Ariakans Blog

Sonntag, Februar 22, 2015

Internet of Things vs Anwendungsspezifische Computer

Zugegeben, die letzte Zukunftsvision ist schon eine Weile her und bis heute haben wir keine vernünftigen SmartGlasses. GoogleGlas war mehr oder weniger ein Flop und vernetzt sind wir auch noch nicht richig gut. Aber der nächste Trend wir einschlagen! Da bin ich sicher!
Also opjepass!

Neulich, einer Mittelohrentzündung sei Dank, war ich unter dem Einfluss starker Antibiotika in Bonn unterwegs. Da spülte es mich in den Conrad, etwa 2,5h irrte ich umher und sah mir jeden Artikel an den dieser Laden zu bieten. Neben völlig überteuerten Kabeln und gehörig deplatzierten "SmartTVs" fand ich dann etwas, das total super ist! Einen RaspberryPi B+, eigentlich wollte ich mir einen Raspberry 2 kaufen, aber den hat der Conrad noch nicht und ich vermute,dass sie einfach erst die alten Rasps abverkaufen wollen. Nun, nicht mit mir! Ich war also etwas gernevt und wollte schon aufgeben. Da sah ich diese nette kleine Intel Box... hmm, was ist das? Intel Edison.



Intel verkauft jetzt Glühbirnen?

Schnell ein bisschen, Smartphone sei Dank, gegoogelt und für mich stand fest. Das musst du unbedingt kaufen! Keine Ahnung wofür man es brauchen kann, aber du musst es kaufen! Na gut dachte ich mir, wenn ich das kaufen muss, dann muss ich es kaufen. Antibiotika sind schon seltsam... 10 Minuten später war ich zu Hause und fummelte mit dem Edison herum... faszinierend. Man kann ihn mit dem üblichen Smartphoneladegerät betreiben. Das Breakoutboard für den Edison hat zwei Mikro-USB Anschlüsse und so war es nicht sonderlich schwer ein auf Debian basiertes Linux auf den 4GB Flash des Edison zu flashen(Das mitgelieferte Yoctolinux hatte nicht genug Debian für meinen Geschmack ;) ). Mit 1GB RAM und einem Intel Atom 2x 500Mhz ist der Winzling sicher kein Gaming PC, aber für kleinere Anwendungen ist er perfekt. Verbraucht er doch weniger als 1Watt Strom und lässt sich locker am USB Port eines handelsüblichen Router betreiben. Also ein richtiger Computer für unter 1Watt,... ein Server für unter 1Watt.... ein Smartphone für unter 1Watt... Also mein erster Edison dient als Host für einen eigenen Teamspeak Server. Da es mittlerweile Apps für Teamspeak (Ventrilo oder auch Mumble) gibt, werde ich in Zukunft keinen Handyvertrag mehr nutzen, der mir das Telefonieren mittels Flatrate ermöglicht. Vielmehr werde ich mir eine Sim fürs Handy besorgen bei der man 5GB Traffic pro Monat hat. Und dann auf dem Teamspeak idlen... wer mich also in Zukunft sprechen will, kommt einfach auf meinen Teamspeak und kann auch gerne noch Freunde mitbringen und den auch nutzen. Perfekt! Fickt euch Mobilfunkroamingvertragsscheißanbieter! Wifi im Starbucks und ich telefonieren von überall mit allen! Und weil mich das so begeistert hat, hier ein Aktfoto vom Intel Edison. Ich suche gerade noch nach "passenden Klamotten" für ihn. Vielleicht eine Streichholzschachtel?

