Ariakans Blog

Montag, August 18, 2014

Artgerechte Haltung...

Fisch, Ei, Fleisch und Obst tun dem Bären wohl! Doch jeder Bär in Gefangenschaft, wird verrückt wenn er außer Nahrung nur den Käfig anstarren darf. Da ist der Wärter schnell gefährdet, wenn er einmal im Monat in den Käfig muss, um die Scheiße weg zu wischen. Die Scheiße des Bären, die er zugegebenermaßen freudig in die rechte hintere Ecke des Käfigs ablässt. Das Scheißen auf die Rechte ist das einzige, was den Bären intellektuell noch fordert. Denn ansonsten geht es ihm zu gut, er hat Futter, warmes Stroh und kann viel schlafen. So vegetiert der Bär vor sich hin und wird bald krank und stirbt an geistiger Verarmung. Sein Predatorenkörper und sein Predatorengehirn sind einfach nicht für die satt machende Käfighaltung gemacht. - Aus dem Leben eines Bären, unbekannter Autor 1903 London

Nun ist es leider so, dass früher nicht alles schlecht war. Damit meine ich nicht die Käfighaltung von Bären in den Londoner Zoos! Ich meine das Leben des Menschen um die Zeit vor dem 1. Wültkrich! Es war hart und grob. Kaum Antibiotika, mangelhafte Hygiene überall und einen guten Zahnarzt erkannte man an seinen strammen Unterarmmuskeln. Allgemein waren die Menschen damals, wenn gesund, viel stärker als heute. Es waren, vergleicht man das mit heute, Titanen! Zugegeben, der Mensch um 1900 hatte die Sensibilität eines Schlaghammers in seinen Fingern, ein iPhone hätter er mit seinen schmutzig schwulstigen Fingern einfach zerstört. Aber die Finger waren gut dazu geeignet, eine Ratte darin zu zerquetschen. Nicht wie heute üblich aus purer Freude, sondern aufgrund der Notwendigkeit das hart erarbeitete Essen vor ihr und ihren zahllosen Nachkommen zu schützen.

Doch diese Zeiten sind heute endgültig vorbei. Heute ist alles gut und wenn wir überhaupt noch sterben, dann an einer sogenannten Zivilisationskrankheit im hohen, bzw. höchst möglichen Alter. Wir hatten aber auch genug zu tun, als dass man uns das Leid des Existenzskampfes hätte zumuten können. Wir mussten Computer entwickeln, programmieren und verkaufen. Autos bauen, verbessern und verschrotten. Recycling entdecken, Müll ablagern, Müll verbrennen. Steuergesetze reformieren, Hartz IV Anträge ausfüllen und Quantenphysik lehren. Jetzt, wo wir das Limit der technischen Innovationen vor Augen haben, wird von der Politik und der Gesellschaft klug erkannt. Das größte Hindernis um glücklich zu weilen, ist das Denken selbst. Das Gehirn des Menschen ist ein Klumpen unzufriedener grauer Masse der immer mehr, immer neu und immerzu will! Die Befriedigung dieses "immer" lässt sich mit Mitteln der Materie auf so einem kleinen Planeten natürlich nicht erreichen. Also zieht man die Gesellschaft ins Digitale und liefert zahllose Güter, auf das der Kundenuser zufrieden clickt. Diese Zufriedenheit lässt sich schon messen. So wie mich das Geräusch beim Öffnen einer eiskalten Cola Dose in den Himmel wiegt, so erheben heute Whatsapp oder Facebook Benachrichtigungen den Kundenuser ins Nirwana. Der Click ins Glück! Wer mich kennt, der weiß ich bin kein Kritiker moderne Medien und/oder Technologie. Aber was Facebook jetzt plant ist absurd. Facebook bringt den Satire Hashtag, damit der Kundenuser nicht verwirrt zurück bleibt, wenn in seiner Timeline jemand Satire postet. http://mashable.com/2014/08/17/facebook-satire-tag/ Was sagt das über unsere Gesellschaft? Wie entstand der Schutz des Dummen? Es wird wohl am Konzept unserer Konsumgesellschaft liegen, dass man lieber die Dummen schützt, anstatt sie zur Weiterentwicklung zu zwingen. Denn dann könnte diesen Menschen bewusst werden, dass sie von der Werbung verarscht wurden. Und das will ja wirklich niemand....

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