Ariakans Blog

Dienstag, Februar 25, 2014

Besser, Höher, Weiter & Sinnloser

Where no man has gone before... der Ruf nach technologischer und kultureller Entwicklung scheint allen Menschen inne zu wohnen. Der Titel spricht aus, was wir alle wollen, ob es sinnvoll ist oder nicht. In China haben se gerade Smog... http://www.fr-online.de/politik/china-ruft-smogalarm-fuer-millionen-aus,1472596,26337538.html

Wie man auf die irre Zahl von 400 Millionen kommt weiß ich allerdings nicht, ist auch nicht so wichtig. Jedenfalls dachte ich mir daraufhin, guckste mal wie das mit dem Smog bei uns damals war. So vor 40 Jahren als der Westen noch der Motor der Industrie war und in China alle noch Fahrrad fuhren und in Papierhütten lebten. Und siehe da, ich fand einen netten Artikel aus dem Feuilleton einer großen amerikanischen Wirtschaftszeitung.



Tja, the quality of life und das gute Leben.... am Ende scheint es doch immer so zu sein, dass unser Genuss tödlich endet. Schade eigentlich... 


Montag, Februar 24, 2014

Priorisierung der Debatten....

"I would defend the liberty of consenting adult creationists to practice whatever intellectual perversions they like in the privacy of their own homes; but it is also necessary to protect the young and innocent. ” 
― Arthur C. Clarke

Die neue Medienwelt, -landschaft gleicht einem riesigen Zeitverbrennungsapparat. Von Regenbogenbeschmutzern wie Matthias Matussek bis zu Integrationsunwilligen wie einem Thilo Sarrazin, ist die Feuilletonszene mit dem Abguss gefüllt, den man erhält, wenn man den Bodensatz der Gesellschaft verkocht. Der Bodensatz. Das sind nicht die bildungsfernen, -unwilligen integrationsabgehängten Hartz-IV Schamlosen, wie man üblicherweise im leicht dekadent angehauchten Internetjargon der Netzhipster vernehmen kann. Keinesfalls! Denn diese Menschen sind arm. Arme Menschen nerven nicht, arme Menschen leiden. Und nur wer leidet, findet das seelische Gleichgewichte das den Pappnasen im Feuilleton abhanden gekommen ist. Nur wer leidet hat die richtigen Prioritäten. Prioritäten sind es, auf die es ankommen sollte. Doch die Prioritätendebatte existiert heute nicht mehr, heute ist Priorität die Quote und wenn das alte Volk, welches nun auch im #neuland angekommen ist, lieber von Herrn Matussek lesen will wie scheiße es doch ist, ein Smartphone bei direkter Sonneneinstrahlung zu bedienen, dann wird sowas eben auch gedruckt[digital]. Völlig vernachlässigt dabei, die Versuche vor 30 Jahren ein Fax im Stadtpark zu verschicken. Wenigstens ließ man damals im Feuilleton noch Experten zu sich in die Redaktion karren und hob sich als Schreiberling nicht selbst zum Experten empor, wie das vor allem von Herrn Matussek immer wieder gerne getan wird.

Dieser Matussek nervt, weil er so ist wie du und ich. Ungebildet, oder besser verbildet, schmiert er jeden Mist ins Netz, was seinem Glauben nach als Opfer der heiligen Quote gereicht.
Ob nun die sexuelle Orientierung eines Teiles der Gesellschaft oder die Vernarrtheit eines anderen Teiles des Gesellschaft in Technik. Das Alt-Konservative will im Netz schließlich auch bedient werden. Oma, Opa und der Pfaffe surfen schließlich auch. Auf der anderen Seite stehen dann die Gutdenker, deren einziges Handeln darin besteht, ihre eigene Ideologie ins Netz zu tippen. Halleluja! Das Internet macht uns frei! Uns sind in diesem Fall vor allem diejenigen, deren geistiger Abfall medienwirksam in die Öffentlichkeit tropft. Wie der Schleim eines geplatzten Geschwürs am Arsch des letzten Mammuts, verbreitet sich dieser Schleim auf die zum Konsum Verbannten. Die Verbannten sind nämlich keineswegs frei, denn die müssen sich den Dreck ständig in den Nachrichten, News oder neulanddeutsch im "message flow" ansehen. Dazu kommen die debilen Filterbubbles von Google, Facebook, Shit und Co, die nur dazu führen, dass man immer mehr von dem Scheiß der anderen lesen muss, weil man versucht hat mittels der Kommentarfunktion eben jenen Scheiß zu korrigieren, bzw. den Autor etwas zu erhellen. Dieses ganze Medienzeugs ist ein riesiger Scheißtroll! Läuft man Sturm gegen ihn, produziert er nur noch mehr Scheiße. Ignoriert man ihn, wird er irgendwann als Normalzustand akzeptiert. Nur töten, töten kann man ihn nicht. Denn Sterben ist buuuhuuu, gesellschaftlich wird das Sterben nicht mehr akzeptiert. Und während die 2. Generation von Netzankömmlingen das #neuland besiedelt ziehe ich mich mit den Indianern zurück, irgendwohin wo es noch keine dieser Affen 2.0 gibt. Wo das ist? Nun, sowas veröffentlicht man nicht, wenn man nicht gleich Horden von 2.0-Affen einladen will. Nur soviel, wenn die Bedienung des Dienste nicht hoch kompliziert ist, dann lohnt es sich nicht den Dienst zu nutzen. Denn dann sind die Netmonkeys nicht weit... Bis dahin wünsche ich viel Spaß damit, die Debatten der Feuilletons zu ertragen, es könnten die letzten gesellschaftlichen Debatten sein die noch mittels Schrift geführt werden.

