Ariakans Blog

Donnerstag, Dezember 12, 2013

Let's talk about porn...

The internet is for porn. Der Grund warum sich das Internet schnell und flächendeckend durchsetzen konnte, sind Pornos. Oder vielmehr der durch Testosteron erzeugte Drang nach Fleisch. Das ist politisch nicht unbedingt korrekt, denn es gibt seit Jahren eine Debatte über Pornografie und die Missachtung der Würde von vor allem weiblichen Darstellerinnen. Nichts desto trotz, bin ich ein Verfechter der Pornografie und ich glaube auch nicht, dass jedes Porno die Frau verunglimpft und entwürdigt. Wie hoch der Prozentsatz der guten Pornos ist, weiß ich allerdings nicht. Und mir ist auch keinerlei Qualitätskontrolle oder freiwilliger Selbstkontrolle bekannt. #wasfehlt Was sich allerdings so kurz vor Weihnachten in der Post von so manchem Familienvater findet, lässt mich aufschreien. Eine Anwaltskanzlei verschickt nämlich Abmahnungen gegen die Nutzer von RedTube.com, einer Webseite auf der man sich Streams von Pornos ansehen kann. Die Abmahnung umfasst eine rechtlich zweifelhafte Aufforderung eine Unterlassungserklärung zu unterzeichnen und 250€ zu zahlen. Die Süddeutsche spricht von 100.000 Abgemahnten und die Zahl steigt weiter, da noch lange nicht alle Briefe versandt wurden. 25 Millionen Euro für das angeblich illegale Ansehen von Pornos auf einer Plattform die mit kostenlosem Streaming von Pornos wirbt und darüber hinaus auch als Werbeplattform vieler Pornoproduzenten genutzt wird. Denn auch auf RedTube laden Hersteller von Pornos Ausschnitte ihrer Filme hoch und verlinken diese Videos entsprechend auf ihre Webseiten. Qualitativ ist der Vorgang vergleichbar mit dem Abmahnen von Nutzern die sich auf YouTube Ausschnitte von Filmen ansehen. Das Kalkül der Abmahner? Von 100.000 wollen wenigstens 10%-60% keinen Stress und es ist ihnen peinlich zu ihrem Anwalt zu gehen, also zahlen sie brav die 250€. Was das deutsche Recht alles zulässt ist unerhört. Auf bloßen Verdacht des Urheberrechtsmissbrauchs gibt ein Richter die Anweisung an den Provider IP-Adressen den Namen zuzuordnen und ermöglicht es damit einem dritten das Surfverhalten detaillierter zu analysieren. Denn und das ist ein Thema das bisher von den Zeitungen nicht beleuchtet wurde, diese Anwaltskanzlei ist im Anschluss an das Verfahren im Besitz von IP-Adressen, Namen und Zeitraum in der die IP-Adresse genutzt wurde. Somit könnte die Kanzlei ohne weiteres auch andere Tätigkeiten des Abgemahnten im genannten Zeitraum nachvollziehen. Das ist meiner Ansicht nach ein grober Rechtsbruch. Und da fragt man sich doch, haben diese fertig studierten Juristen nichts besseres zu tun?

Bis dato habe ich übrigens noch keinen solchen Brief erhalten und ich kenne auch noch niemanden persönlich, aber das ist wohl nur eine Frage der Zeit. Und was wenn ich gar keinen kriege? Weicht mein Pornogeschmack dann von der Norm ab? Och je, jetzt weiß ich gar nicht mehr ob ich abgemahnt werden will oder nicht... naja.. solange ich darüber nachdenke könnt ihr euch ja dieses nette Pornofilmchen ansehen. Vielleicht ist bis Weihnachten ja doch noch ein Brief da...



PS: Für die Abgemahnten

Die Verbraucherschutzzentrale NRW rät aktuell dazu, die Unterlassungserklärung nicht zu unterzeichnen und sicherheitshalber rechtliche Beratung in Anspruch zu nehmen. Der Freisinger IT-Rechtsanwalt Thomas Stadler hält die Abmahnungen aufgrund handwerklicher Mängel für unwirksam. Quelle: http://derstandard.at/1385170758019/Porno-Abmahnwelle-war-erst-der-Anfang

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