Ariakans Blog

Freitag, Juni 14, 2013

Games: Herzensangelegenheit

Alle Spiele sind einzigartig. Das gilt beim Schach ebenso, als auch bei den vielfältigen Variationen meines Herzspiels. Ich habe nichts professioneller gespielt als dieses Spiel. Warum? Nun, zunächst zeige ich euch mal einen vielsagenden Rückblick der Gamestar auf das Spiel. Dann erkläre ich den besonderen Reiz an diesem Spiel.


Wie das Video schön erzählt, die Spielkarten sind riesig. Dadurch bedingt ist das Teamplay bei diesem Spiel besonders wertvoll. Zusätzlich zum großartigen Teamplay, haben die Entwickler es geschafft verschiedene Rollen zu kreieren. Vom Pilot über den Pionier bis hin zum Sanitäter, sind nahezu alle militärischen Rollen des Settings "2. Weltkrieg" vertreten. Es war auch eines der ersten größeren Mulitplayerspiele, indem Panzer fahren, Schiffe steuern und Flugzeuge fliegen mit einem Ego-Shooter verknüpft wurden. Dadurch wirkt das ganze Spiel, trotz einer heute etwas gealterten Grafik enorm authentisch in Bezug auf die Wechselwirkung unterschiedlicher Waffengattungen. Damit sage ich natürlich nicht, dass das Spiel den Krieg simuliert oder auch nur versucht diesen zu simulieren. Solche Spiele gibt es durchaus, die habe ich auch gespielt, aber Battlefield ist ein Arcade-Game. Das sind im übrigens die meisten Ego-Shooter.
Battlefield 1942 ist aber auch ein Symbol für mein eigenes Scheitern geworden. Meine Spielhistorie ist verglichen mit anderen Gamern wohl eher durchschnittlich, im Vergleich zu den "noobs" aber doch recht groß. Und Battlefield 1942 war das erste und im Übrigen auch letzte mal, wo ich den Sprung ins bezahlte Pro-Gaming versucht habe. Begonnen hat das mit der Beta von Battlefield 1942 auf einer LAN in Essen. Hingefahren war ich mit einem langjährigen Freund und Mitspieler eigentlich um Empire Earth zu zocken. Ein Spiel in dem ich wohl ohne Übertreibung phasenweise zu den Top 10 in Europa gehört habe. Die LAN in Essen war jedenfalls recht verkorkst und so saßen wir irgendwann gelangweilt herum, bis jemand die BETA von Battlefield 1942 auspackte und wir uns auf Wake-Island das erstemal mit Flugzeugen beschossen. Das Spiel infizierte mich sofort und ich habe wohl von 2002 bis Ende 2003 nichts anderes so intensiv gezockt.
Hier wurde im übrigen auch mein Hass auf die Telekom geboren. Denn mein Vorstellungsgespräch/-spiel bei Mousesports musste ich mit einer usseligen ISDN-Leitung bestreiten. DSL kam zu mir in die Eifel erst, als das Internet schon weit verbreitet war, so 2004 glaube ich... Und im Gegensatz zu den RTS Games die ich vorher zockte, war BF42 etwas hungriger was die Leitung angeht. In Kombination mit Ventrilo/Teamspeak konnte ich das Spiel nicht ohne Kanalbündelung(also dem belegen von zwei Telefonleitungen) online zocken. Das ist einer der Gründe warum mir zum Zeitpunkt der Bewerbung einiges an Leistung fehlte und ich deshalb nur als Ersatzspieler auf die LANs mitfuhr, aber nicht vollständig ins Team aufgenommen wurde.
Die Freundschaft zu meinem LAN-Kollegen wurde damals auch auf eine härtere Probe gestellt. Denn es begab sich, dass ich auf einer LAN nicht benötigt wurde und mir deshalb ein eigenes Team von Randomspielern auf der LAN suchte. Als wir dann im Halbfinale auf Mousesports trafen und es einige Zeit so aussah als könnten wir mithalten, haben sich das wohl einige bei Mouse gemerkt. Jedenfalls war ich auf der nächsten LAN zum zusehen verdammt. Denn als DKH mich gefragt hat ob ich bei denen als Ersatz mitspielen will, wurde mir das untersagt. Ich zog meine Konsequenz und fuhr fortan nicht mehr auf LANs. Heute kann ich darüber schreiben, aber es hat wirklich lange gedauert bis ich das innerlich verarbeitet hatte. Einerseits fühlte ich mich verraten und andererseits war ich enttäuscht das der Traum, so naiv er auch sein mag, geplatzt war. Das hier ist die LAN auf der ich meinen letzten Erfolg feierte. Ein dritter Platz hinter nach einem knappen Halbfinale gegen Mouse. Ich saß zwar neben ihnen, doch dazu gehört habe ich wohl nie.


So war das damals. Wer weiß, vielleicht zocke ich es dieses Wochenende nochmal. Mit ner Flasche Wein und Musik wird das bestimmt lustig.  






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