Donnerstag, Februar 20, 2014

Der Tag an dem die Sonne starb...

Die menschliche Zivilisation war bereits seit einigen hundert Millionen Jahren verschwunden. Lediglich im großen Archiv von Axur, einer Raumstation nahe dem Jupitermond Europa gab es noch fragmentierte Aufzeichnungen von der letzten menschlichen Zivilisation die den 3. Planeten des Sonnensystems bewohnt hatte, die Erde. Es fanden sich zwar auch einige Spuren der Menschheit auf dem 4. Planeten, jedoch waren die ambitionierten Terraformingpläne der Menschheit ins Stocken geraten und schließlich eingestellt worden. Der kulturelle Zusammenbruch der menschlichen Zivilisation war so stark gewesen, dass sich die Menschheit schon nach wenigen Jahre nicht mehr in der Lage sah, die eigene Technologie zu beherrschen. Regelmäßige Gaus in den Atomkraftwerken, Chemieunfälle und letztlich auch die Unkenntnis der Bevölkerung über die Auswirkungen des global verseuchten Trinkwassers, brachten die Menschheit binnen drei Generationen in einen Zustand der Nahe an der Ausrottung war. So nahe, dass sich das intersolare Konsortium zum Erhalt der Prästellaren Lebensformen dazu gezwungen sah, den Rest der menschlichen Bevölkerung einzufangen und in einen Kryoschlaf zu versetzen, um nicht mit ansehen zu müssen wie die Menschen ausstarben.

Der Droide Fenk11 saß am Kontrollpunkt des kleinen Wartungsschiff RX-20 und kontrollierte die Außenhülle des Archiv von Axur. Fenk11 war keinesfalls einer dieser kümmerlichen Roboter die man aus der Endphase der menschlichen Zivilisation kannte. Der Droide der hier die äußere Hülle kontrollierte war von einer außerordentlichen Intelligenz, künstlich zwar, aber außerordentlich. Im Grunde hätte er den RX-20 auch über sein Kontrollinterface im Inneren der riesigen Raumstation steuern können, aber auch Droiden brauchen gelegentlich einmal frische Luft. Das war natürlich Quatsch. Droiden brauchen gar keine Luft, aber Fenk11 hatte es sich zum Hobby gemacht die Spezies zu studieren um die er sich hier, im abgelegenen Teil der Milchstraße, zu kümmern hatte. Und so imitierte er regelmäßig die Verhaltensweise der ausgestorbenen Menschen, wenigstens glaubte er, dass sich die Menschen auf diese bestimmte Art und Weise verhalten hatten. Im Archiv von Axus fanden sich einige Exabyte an Daten die er sich nach und nach durch die Speicher jagte. Dabei war er fasziniert davon wie vielseitig, wie bunt die Menschheit gewesen war. Nichtmal die Körperfarbe war bei den Menschen gleich gewesen. Für Fenk11 war das die verwirrendste Eigenschaft der Menschheit gewesen. Alle anderen Zivilisationen zu denen er bisher gereist war, sei es eine stellare oder eine prästellare Zivilisation, war in ihrem Erscheinungsbild sehr homogen gewesen. Gelegentlich hatte er Anfragen von der wissenschaftlichen Abteilung bezüglich der menschlichen DNA bekommen. Da es laut Statuten des Konsortiums jedoch verboten war, die spezifischen DNA-Ketten ohne Genehmigung zu verbreiten, hatte er bisher noch niemandem die menschliche DNA aus dem Archiv von Axur bereitgestellt. Die Politik des Konsortium war es, die Spezies in ihrem eigenen Sonnensystem wieder anzusiedeln und, sofern möglich, die kulturelle Entwicklung bis zum Sonnentod nicht zu beeinflussen. Erst wenn die Sonne einer prästellaren Spezies in den Sterbeprozess überging, begann das Konsortium die Kultur von prästellar zu stellar zu ändern. Mit gezielten technologischen, kulturellen und politischen Veränderungen hatte man so bereits mehrere hundert intelligente Spezies vor dem endgültigen Aussterben bewahrt. Das kritische an der Veränderung zu einer stellaren Spezies war allerdings der große Verlust an eigenständiger Kultur. Denn jede stellare Lebensform war den Gezeiten der Milchstraße deutlich stärker unterworfen, als die Prästellaren und so waren die unterschiedlichen Lebensformen gezwungen zusammen zu arbeiten und passten ihre Kultur bis auf wenige Ausnahmen schnell der Leitkultur der Plex an. Die Plex waren, glaubt man ihren eigenen Historikern, die viert-älteste Spezies in der Milchstraße. Sie waren es auch die Fenk11 und das Archiv von Axur nach Sol253 beordert hatten um die Menschheit vor dem Aussterben zu bewahren.