Aktfoto des Teamspeak3-Servers

Winzling! Der Edison ist ein Winzling. Hier mal ein Kostenbeispiel für den Dauerbetrieb des Teamspeak über ein Jahr. Pro Jahr verbraucht der Edison mit aktiviertem internen WLAN Modul etwa 8,74 kWh. Das sind für den BonnKlimA+++ (den Umweltfreundlichsten Ökostrom) 2,3056 € pro Jahr. 2,30€ für ein Jahr Teamspeak. Läuft. Ein Lasttest steht noch aus, aber mit meiner Freundin konnte ich schon mal problemlos zwischen Wohnzimmer und Schlafzimmer mittels Teamspeak sprechen und ich bin sehr zuversichtlich, dass ich locker bis zu 10 Teilnehmer gleichzeitig mit dem Edison bedienen kann. VDSL 50 sei Dank auch ohne Kompromisse bei der Datenrate. Der Edison begeistert mich derart, dass ich schon Visionen davon habe in Zukunft nur noch Edison zu Geburtstagen zu verschenken. Oder Anteile an Edisons zu verschenken... das Gerät kostet mit der obigen Miniplatine von Sparkfun, 59€ für den Edison mit Breakoutboard + 29€ für die Miniplatine insgesamt ~90€ (Die man aber nicht unbedingt benötigt, da sich auch alles mit dem zugehörigen Breakoutboard betreiben lässt.) Der nächste Edison wird mich dafür etwas weniger kosten, da ich kein zweites Breakoutboard benötige. 
Zu kaufen gibt es die Miniplatine bei http://www.flikto.de/ Ein toller Händler, ich hatte vergessen die Schrauben mit zu bestellen und habe dann zweimal bestellt(zweimal Versand mittels Paypal überwiesen) und ohne dass ich mich bemühen musste, haben sie alles in ein Paket gepackt und mir den zuviel gezahlten Versand auf Paypal gut geschrieben. Toller Händler! Flikto! Merken!

Únd jetzt stellt sich doch die Frage... was kann man mit diesen feinen kleinen Geräten sonst noch so alles an Diensten betreiben? Ein Socialnetwork, dass wirklich ein Network ist und kein zentralisiertes Datensammelprojekt wie Facebook? Einen p2p-Twitter Dienst der Werbe- und Zensurfrei ist? Ein dezentrales Ebay bei dem keiner mehr Gebühren zahlen muss und seine Artikel im Stile eines Flohmarktes über die eigene Internetverbindung anbietet? Eine Lowcost Gebäude- und Anlagenüberwachung? Oder ein SmartHelm der Hilfe ruft wenn ich mich dem Fahrrad hingelegt habe?



Zugegeben, das klingt alles recht utopisch, aber der Edison existiert und die Technik/Software für alles andere auch. Es liegt nur an euch da draußen. Investiert ihr einmal die 80€ für den Edison oder stellt ihr euch lieber ein Überwachungstool von Amazon oder Apple ins Haus? Die Zukunft wird kommen, ohne Frage... ich denke gerade... so ein Edison in meinem Fahrrad hätte auch was. Obwohl, Fahrradcomputer gab es auch schon in den 90ern... man muss ja nicht jeden Trend neu aufrollen.



Donnerstag, Februar 19, 2015

Des Kaiser's Worte:

"In Katar gibt es keine Sklaven, ich hab da nie jemanden mit Ketten an den Füßen gesehen." - Franz Beckenbauer. Des Kaiser's Worte wurden vernommen und damit stand ein Boykott der WM in Katar nicht mehr auf dem Plan des DFB. Alles sauber! So sagt der Kaiser:


Dabei ist Katar einer der dunkelsten Staaten der Golfregion und eigentlich sollte es nicht von einem Blog im Internet, sondern von der friedliebenden politischen Elite der Bundesrepublik gefordert werden! Deutschland muss die Teilnahme an der WM in Katar boykottieren. Nicht unbedingt weil die Arbeitsbedingungen so schlecht in Katar sind, dass sind sie in den meisten Fleischereien in Ostdeutschland ja auch. Obschon der Bericht von Amnesty International sich wirklich gruselig liest: http://www.amnesty.org/en/library/asset/MDE22/010/2013/en/ca15040d-290e-4292-8616-d7f845beed7e/mde220102013en.pdf
Das allein würde meiner Meinung nach für einen Boykott ausreichen, doch es kommt noch schlimmer. Die WM in Katar muss auch boykottiert werden, weil Katar den internationalen Terrorismus unterstützt und ein Förderer des IS und seiner Ableger ist. Einer Gruppierung die mit den entsprechenden technischen und logistischen Möglichkeiten den Nazis in nichts nachsteht. So gerne man auch den Sport und die Politik getrennt betrachten will. Einem Land die Möglichkeit geben sich international zu präsentieren, dass gleichsam den Terrorismus im Mittleren Osten unterstützt ist moralisch verwerflich und kann eigentlich nicht geduldet werden. Wo sind also die Protestbewegungen? Wo ist der Aufschrei der ehemals pazifistischen Grünen? Wo der Ruf nach brüderlicher Gleicheit, Einigkeit und Freiheit? - Ich vernehme ihn nicht!

