Ariakans Blog

Mittwoch, Januar 29, 2014

Wikipedia-Suche in Gnome 3.10.2.1

Das neue Gnome ist SUPERMEGATOLL! Wäh Linux, das les ich nicht! Doch! Sollst du! Denn mittlerweile ist das neue Gnome herangewachsen und es entwickelt sich zu einer sehr benutzerfreundlichen Oberfläche. Und da ich mich heute den ganzen Abend damit beschäftigt habe und mich darüber gefreut habe, teile ich hier ein paar nette Detailinformationen die nützlich sein können. Es gibt auf dieser Seite https://extensions.gnome.org/extension/512/wikipedia-search-provider/ eine Wikipedia-Extension für Gnome 3 mittels der man über "windowstaste + w" den Inhalt des Clipboards (Strg + c) in der Wikipedia durchsuchen kann. Das nette Tool durchsucht dabei standardmäßig die englische Wikipedia. Anbei deshalb ein kleines Tutorial wie man schnell das Tool so umprogrammiert, dass es per default die deutsche Wiki zur Suche nutzt.

Nach der Installation geht man in einem Terminal(Konsole) in das Verzeichnis der Extension unter

cd ~.local/share/gnome-shell/extensions/wikipedia_search_provider@awamper.gmail.com/

nun öffnet man mittels 

gedit utils.js 

die Datei utils.js

anschließend editiert man die Zeile: 
result_url = protocol+language+'.'+WIKIPEDIA_DOMAIN;

zu 
result_url = protocol+'de.'+WIKIPEDIA_DOMAIN; 

Danach die Datei utils.js speichern und die extension neustarten, bzw. Gnome oder einfach den PC neustarten.  Ab da an sucht man standardmäßig in der deutsche Wiki. Viel Spaß

Hier noch ein Bild der hübsch aufgereihten Suchergebnisse in der Extension für Milch.

Montag, Januar 27, 2014

Religiös motivierte Propaganda am Beispiel der konstantinischen Wende

Dinge die ich niemals schrieb.
Der Titel des Beitrages steht symbolisch für meine nie verfasste Magisterarbeit. Mein Plan, die Rezeptionsgeschichte der sog. konstantinischen Wende ab 312 bis zur französischen Revolution zu untersuchen blieb eine Idee. Schade eigentlich, denn ich bin immer noch davon überzeugt, dass sich unter diesem, zugegebenermaßen holprigen, Arbeitstitel eine Möglichkeit findet, die gesamte Kirchengeschichte grundsätzlich neu zu beleuchten und damit letztlich auch in Frage zu stellen. Denn bereits während eines Seminars an der Uni Bonn und der sich anschließenden Hausarbeit, stieß ich auf ein Sammelsurium an zunächst verwirrende, später als Propaganda zu identifizierende Artikel und Aufsätze über die konstantinische Wende. Die Hinwendung des damaligen römischen Kaisers Konstantin zum Christentum wirkt weit bis in das frühe Mittelalter hinein und stellt einen essentiellen Bestandteil zur Identitätsstiftung des weströmischen Christentums dar. Allerdings, das Lied vom Scheitern in meinem Kopf hält sich penetrant. Dem Scheitern meiner Studien an der Uni Bonn und der deshalb nie geschriebenen Magisterarbeit.


Ich dachte ich könnte es erzwingen,.... tja. Im Schatten des humboldtschen Bildungsideal zu studieren, befreit den Studenten von der Gefahr und letztlich auch von der Angst zu scheitern, es sei denn man studiert in diesem Konzept mit der Prämisse in X-Semestern fertig sein zu müssen, weil dann das coole Bachelor/Master System eingeführt wird und die Magisterstudiengänge nicht mehr angeboten werden können/dürfen. An all die traurigen Bachelor/Master-Studenten die für ihre Recherche über Konstantin den Großen hier landen, hier eine winzige Definition des humboldtschen Bildungsideals zitiert aus der Wikipedia:

Das humboldtsche Bildungsideal entwickelte sich um die zwei Zentralbegriffe der bürgerlichen Aufklärung: den Begriff des autonomen Individuums und den Begriff des Weltbürgertums. Die Universität soll ein Ort sein, an dem autonome Individuen und Weltbürger hervorgebracht werden oder genauer gesagt, sich selbst hervorbringen.
  • Ein autonomes Individuum soll ein Individuum sein, das Selbstbestimmung und Mündigkeit durch seinen Vernunftgebrauch erlangt.
  • "Das Weltbürgertum ist jenes kollektive Band, das die autonomen Individuen, unabhängig von ihrer sozialen und kulturellen Sozialisation verbindet: Bei Humboldt heißt es: "Soviel Welt als möglich in die eigene Person zu verwandeln, ist im höheren Sinn des Wortes Leben". Das Bemühen soll darauf zielen, sich möglichst umfassend an der Welt abzuarbeiten und sich dadurch als Subjekt zu entfalten. Zum Weltbürger werden heißt, sich mit den großen Menschheitsfragen auseinanderzusetzen: sich um Frieden, Gerechtigkeit, um den Austausch der Kulturen, andere Geschlechterverhältnisse oder eine andere Beziehung zur Natur zu bemühen."[1] Die universitäre Bildung soll – ganz im Gegensatz zu dem, was heute proklamiert wird – keine berufsbezogene, sondern eine von wirtschaftlichen Interessen unabhängige Ausbildung sein.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Humboldtsches_Bildungsideal, 27.01.2014 18:00 Uhr

