Ariakans Blog

Donnerstag, Juni 12, 2014

Liebe Frauen.

Die Feminismus Debatte verfolgte ich bisher lediglich am Rande meines täglichen Internet-/Medienkonsums. Es scheint aber doch so zu sein, dass ich als Mann auch mal ein paar Worte darüber verlieren muss. Nicht weil ich mich vom Feminismus bedroht fühle oder meine Identität als Mann bedroht sehe. Nein, das ist sicherlich nicht der Grund. Vielmehr sehe ich den Grund meiner Einmischung darin, dass in der öffentlichen Debatte ein paar Punkte nicht berücksichtigt werden, die ich als Ursache des Problems ausmache. Weiterhin auch ein Grund für die Hürde ist, die der Feminismus bisher nicht überspringen konnte. Es ist die Art und Weise wie Frauen ihre Rolle in der Gesellschaft selbst wahrnehmen und damit umgehen.
Worum genau geht es? Nun, Frauen prangern in der Feminismus Debatte alles mögliche an. Als da wären die Rapeculture, der im Vergleich zu Männern niedrige Lohn und die Unfähigkeit des Mannes, der Frau ihre Rolle in der Gesellschaft so zuzugestehen, wie sie der Frau gemäß einer aufgeklärten und offenen Gesellschaft zusteht. Es gibt sicherlich noch einige Punkte mehr auf der Liste, aber dies sind die Punkte die ich als Mann, der die Debatte nur nebenher verfolgt, am deutlichsten wahrgenommen habe. Diesem Anprangern der Missstände schließen sich im Netz eine Vielzahl von Frauen und gleichgesinnten Männern an und machen so in immer wieder kehrenden Tiraden auf das Problem aufmerksam, das ist auch gut so. Doch löst dies das Problem? Oder ist es die Ursache? Ich denke nicht. Eines der zentralen Probleme die oben angesprochen wurden, sind meiner Ansicht nach die Rolle der Frau in der Gesellschaft und ihr dadurch bedingter viel zu niedriger Lohn im Vergleich zum Mann. Über Rape Culture möchte ich mich an dieser Stelle nicht weiter auslassen, denn ich denke nicht, dass Frauen an diesem Phänomen ursächlich mittragen, dass ist vielmehr ein Problem des Mannes und lässt sich nur durch eine Erziehung des Mannes von Grund auf bekämpfen. Aber die Sache mit dem Lohn und der Rolle der Gesellschaft liegt definitiv auch in den Händen der Frau. 
Es gibt heute kein Unternehmen in Deutschland das auf die Arbeitskraft, Innovationskraft und/oder die Managementfähigkeiten von Frauen verzichten könnte. Im Zeitalter des Fachkräftemangels zieht sich dieses Phänomen von der Aushilfe die Mülleimer entleert bis hinauf zur wissenschaftlichen Mitarbeiterin. Ohne Frauen wäre Deutschland als Wirtschaftsstandort nicht mehr denkbar, ein Prozess der bereits vor vielen Jahren eingeleitet wurde und schon in der NS-Zeit zu beobachten war als zahllose Frauen weltweit in Rüstungsunternehmen eingesetzt wurden um Munition, Flugzeuge oder Schiffe zu produzieren, damit sich die Männer gegenseitig umbringen konnten. 

Rüstungsproduktion, Frauenarbeit an Bohrmaschinen, 1942 (Quelle: Bundesarchiv Bild 146-1981-023-18A; Lizenz: http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.de)
Was aber ist die Motivation der Frau sich in diese schlecht bezahlten Berufe hinein zu begeben? Wo liegt die Ursache dafür, dass Frauen heute immer noch weniger verdienen als Männer? Meiner Meinung nach, liegt dies eben nicht in der frauenfeindlichen Anlage des männlichen Fabrikanten, auch wenn es sicherlich unter den Männern frauenfeindliche Individuen gibt, die bewusst Frauen benachteiligen. Diese Art von Geschlechterfeindschaft wird es aber sicherlich auch unter Frauen gegenüber Männern geben. Nein, der Grund liegt darin, dass Frauen eine tief verwurzelte Verantwortung gegenüber sich selbst als auch der Familie in der sie leben empfinden und es bevorzugen für wenig Geld als gar nicht zu arbeiten. Warum sonst sitzen in malaysischen Nähfabriken hauptsächlich Frauen, vor allem Mütter, täglich 12-15h und arbeiten für einen Hungerlohn? Warum riskieren sie keinen Streik und gehen das Risiko ein ihren Beruf zu verlieren? Warum bleibt ein Mann, trotz Familie, lieber arbeitslos als für 4,50€ Toiletten zu putzen? Und vor allem, warum prangern immer nur die gut behüteten Frauen die zumeist auch noch eine akademische Ausbildung genossen haben diese Missstände der Benachteiligung an? Meiner Meinung nach liegt das darin, dass Frauen ein viel größeres Verantwortungsgefühl gegenüber ihrer Familie haben und gleichzeitig nicht die selbe Anlage zur Risikobereitschaft in sich tragen wie das dem typischen Mann immer zugesprochen wird. Euer Verantwortungsbewusstsein und die mangelnde Risikobereitschaft sind euer Problem, liebe Frauen. Einen Job anzunehmen in einem Unternehmen, dass Frauen benachteiligt und nicht gleich entlohnt, dass ist euer Problem! Das Anprangern der Missstände ist gut, nicht zu kritisieren. Aber gleichsam verzweifelt jede Stelle anzunehmen, um nicht gesellschaftlich geächtet zu werden, das, liebe Frauen, ist euer Fehler. 

Das soll jetzt die Lösung sein? Ich weiß es nicht. Sicherlich werden einige hier einwenden, dass eine Frau die ihre Kinder ernähren muss eben verzweifelt genug ist jede Stelle anzunehmen. Aber es gibt eben doch genug Frauen die keine Kinder haben und doch die schlecht bzw. falsch bezahlte Stelle annehmen, gerade hier in Deutschland. Wie hoch ist der Frauenanteil in den großen deutschen Gewerkschaften? Gewerkschaften die natürlicherweise auch die Interessen der Frauen vertreten sollten, sofern sich die Geschlechterzahl in den Gewerkschaften zugunsten der Frauen bewegt. Der Feminismus bekämpft an dieser Stelle nicht die Benachteiligung durch den Mann, sondern das dem Kapitalismus innewohnende Phänomen der Gewinnmaximierung und Kostenreduzierung. Und das sich die Frau als Opfer für Lohndumping so gut eignet, liegt nicht am Mann, sondern an der Mentalität vieler Frauen die lieber für wenig arbeiten als für mehr zu demonstrieren. 

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