Wohl aber vernehme ich, dass selbst Staaten wie Ägypten die Rolle Katars in diesem Zusammenhang verstanden haben und durchaus öffentlich anklagen, dass Katar den Terrorismus unterstützt. So beschwerte sich jüngst Ägypten bei der arabischen Liga darüber, dass Katar die Angriffe Ägyptens auf Stellungen der IS kritisierte und eine Einstellung forderte. Die Reaktion Ägyptens geschah im Zusammenhang mit der Hinrichtung von 21 koptischen Christen durch den IS: http://mobile.reuters.com/article/worldNews/idUSKBN0LN07520150219?irpc=932
Darüber hinaus gibt es weitere deutliche Hinweise auf eine Mittäterschaft Katars an den Verbrechen des IS. Hinweise gibt es meiner Meinung nach mehr als genug...



2003 - Das auswärtige Amt/die CIA bestätigt die Beteiligung des Innenministers von Katar am Anschlag des 11. Septembers 2001 auf das WTC in New York: https://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2003/erste8370.html

2004 - Tschetschenischer Islamist stirbt durch Autobombe in Katar: http://www.n-tv.de/politik/Jandarbijew-in-Katar-getoetet-article95348.html



2009 - Unterstützer des Terrorismus reisen aus Deutschland über Katar nach Pakistan ein. http://www.abendblatt.de/hamburg/article1224653/Islamist-aus-dem-Terrorvideo-lebte-in-Hamburg.html

2009 - Das Jerusalem Zentrum kommentiert die Geschichte als Katars als Zufluchtsort für Islamisten aus der arabischen Welt. http://jer-zentrum.org/ViewArticle.aspx?ArticleId=196

2014 - Entwicklungsminister Gerd Müller(CSU) bezeichnet Katar als Unterstützer des IS, dann rudert Mutti schnell zurück und gibt dem Emir Kuchen und Panzer... :http://www.faz.net/aktuell/politik/vorwuerfe-gegen-qatar-berlin-bedauert-missverstaendnis-13111550.html


Aber die Deutschen werden sich vermutlich einfach so verhalten, wie die Bayern das schon vorgemacht habe. Sie werden die Schatten ignorieren und hupend durch die Straßen ziehen und die Yogijungs feiern... das aber auch ein Fußballer und Fußballfan sich politisch positionieren muss bzw. sollte, dass wird man für die paar Wochen gut ignorieren können. In den News in der Halbzeit wird man dann vermutlich irgendeine langweilige Meldung über ein Busunglück lesen und die Kritik an Katar wird nicht zu hören sein. Stattdessen feiert man die eigene Toleranz gegenüber dem Islam, weil man ja im Stadion nicht trinkt, singt und auch keine Frauen ihre Haare entblößen.... ganz toll!

Donnerstag, Februar 12, 2015

Freakshow 2015 -

Der Rheinländer sagt auch gerne Karneval dazu. Doch Freakshow 2015 scheint mir angemessen zu sein. Heute musste ich krankheitsbedingt die Wohnung verlassen, in die Bonner Innenstadt zum HNO-Arzt. Die Fahrt zum Bahnhof begann damit, dass ich mich fragte wie viele Clowns ich wohl heute sehen würde. Der erste den ich sah, lief mit einer Kiste Bier über die Straße am Bahnhof. Nun finde ich Bier nicht schlecht, doch wenn ich morgens, also vor neun, betrunkene Raubkatzen sehe, deren Schwanz schlaff herab hängt, wünsche ich mir ne Bleispritze. Also sowas in der Art wie das hier:


