den Aufstieg eines anderen üblen Gesellen des letzten Jahrhunderts. In einer der beiden Kampagnen sind wir Teil seiner Maschinerie. Seht selbst:


Tja, so eine Beförderung von Stalin ist eine zweifelhafte Ehre. Vor allem wenn man sich im nachstehenden Link die Videos zur letzten und vorletzten Mission ansieht. Da kann man sehen, was mit Generälen passiert die Fehler machen. 

Zur Weltkarte die CNC verwendet, gibt es bereits bei Wikipedia einen netten Kommentar, daher zitiere ich lediglich daraus: 

Als einer der gröbsten Fehler in Alarmstufe Rot wird immer wieder die Weltkarte angeführt, auf welcher der Spieler die Missionen auswählen kann. Diese ist aufgrund der Hintergrundgeschichte fehlerhaft. Die geographischen Ländergrenzen müssten – da Hitler nie an die Macht kam, geschweige denn den Zweiten Weltkrieg begann – die Grenzen in Europa nach dem Ersten Weltkrieg darstellen, tatsächlich sind aber die Grenzen von 1990 vorhanden. So wird Deutschland beispielsweise ohne die nach dem Zweiten Weltkrieg verlorenen Ostgebiete PommernSchlesienund Ostpreußen dargestellt. Kurioserweise gibt es aber eine Zwischensequenz, in der sich ein mit Hammer und Sichel versehener Degen in eine Europakarte bohrt, auf welcher die Grenzverläufe nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich zu sehen sind.[4] Hieran ist besonders merkwürdig, dass die Annexion der baltischen Staaten (15./17. Juni 1940) durch die Sowjetunion und die Abtretung Nordsiebenbürgens an Ungarn nach dem Zweiten Wiener Schiedsspruch (30. August 1940) dargestellt sind, Polen jedoch noch in den Vorkriegsgrenzen zu sehen und entsprechend nicht gemäß dem Deutsch-Sowjetischen Grenz- und Freundschaftsvertrag nach dem Polenfeldzug 1939 aufgeteilt ist und auch der Grenzverlauf Frankreichs noch nicht den Bedingungen des Waffenstillstandes von Compiègne (25. Juni 1940) gehorcht.
Außerdem wird in Alarmstufe Rot die UNO erwähnt. Die UNO wurde aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet, davor existierte nur die vergleichbare Organisation des Völkerbundes.



Zum Abschluss noch das letzte Video der Allierten Kampagne. 


Ach ja, zum Preis des Spiels. 89,00 DM hab ich damals hingelegt dafür. Das sind nach heutigen Maßstäben unter Berücksichtigung der Inflation ca. 67,49€. Sowas nennt man heute ein Tripple A Game. 
Eine ähnlich intensive Beschäftigung mit dem Szenario um den Kalten Krieg herum ließ sehr lange auf sich warten. Das nächste mir bekannte Spiel, dass sich ernsthaft mit dem Szenario auseinandersetzt war Operation Flashpoint von 2001, eine bis heute unerreichte Kriegssimulation aus der EGO/3rd Person Perspektive. Dem folgte im Bereich der Echtzeitstrategie natürlich die Fortsetzungen von CNC, Red Alert 2 und Red Alert 3, welche ich aber aus bestimmten Gründen nicht gesondert betrachten werde. Außerdem gab es das wirklich gute Spiel, World in Conflict. Hier der entsprechende Storytrailer zum Spiel. 


Das aktuellste Spiel mit diesem Thema "Kalter Krieg" ist wohl Wargame - European Escalation. Die ersten 2 Minuten zeigen die Einleitung in die Story des Spiels. Alles in allem kann ich Wargame jedem Fan von Echtzeitstrategie ans Herz legen, der keine Scheu davor hat wirklich schwere Missionen zu spielen. 













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