Ariakans Blog

Montag, Februar 24, 2014

Priorisierung der Debatten....

"I would defend the liberty of consenting adult creationists to practice whatever intellectual perversions they like in the privacy of their own homes; but it is also necessary to protect the young and innocent. ” 
― Arthur C. Clarke

Die neue Medienwelt, -landschaft gleicht einem riesigen Zeitverbrennungsapparat. Von Regenbogenbeschmutzern wie Matthias Matussek bis zu Integrationsunwilligen wie einem Thilo Sarrazin, ist die Feuilletonszene mit dem Abguss gefüllt, den man erhält, wenn man den Bodensatz der Gesellschaft verkocht. Der Bodensatz. Das sind nicht die bildungsfernen, -unwilligen integrationsabgehängten Hartz-IV Schamlosen, wie man üblicherweise im leicht dekadent angehauchten Internetjargon der Netzhipster vernehmen kann. Keinesfalls! Denn diese Menschen sind arm. Arme Menschen nerven nicht, arme Menschen leiden. Und nur wer leidet, findet das seelische Gleichgewichte das den Pappnasen im Feuilleton abhanden gekommen ist. Nur wer leidet hat die richtigen Prioritäten. Prioritäten sind es, auf die es ankommen sollte. Doch die Prioritätendebatte existiert heute nicht mehr, heute ist Priorität die Quote und wenn das alte Volk, welches nun auch im #neuland angekommen ist, lieber von Herrn Matussek lesen will wie scheiße es doch ist, ein Smartphone bei direkter Sonneneinstrahlung zu bedienen, dann wird sowas eben auch gedruckt[digital]. Völlig vernachlässigt dabei, die Versuche vor 30 Jahren ein Fax im Stadtpark zu verschicken. Wenigstens ließ man damals im Feuilleton noch Experten zu sich in die Redaktion karren und hob sich als Schreiberling nicht selbst zum Experten empor, wie das vor allem von Herrn Matussek immer wieder gerne getan wird.

Dieser Matussek nervt, weil er so ist wie du und ich. Ungebildet, oder besser verbildet, schmiert er jeden Mist ins Netz, was seinem Glauben nach als Opfer der heiligen Quote gereicht.
Ob nun die sexuelle Orientierung eines Teiles der Gesellschaft oder die Vernarrtheit eines anderen Teiles des Gesellschaft in Technik. Das Alt-Konservative will im Netz schließlich auch bedient werden. Oma, Opa und der Pfaffe surfen schließlich auch. Auf der anderen Seite stehen dann die Gutdenker, deren einziges Handeln darin besteht, ihre eigene Ideologie ins Netz zu tippen. Halleluja! Das Internet macht uns frei! Uns sind in diesem Fall vor allem diejenigen, deren geistiger Abfall medienwirksam in die Öffentlichkeit tropft. Wie der Schleim eines geplatzten Geschwürs am Arsch des letzten Mammuts, verbreitet sich dieser Schleim auf die zum Konsum Verbannten. Die Verbannten sind nämlich keineswegs frei, denn die müssen sich den Dreck ständig in den Nachrichten, News oder neulanddeutsch im "message flow" ansehen. Dazu kommen die debilen Filterbubbles von Google, Facebook, Shit und Co, die nur dazu führen, dass man immer mehr von dem Scheiß der anderen lesen muss, weil man versucht hat mittels der Kommentarfunktion eben jenen Scheiß zu korrigieren, bzw. den Autor etwas zu erhellen. Dieses ganze Medienzeugs ist ein riesiger Scheißtroll! Läuft man Sturm gegen ihn, produziert er nur noch mehr Scheiße. Ignoriert man ihn, wird er irgendwann als Normalzustand akzeptiert. Nur töten, töten kann man ihn nicht. Denn Sterben ist buuuhuuu, gesellschaftlich wird das Sterben nicht mehr akzeptiert. Und während die 2. Generation von Netzankömmlingen das #neuland besiedelt ziehe ich mich mit den Indianern zurück, irgendwohin wo es noch keine dieser Affen 2.0 gibt. Wo das ist? Nun, sowas veröffentlicht man nicht, wenn man nicht gleich Horden von 2.0-Affen einladen will. Nur soviel, wenn die Bedienung des Dienste nicht hoch kompliziert ist, dann lohnt es sich nicht den Dienst zu nutzen. Denn dann sind die Netmonkeys nicht weit... Bis dahin wünsche ich viel Spaß damit, die Debatten der Feuilletons zu ertragen, es könnten die letzten gesellschaftlichen Debatten sein die noch mittels Schrift geführt werden.

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