Nun ist man aber ja kein Unmensch und so lasse ich den getigerten Bierdosenjunkies ihren Spaß. Schließlich hätte es auch mir passieren können, dass morgens besoffen am Bonner Loch stehe und die Kippen in meiner Leopardenunterwäsche suche. Wohlgemerkt, HÄTTE! Naja, frohen Mutes gehe ich weiter und schlängle mich elegant an zwei, hmm... Eisbären vorbei. Geschafft! An der HNO Praxis angekommen erklimme ich die Stufen um endlich von der antibiotischen Salbe in meinem Ohr befreit zu werden. Und was sehe ich als ich in die Praxis gelange? ROSA! ROSA ELEFANTEN! Oder was auch immer die netten Damen am Empfang darstellen wollten. Eines dieser rosa Dinger fragt mich mit kehliger Stimme was ich denn wolle und wirkt enttäuscht als ihre azurblauen Augen keine Krawatte an meinem Hals finden. Gut das ich die zu Hause gelassen habe, daran hätte ich mich spätestens jetzt erhängt. ROSA! ROSA ELEFANTEN!
Nach kurzer Erläuterung, dass ich nur hier sei um mir die Ohren sauber machen zu lassen, starrt sie verwirrt meine Krankenkassenkarte an und verfällt in ihr alltägliches Ritual, "Setzen Sie sich schon mal ins Wartezimmer. Der Doktor ruft sie gleich." - "Danke." 
Verwirrt von den 1000er Antibiotika die ich drei mal täglich nehme, frage ich mich. Ob ich das alles wirklich erlebe? Oder ist das ein Fiebertraum und in Wahrheit kümmern sich drei brünette Krankenschwestern mit tiefem Dekolletee in meiner Privatklinik um mich. - Nein. Ich bin nicht Michael Schumacher, es ist wahr. Alles ist wahr. Die drei rosa Elefanten, die Raubkatzen am Bonner Loch und meine Mittelohrentzündung. Scheiße! Schon wieder bekomme ich diese elende Salbe ins Ohr geschmiert... bis Dienstag dieses mal... WTF! Ohrenpfeifen bis Dienstag... das sind... genau.. fünf Tage. Fünf beknackte Tage die ich diese Freakshow noch ertragen muss. Fein. Oder auch nicht!

Dienstag, Februar 03, 2015

Zur europäischen Schieflage....

Der europäischen Kommission und den wenigen deutschen Europapolitikern ist es zu verdanken, dass die europäische Union nicht bereits an der erste Minikrise zerbrochen ist. Gemeint ist die Staatsschuldenkrise, deren Folgen heute noch die südlichen Länder Europas in eine Starre versetzen. In diesen Tagen wird Europa erneut auf eine harte Probe gestellt. Der offene Wirtschaftskrieg mit Russland eskaliert immer weiter. Die südlichen Länder Europas beginnen damit sich die berechtigte Frage zu stellen, ob die durch Deutschland dominierte europäische Außen- und Wirtschaftspolitik wirklich so alternativlos ist, wie die konservativen Kräfte nicht müde werden zu verkünden.
Als Autor eines Textes über die aktuelle Russland - EU Krise ist man verpflichtet ein paar Dinge im Vorfeld klar zu stellen um nicht als "Putinfreund" verunglimpft zu werden. Dem ist nicht so.

1. Der Autor ist kein Putinfreund oder unterstützt die Bestrebungen Putins ein neues orthodoxes Russland nach dem Vorbild Zar Alexanders I. aufzubauen.

2. Der Autor betrachtet Russland als Teil Europas, das gilt sowohl für die Kultur als auch die Mentalität innerhalb Russlands. In den Augen des Autors ist Russland in vielen Punkten europäischer als die südosteuropäische Peripherie. Das liegt nicht an einer besonderen Güte des russischen Staates, sondern an den geschichtlichen Ereignissen die St. Petersburg und Moskau immer schon haben fortschrittlicher sein lassen, als es Kiev, Bukarest, Sofia oder auch Tiflis waren. Darüber hinaus möchte der Autor auf die engen kulturellen und wissenschaftlichen Verknüpfungen Russlands mit Frankreiche, Großbritannien und Deutschland hinweisen, die es lange vor dem 1. Weltkrieg bereits gegeben hat.