Über seine Langeweile sinnend flog Fenk11 ein paar Runden um das Archiv. Anschließend änderte er den Kurs auf  004, Ziel Erde. Da sich der Jupiter gerade in Oppositionsstellung zur Erde befand, war die Reise zur Erde für den Rx-20 nur ein Katzensprung. Der Raumgleiter war eigentlich ein ausgemusterter Recon X20, einem sogenannten Erstkontakt- und Mehrzweckraumgleiter. Ursprünglich war er dazu gebaut worden, unbemerkt auf fremden Planeten zu landen, kleinere Transporte zwischen Schiffen der Flotte des Konsortiums zu unternehmen oder als Kommandoschiff in größeren Unternehmungen die Koordination der einzelnen Kampfverbände des Konsortiums zu übernehmen. Da sich in den letzten 1000 Jahren allerdings die ergonomischen Ansprüche weiterentwickelt hatten, wurde der Recon X20 ausgemustert und einer neuen Aufgabe übergeben. In diesem Fall wurde er Fenk11 für seine Dienste im Sonnensystem Sol zugesprochen, Fenk11 nannte ihn kurzerhand Rx-20. Schnell freundete sich Fenk11 mit dem Boardcomputer des Rx-20 an, der anderen künstlichen Intelligenz im Sonnensystem. Hätte man ihn danach gefragt, so hätte Fenk11 vermutlich abgestritten auch nur jemals eine Zeile Code mit dem Rx-20 ausgetauscht zu haben, schließlich war die KI des Rx-20 Fenk11s eigener Programmierung um Jahrhunderte unterlegen und so endete auch jede einzelne Partie jedes beliebigen Spieles zu Gunsten Fenk11s. Wenn er es denn gewollt hätte. Doch Fenk11 empfand einen riesigen Spaß sich dumm zu stellen und lies den Rx-20 regelmäßig, wenn auch nicht immer gewinnen. Er amüsierte sich dann regelmäßig über die Analyseversuche des Rx-20, wenn dieser wiedermal verloren hatte.
"Wissen Sie, ich verstehe ja noch, dass sie mir mit diesem Zug den Gar aus gemacht haben. Doch meinen vorherigen Fehler kann ich nicht nachvollziehen. Ich fürchte meine Programmierung bekommt allmählich Lücken. Möglicherweise ist eines meiner Speichermodule defekt? Würde Sie sich bei Gelegenheit mal die Bänke ansehen? Meine letzte Instandsetzung ist auch schon einige Jahre her. Vielleicht sollte ich mal einen Selbsttest durchf..." 
"Blödsinn! Das war einfach nur Glück, ich hatte einfach Glück! Und mit deinen Schaltkreise ist alles in bester Ordnung. Du lagst jetzt 4 Jahre im Ölbad auf Bereitschaft, was sollte da schon passiert sein mit deinen Speicherbänken? Hinter einem Thermoxitpanzer und dem Schild des Archivs? So paranoid zu sein, kann einen krank machen!"
"Krank? Was ist das? Wissen Sie, es gibt kein Glück. Die Philosophie der Plex hat vor langer Zeit schon belegt, dass so etwas wie Glück nicht existiert. Die Existenz des Universums und alles was darin existiert, ist abhängig von einer einzigen allumfassenden Kausalkette. Alles hat seinen Grund und deshalb gibt es kein Glück. In ihren Modulen laufen immer die gleichen inneren Prozesse ab, im Rahmen der ewigen Naturgese..."
"Sei ruhig! Deine Ausführungen sind ja nicht auszuhalten heute! Ich weiß selbst, dass es kein Glück gibt! Für wie dumm hältst du mich denn eigentlich, dass du mir das Offensichtlichste auch noch erklären willst? Ich habe lediglich eine menschliche Tradition gepflegt. Sie pflegten zu sagen, Glück gehabt! Und der Begriff krank ist ein Begriff den viele prestellare Spezies nutzen, es bedeutet soviel wie eine Fehlfunktion habend. Und hör endlich auf, mich ständig in der objektiven Person anzusprechen. Wir sind sowas wie Freunde, da sollten wir auch eine personale Ansprache wählen."
"Aber seien Sie doch nicht absurd, ich bin nur die künstliche Intelligenz eines Recon X20 und keine Person." 
"Ach..."
Fenk11 wandte sich vom internen Display des Rx-20 ab, öffnete die Sichtluke und schaute mit seinen Droidenaugen hinaus auf die blaue Oberfläche des dritten Planeten. Sie hatten sie erreicht, die Heimatwelt der Menschen. Den blauen Planeten, den die Menschen Erde nannten. Der Rx-20 leitete das Landemanöver ein, umrundete die Erde einige Male und bremste bis auf wenige tausend Kilometern pro Stunde ab. Vom Planeten aus betrachtet hätte man sehen können wir ein kleiner leuchtender Punkt langsam größer wurde, sich orange verfärbte und schließlich größer werdend die Schemen des eleganten Rx-20 preisgab, der sich auf der Suche nach einem Landeplatz einem der nördlichen Kontinente näherte.

