Ariakans Blog

Montag, Juni 03, 2013

Games: Jungle Hunt

Lange ist es her, da saß ich vorm TV und sah mir Tarzan an. Tarzan. Allein der Name ist schon ein episches Großereignis gewesen, damals. Für die jungen Leute unter euch, dass hier ist mit Tarzan gemeint:



Dieser Schrei geht mir auch heute noch durch Mark und Bein. Und da ich ja hier von Spielen schreiben wollte, erstmal zum Eindruck ein kleines Video, neudeutsch "Gameplayvideo", von Jungle Hunt.

Jungle Hunt ist wohl das Spiel, bei dem mir das erste mal so etwas wie Intertextualität unterkam. Nicht das ich damals schon so ein tolles Wort wie Intertextualität kannte. Es war eher die monatejahrelange Debatte mit meiner Schwester ob das nun Tarzan ist oder eben nicht. Bei genauer Betrachtung sieht die Spielfigur natürlich eher nach Ernest Hemingway in seiner späten Phase aus. Doch schwang sich Hemingway jemals von Liane zu Liane? Eigentlich macht das doch nur Tarzan, und seit dem letzten Indiana Jones Film auch Harrison Ford. Einziges Problem, Tarzan trägt keine Hüte! Und als das Spiel auf den Spielemarkt geworfen wurde, gab es noch keinen der Computer die den angestaubten Harrison Ford an eine Liane gerendert haben. - Hmm, Liane ist auch ein schönes Wort, man benutzt das heutzutage ja viel zu selten. Vielleicht schreibe ich mal ne App für Singlefrauen die sich mit Männern zum Sex verabreden wollen, da wäre der Name Liane doch witzig.

TADA! Level 2. Unser Held, nennen wir ihn John Clayton III. stürzt sich in den Fluss. Die Stelle fühlt sich nach Erlösung an. Einerseits weil man endlich nicht mehr von Liane zu Liane schwingen muss. Und andererseits weil man sicher ist, dass nicht schon irgendein Affe an der Liane hängt die man sich gerade ausgesucht hat. Welche Gefahren können in einem Fluss schon lauern? Oh, lustig. Ich muss irgendwann auftauchen sonst ertrinke ich, dann mal nach oben... Krokodil! Verdammt! Krokodil! Ich beschreibe es dramatischer als es war. Der Abschnitt war einfach. Das würde ich selbst heute, mit meinen alten Fingern noch hinbekommen.

Raus aus dem Fluss und ab ins 3. Level. Nun bin ich aber sicher! Rollenden Steine! Das ist Indiana Jones und nicht Tarzan! Harrison Ford und die rollenden Steine! Wer könnte diese glorreiche Szene jemals vergessen?
Niemand! Eben! Unser Held offenbart sich am Ende also doch als Indie und nicht als Tarzan.

Auf zu Level 4!
Da hängt ne Blondine, an einem Seil! Über einem Topf mit kochendem irgendwas! Kannibalen! Herrje, es bleibt einem nichts erspart. Also los, schleichen wir uns zwischen den Kannibalen durch, springen über sie. Ohne das sie etwas davon merken!? Na gut. Das Spiel endet damit, dass man an den Frauenkörper springt und dann gemeinsam mit ihr über dem Kochtopf hängt. "Ähm, ... tja. Entschuldigen sie meine Dame. Sie können sich nicht vorstellen, was ich durchgemacht habe um zu ihnen zu gelangen." "Oh ja, ich danke ihnen!" - "Nun hängen wir hier ab." Typisch für die späten 80er, irgendwo abhängen.

Objektiv gesehen, mag das Spiel schlecht sein. Es gibt jedoch einige Besonderheiten, die ich mal aus der Wiki nach hier abschreibe. Es ist das erste Jump'n Run das auch Kampfelemente integriert, so verprügelt man in Level 2 die Krokodile mit einem Stock. Nein, kein Stock ein langes Messer! Crocodile Dundee lässt grüßen. Außerdem ist das Spiel ein sog. Linksscroller. Wohingegen die bekannten Klassiker wie auch Super Mario Rechtsscroller sind. Die Erstveröffentlichung des Spiels war im Jahr 1982. Ursprünglich hieß es Jungle King, musste aber wegen zu hoher Ähnlichkeit mit Tarzan umbenannt werden, als auch inhaltlich leicht verändert werden.




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