Ariakans Blog

Dienstag, September 03, 2013

Wrong Turn.

Einigen dürfte ja bekannt sein, dass ich mir gerne schlechte Horrorfilme ansehe. Genaugenommen sind alle Horrorfilme schlecht, ich weiß, aber ich setze dennoch grundsätzlich ein schlecht vor die Filme. Dann muss man sich nämlich nicht vor der geistig kulturellen Elite dafür rechtfertigen, dass man diese Filme sehr mag. Gerade bei Wrong Turn habe ich schon mehrfach das Erlebnis gehabt, dass man sonst nur von wirklich guten Filmen kennt. Bewusstlos auf dem Küchentisch zu liegen, während man diverse Körperteile abgehackt bekommt. Nun denn, Wrong Turn kehrt in regelmäßigen Abständen zu mir zurück. Sei es durch Erzählungen von Freunden wie sie Wrong Turn 4 fanden, oder wie zuletzt, durch meinen Blog. WTF!? Ja, mein Blog hat mich erinnert. Und zwar durch einen Besucher aus dem schönen Mount Airy, Maryland. Ich hab mir die Gegend mal mittels Google Maps angesehen, und dabei viel mir die Nähe zu West Virginia auf. Und bei einem schnellen Überflug wunderte ich mich dann über die vielen Friedhöfe in dem riesigen Waldgebiet. Hier ein kleines Beispiel:


Ein Wald voller Friedhöfe, also ein Wald vollgepackt mit Leichen. Das ist das Setting für Wrong Turn, eine Geschichte die ohne Staus nicht möglich wäre. Denn der Versuch einen Stau zu umfahren lässt unseren Protagonisten mit seinem Ford Mustang eine alternative Route durch den Wald nehmen. Dabei prallt er abgelenkt auf den Geländewagen von vier jungen Erwachsenen, die ihrerseits eine Reifenpanne hatten nachdem sie über einen auf der Straße aufgespannten Stacheldraht gefahren sind. Gestrandet im Nirgendwo beschließt die Gruppe sich zu trennen, zwei bleiben bei den Autos und die anderen drei begeben sich auf die Suche nach einem Telefon. Gut, diese Geschichte könnte auch eins zu eins so im Sauerland oder der Eifel spielen. Der besondere Charme von West Virginia ließe sich dort aber nicht reproduzieren. Wie das nachstehende Bild schön illustriert, findet sich in West Virginia noch echte Wildnis, die die ganzen Trapper und Goldsucher als sie nach Kalifornien und die Rockys aufbrachen, einfach vergessen haben zu erobern.


Bzw. die USA einfach vergessen haben, nach der Eroberung durch wilde Barbaren, dass Land weiter zu entwickeln. Denn als der Wilde Westen in Kalifornien schon lange Geschichte war, befand sich das wilde freie Leben in West Virginia noch in der Blütezeit. Sofern man bei ungewaschenen Bergbauarbeitern von Blüte sprechen kann. Aber das kennt man ja schon aus dem Ruhrgebiet, diese Bergbauern sind ein kerniges Völkchen. Warum West Virginia? Das kann wohl niemand beantworten, aber ich meine die riesigen unerschlossenen Waldflächen und die darin zurückgezogen lebenden Menschen lassen das Gebiet für Horrorfilme so perfekt werden. Darüber hinaus gibt es ja auch eine nette Legende aus den 70er Jahren. Die des Mottenmannes, die Geschichte wurde mit Richard Gere 2003 verfilmt. Und der Mottenmann ist schließlich die Vorlage zu Jeepers Creepers, zumindest behaupte ich das so lange mir niemand das Gegenteil beweisen kann! Und wer Jeepers Creepers nicht kennt, dem sei nur der kurze Eintrag zum Regisseur von Jeepers Creepers ans Herz gelegt. Der ist verstörend, allerdings nicht halb so verstörend wie Jeepers Creepers...

Wer sich von euch jetzt etwas mehr für das echte West Virginia interessiert, dem sei diese Doku ans Herz gelegt. 
Zum Schluss noch ein Liedchen von Hank Williams, mit einem dieser White Jungs...

The Sheriff wants to kill me, because i fucked his wife...


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