Traurig macht mich das. Denn die oben angegebenen Ziele sind meiner Ansicht nach grundsätzlich für jeden Menschen zu erreichen, sofern ihm die dafür notwendige Zeit zur Entfaltung gewährt wird. Zum Dank liefert dieses Bildungssystem einen Output an vernunftbegabten Menschen einerseits und, leider, einen gewissen Anteil an auswendig lernenden Schnellmagistern andererseits. Jetzt haben wir glücklicherweise ein Bildungssystem, dass nur noch auswendig lernende Prüfungsexperten liefert. Für die sog. Wirtschaft ist das sicherlich von Vorteil, denn nach dem Studium muss sich sowieso jeder einarbeiten und "auswendig lernen" bevor er produktiv arbeiten kann. Nunja... der Eintrag ist schon wieder zu lang um jetzt nochmal auf den guten Konstantin zu kommen. Das mache ich dann an anderer Stelle nochmal. 




Freitag, Januar 24, 2014

Erwachen...


Kaum hatte er die Augen aufgeschlagen, da war es wieder da. Das Gefühl der Trägheit. Eine Last die so schwer auf seinem alten gebrochenen Körper lastete. Es war 8:00 Uhr und langsam schob er seine Hand zum Handy um es zur Ruhe zu bringen. Wie lange hatte er geschlafen ? Es müssen drei oder vier Stunden gewesen sein, seit er das letzte mal aus einem üblen Alptraum hoch geschreckt war. Er begann zu rechnen, von 22:00 bis 8:00. „Ach was solls, es spielt keine Rolle wie lange ich geschlafen habe. Mein Körper schmerzt, meine Seele stirbt in ihrem Selbstmitleid und es ist wieder einer dieser Tage an denen mein Körper nicht wach werden will.“ Langsam quälte er sich aufrecht in seinem Bett nach oben, die Müdigkeit und das weiche warme Bett verdrängend. Es war Freitag, Wochenende ! Doch die Freude die er früher gehabt hatte an einem Freitag aufzustehen und den Morgen zu genießen war lange vorbei. Schon seit Monaten stand einfach zu viel auf dem Spiel. Es war nicht die Welt die er bemitleidete, es waren auch nicht die Menschen in der Welt, die er zu retten versuchte. Nein. Einzig seine Seele wollte er vor den Göttern und falschen Illusionen retten. Langsam stand er auf und dehnte seinen schmerzenden Rücken dem kalten trüben Licht entgegen das durch seine gelben Vorhänge ins Fenster drang. Die Sonne müsste man sein, dachte er, sie geht von alleine auf und unter, voller Energie liegt sie in einem himmlischen Bett aus Nichts und Milliarden von Seelen drehen sich jeden Tag um sie herum, sehnen sich nach ihr in kalten Tagen, erfreuen sich ihrer Kraft beim Essen und leben nur weil ihr sich dieser sonst so kalte Planet zudreht. Langsam, dem knacken und spannen seines Rücken lauschend, ging er ins Bad. Die braunen viel zu alten Kacheln begrüßten ihn im wehklagen eines Badezimmers, dass schon viel zu lange keine Renovierung mehr erlebt hatte. Er war kein schmutziger Mann, aber sooft er auch das Bad putzte, so ward ihm der Eindruck immer derselbe. Den Dreck, den er wahrzunehmen glaubte konnte er nicht abwaschen. So stand er vor der Toilette, entspannte sich, entleerte seinen wenig duftenden Morgenurin ins Klo. Dreißig Sekunden Entspannung, das waren die einzigen Sekunden an diesem Tag von denen man sagen konnte das er sich etwas entspannte. Im selben Moment als er in den Spiegel sah, der über dem Waschbecken, direkt zwischen Dusche und Toilette hing, verlor sich das Gefühl der Entspannung in die Sorgen des Tages eines unglücklichen Mannes. In Gedanken hing er noch dem Alptraum der letzten Nacht nach, als er leise zu sich sagte:“Wenn dieser Traum nur einen Tag Realität wird, kann sich die Welt die Kugel geben.“. Langsam begann sein Herz mit schnelleren Schlägen neben seinem Bewusstsein auch die restlichen Teile seines Körpers zu beleben, nicht das es etwas Gutes wahr die schmerzenden Gelenke zu fühlen, die Verspannungen zu fühlen die sich durch seinen ganzen Körper zogen. Doch jetzt war er wenigstens wach genug um nicht in der Dusche durch einen unachtsamen Fehltritt das Gleichgewicht zu verlieren und auf eine der scharfkantigen Armaturen zu fallen. So trafen ihn laut und hart die Tropfen des Wassers aus der Duschbrause. Immer heißer drehte er das Wasser um seinem Körper ein wenig mehr das Gefühl von Entspannung zu schenken. Dabei viel ihm auf das sein Traum ebenfalls in der Dusche begonnen hatte. Gleich nachdem er geduscht hatte klingelte es an der Tür und er eilte hastig nur mit einem Handtuch bekleidet, dass seine steifen Lenden bedeckte zur Tür. Dort stand er, nur getrennt durch eine Holztür von ihm.

