Ariakans Blog

Dienstag, Juli 16, 2013

Der Krieg im Kopf

Heute stieß ich auf einen höchst bedenklichen Blogeintrag, via @sebkipp. Er handelt von der Selbstzensur eigener Gedanken. Erzählt wie das private Gespräch in den Blickfang des öffentlichen Interesses gerät. Dazu möchte ich auch ein paar Sätze loswerden. Denn es ist unsere Generation die kämpfen sollte, nein, kämpfen muss! Unsere Kinder werden mit der Technologie und der damit verbreitbaren Kultur aufwachsen. Ich bin sicher, in 20 Jahren werden nur noch ein paar Rentner wissen was eine MP3 ist und das "freie" Internet wird Geschichte sein. Welche Folgen hat das? Ganz einfach, wir werden im digitalen Knast leben, uns wird regelmäßig in der digitalen Kantine der ewig gleiche Kulturbrei vorgesetzt und das einzig analoge das wir ab und an tun, wird fressen und scheißen sein. Den Rest der Zeit verbringen wir in diesem "sauberen" Netz und geilen uns an unseren differenzierten weichgespülten gutsklavenmenschlichen Ansichten auf. Aber frei? Frei wird niemand mehr sein. Denn heute sind wir im Krieg und die meisten wissen es nichtmal. Heute definieren wir die Grenzen dessen, was für uns an Zensur, bzw. anerzogener Selbstzensur, noch erträglich ist. Unsere Kinder werden da einfach hineinwachsen und sich daran gewöhnen. Sie werden kein Problem damit haben permanent überwacht zu werden, permanent zensiert zu leben. Und was tun wir ? Wir sind die Guten und wir benehmen uns angemessen, immer. Ein Beispiel gefällig?

Bushido. Bei Facebook sind diejenigen die auch gerne etwas rebellisch Nachrichten über Edward Snowden und die NSA liken, diejenigen die jetzt Bushido kritisieren. Sagen er sei schwulenfeindlich, frauenfeindlich und rufe zum Mord an Politikern auf. Geht's noch? Könnt ihr überhaupt noch atmen unter eurer Doppelmoral? Man kann freie Meinungsäußerung nur bewahren, wenn man auch die falsche Meinungsäußerung zulässt, egal wie debil sie ist. Es gehört zum Mensch sein dazu, dass die ganze verfickte Scheiße auch mal aus einem heraus bricht, man sich seinem Zorn ergibt und laut Scheiße ruft. Welche Worte dabei benutzt werden und gegen wen sich der Zorn richtet, ist in erster Linie eine Frage von Bildung und kultureller Vorgeschichte. Ganz im ernst, sich über die Ausdrucksweise und die "Opfer" eines Rappers zu echauffieren ist für mich ein Teilschritt in eine sich selbst zensierende Gesellschaft. Ganz abgesehen davon, dass es lediglich Marketing von Bushido ist um sein neues Album zu verkaufen. Dennoch ein hilfreicher Indikator für die Großköpfigen um die Grenzen des "guten Tons" der Zensur auszutesten.




Wie oft habt ihr schon bei Facebook dagesessen und gedacht, ne, dass kann ich hier nicht schreiben. Das wird ja alles überwacht. Übrigens, es wird bereits überwacht wenn ihr es eingetippt habt, ihr müsst es nicht erst absenden bevor Facebook es mitloggt. Na, habt ihr euch schon einmal selbst zensiert?- Nein? Dann hoffe ich inständig ihr seid mutig und euch war es egal. Denn wenn die Antwort Nein ist, weil ihr denkt, "Ich tue ja nichts böses.". - Dann, ja dann. Fickt euch! Niemand braucht euch auf diesem Planeten! Wenn ihr einem System den Bodensatz an braven Bürgern gebt, den es braucht um eine Überwachungs-/Manipulationsmaschinerie zu installieren, natürlich alles im Interesse des braven Hans, dann fickt euch! Geht und wählt brav die CDU oder die FDP oder wer auch sonst gerade gut darin ist, in den Arsch derer zu kriechen, die schon George Orwell als Feinde der Menschheit enttarnt hatte. Kommt am Ende aber bloß nicht angekrochen, denn Vergebung findet ihr nicht. Ihr seid nur Kollateralschaden. 


nochmal deutlicher, für diejenigen die es nicht verstanden haben. Folgt diesem Link: http://www.zeit.de/digital/internet/2013-07/entwurf-netzneutralitaet-eu-kommission und dann


!!!






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