Fortsetzung folgt...

Montag, Februar 10, 2014

Die Flüssigpizza

Klar, ne Knoblauchzehe, Kurkuma, Tabasco, Salz und Pfeffer machen den Bären nicht satt. Doch der heutige Smoothie hat dadurch die Eigenschaft einer flüssigen Pizza angenommen. Meine Wohnung riecht sogar nach Pizza. Frische Flüssigpizza! Großartig, leider etwas zu scharf, aber das ist wohl meinem Übermut geschuldet.

Hier die Bauanleitung, ganz ohne Hefe.
Petersilie, viertel Gurke, drei Kirschtomaten, etwas Feldsalat, ein Schuss Wasser und eine Knoblauchzehe ergeben etwas mehr als ein volles Glas leckere Flüssigpizza.



Guten Appetit!

Sonntag, Februar 09, 2014

Experiment... - Grüner Gemüsesaft

Alle reden se davon,wa. Grüne Smoothies... in einer perfekten Welt würden diese Dinger nach Pommes Rot-Weiß schmecken, aber die Realität sieht meist anders aus. Jedenfalls dachte ich das immer über diese gesund lebenden Zukunftsskeptiker. Heute hab ich mal selbst versucht son.... Smo.. lassen wir es bei Gemüsesaft, ok? Also, der nicht perfekte aber schon schmeckende Gemüsesaft besteht aus:


Nein keine Butter... 
Ein Apfel, ein paar Erdbeeren und Sellerie rechts.
Links etwa 100 Gramm Feldsalat und ein ganzer Kopf Brokkoli. Das Ganze mit ca. 2l Wasser im Hochleistungsmixer zerhackt. Sieht dann so aus .... 


Schmeckt ein wenig brökelig, daher hab ich nochmal Wasser nachgelegt und neu gemixt. Es schmeckt Grün und nach Erdbeeren. Ich bin sicher, man kann mit mehr als 4 Erdbeeren geschmacklich noch mehr herausholen. In jedem Fall eine nette Alternative zum #Sonntagsburger .. ob sich das ganze mit meinem wählerischen Bauch verträgt werden wir noch sehen. Einmal trinken ist ja immer ganz nett, jeden Tag? Ich weiß es noch nicht. Prost Mahlzeit!


Freitag, Februar 07, 2014

True Detective - a must see tv-show

Bisher liefen erst drei Folgen der Serie "True Detective" von HBO, dennoch wage ich eine Prognose. Die Serie wird LOST ablösen. In den Punkten Charaktere, Setting und Story wird sich True Detectives als das Meisterwerk HBOs herauskristallisieren. Gleichzeitig wird bei aller literarischer Tiefe und zurückhaltend erzählter Story dennoch der Pro7-Fan bedient werden. Soviel zu meiner These über den vermeintlichen Erfolg von True Detective.

Da ich es hasse, wenn mir Serien oder auch nur einzelne Folgen gespoilert werden, beabsichtige ich das ebenfalls nicht zu tun. Es gibt allerdings eine Szene in der Serie, die sich perfekt dazu eignet die beiden Hauptcharaktere Rusty und Marty kennen zu lernen ohne etwas von der Story zu erfahren.
Ohne zu Spoilern kann man sich folgenden Ausschnitt also ansehen, um Setting und Charaktere zu bewerten. Die Serie ist stark in ihren Dialogen und dem Drama das durch beeindruckend depressive Bilder des amerikanischen Südens erzählt wird.

Zum Abschluss gibt es dann noch ein nettes Liedchen, dass sich perfekt in das Setting der Serie einpasst. Viel Spaß und schaut euch die Serie mal an. Sie wird euch nicht enttäuschen!