Mittwoch, Januar 15, 2014

Burgervolution.

Gestern war wieder so ein destruktiver Tag. Arbeiten, Sport und mit der Freundin zu Burger King gefahren. Nun, das klingt nicht destruktiv? Dann passt mal gut auf. Seit Jahren,um genau zu sein einem guten Jahrzehnt, besuche ich mehr oder weniger regelmäßig Burger King und esse deren Burger. Da meine Freundin mich aber dazu motivieren konnte, mich gesünder zu ernähren war ich seit Ewigkeiten nicht mehr da, hatte zeitweise Burger King vergessen. Aber aus einer Laune heraus fuhren wir dann gestern Abend doch mal zu BK. Was soll ich sagen? Es hat mir nicht geschmeckt und ich habe nicht alles aufgegessen(Was ich aber dem Sport zuschreibe, mein Magen ist SICHER NICHT geschrumpft. Bärenmagen schrumpfen nicht!). Acht Euro irgendwas habe ich bezahlt, dafür bekam ich Essen das mir nicht geschmeckt hat. Und ich musste schon während dem qualvollen Prozess des Essens über das "Warum" nachdenken. Für vier Euro mehr, hätte ich bei BurgerYourBeef einen größeren und frischeren Burger, bessere Pommes und 0,5l mehr Gesöff bekommen. Wohlgemerkt, nach Hause geliefert! So scheint es, als habe sich mein Geschmack verändert und akzeptiere kein "billiges" Fast Food mehr. Der Ursprung der Burgervolution liegt dabei in meiner frühesten Kindheit. Als Entschädigung für stundenlanges Einkaufen und Langweilen mit meiner Mutter, wurde mir als Entschädigung immer ein Essen bei McDonalds angeboten. So wuchs in meinem Kleinhirn ein Bereich heran, der Konsumkritik mit Burgern verbunden hat. Was soviel bedeutete wie, statt zu konsumieren aß ich Burger. Mit den Jahren kam es dann zu einem geschmackliche Verfall von McDonalds Burgern und ich wechselte das Lager zu Burger King. Und jetzt? Tja. Ich scheine dem Burger King Lager entwachsen zu sein. Und das schlimme an all dem ist, dass ich tief in mir drin weiß, dass ich auch BeefYourBurger eines Tages entwachsen sein werde. Oh ihr Götter! Was straftet ihr mein Altwerden mit dem Verfall meines schlechten Geschmacks? Muss ich bis zu meinem Grab in die ökopolitisch korrekte Ecke eines stinkenden Bio-Supermarktes kriechen um zu genießen? Dionysos was verließest du mich? Oh wehe mir! Ehrte ich dich nicht immer? Oh weh!




Montag, Januar 13, 2014

Flaute...

Ja, ich lebe noch. Nein, ich habe keinen anderen Blog eröffnet und deshalb damit aufgehört hier zu posten.  Kommt posten eigentlich von posieren? Who knows... Meine Schreibfäule gleicht dem Winter, da herrscht ebenso Flaute. Die Schreibfeder meiner rechten Gehirnhälfte fühlt sich taub an, keine Ahnung warum. Was sollte ich auch groß zu erzählen haben? Ich hatte Urlaub, habe Abstand genommen. Abstand von Freunden, Abstand vom Internet, Abstand vom Zocken, Abstand von News, Abstand von Geopolitik und noch von so vielem mehr. Die Folge war leider keine tiefere Erkenntnis in den Sinn und Unsinn des Seins. Der einzige Erfolg, ich habe die Staffeln 3-6 von Sons of Anarchy durchgesehen, ganz nett. Was hat mir dieses Abstand schaffen sonst gebracht? Mit Sicherheit kann ich das natürlich nicht sagen, aber ich glaube ich habe mich in dieser Zeit etwas vom allgemeinen Freizeitstress erholen können. Konnte bewerten was ich vermisse und was nicht. Derzeit scheint es vor allem das Zocken zu sein, was ich nicht vermisse. Und das Paradoxe ist, genau dieser Aspekt macht mich traurig. Das Zocken sollte meine Hobby sein. Bis ich im Grab liege, so dachte ich jedenfalls früher, wäre das Zocken teil meines Lebens. Aber jetzt ist einfach keine Lust mehr dazu da... egal welches Spiel ich anfasse, nach wenigen Minuten vergeht mir die Lust. Das eine ist zu trivial, das andere zu grindig und und und... Nun herrscht also Flaute in meinem liebsten Hobby... Was tun? Ich weiß es nicht.