3. Mit "europäische Werte" sind die Werte einer zugegebenermaßen virtuellen Leitkultur unter dem Banner der Aufklärung und Vernunftlehre gemeint, die nahezu in ganz Kontinentaleuropa in den letzten 200 Jahren eine Befreiung von religiösem Fanatismus herbeiführte und nebenher berechenbare staatliche Strukturen hervorbrachte. Ein Prozess der die Grundlage für die freie Wissenschaft legte und der technische als auch kulturelle Revolutionen hervorbrachte die unser Leben bis heute nachhaltig prägen.

Wie könnte also ein Europa zerreißen? Ein Europa das trotz zweier Weltkriege und den schlimmsten Gräueltaten die man sich vorstellen kann, eine über 60 jährige Geschichte des Friedens und der Integration hinter sich hat und nun am Beginn  des digitalen Zeitalters an einem Wirtschaftskrieg zwischen seinen Staaten zerbrechen? Als Gorbatschow den unsinnigen eisernen Griff lockerte und die Sowjetunion zerfiel, betrachteten in den USA die meisten die Ereignisse in Europa fälschlicherweise als Sieg des westlichen Kapitalismus über die östliche Planwirtschaft. Die Eier mancher Politiker schwellten vor Stolz so sehr an, dass ihre Zähne weißer strahlten als ein Sonnentag am Nordpol.
Nichts desto trotz gab es auch aus den USA damals bereits mäßigende Stimmen, die die komplexen Vorgängen während des Kalten Kriegs als Ganzes betrachteten und die "Schuldfrage" als auch das Ergebnis des Krieges etwas differenzierter anfassten. Genannt sei hier George F. Kennan, unter anderem kann seine Meinung, welche auch heute noch nichts an Aktualität verloren hat, hier eingesehen werden: http://www.nytimes.com/1992/10/28/opinion/the-gop-won-the-cold-war-ridiculous.html

Nobody -- no country, no party, no person -- "won" the cold war. It was a long and costly political rivalry, fueled on both sides by unreal and exaggerated estimates of the intentions and strength of the other party. It greatly overstrained the economic resources of both countries, leaving both, by the end of the 1980's, confronted with heavy financial, social and, in the case of the Russians, political problems that neither had anticipated and for which neither was fully prepared.
The fact that in Russia's case these changes were long desired on principle by most of us does not alter the fact that they came -- far too precipitately -- upon a population little prepared for them, thus creating new problems of the greatest seriousness for Russia, its neighbors and the rest of us, problems to which, as yet, none of us have found effective answers.
All these developments should be seen as part of the price we are paying for the cold war. As in most great international conflicts, it is a price to be paid by both sides. That the conflict should now be formally ended is a fit occasion for satisfaction but also for sober re-examination of the part we took in its origin and long continuation. It is not a fit occasion for pretending that the end of it was a great triumph for anyone, and particularly not one for which any American political party could properly claim principal credit.

In einem vielsagenden Artikel zu den Interessen amerikanischer Außen- und Sicherheitspolitik, :->
http://www.the-american-interest.com/2015/01/27/in-it-to-win-it/ , lässt sich ablesen, dass die Worte Kennans offenkundig vergessen wurden. So teilt man in dem Artikel die Welt ein zwischen zu Davos Zugehörigen und der anderen putinschen Seite die nicht zu Davos gehören ein. Wie sachlich falsch es ist, auf einem Weltwirtschaftsforum das durch ranghohe russische Politiker auch 2015 besucht wurde soll hier nicht erörtert werden. Vielmehr zeigt es jedoch das Selbstverständnis und die Ausrichtung mit der amerikanische Außenpolitik die eigene Sicherheit in der Ukraine zu etablieren sucht. Europa lässt sich seine Position in diesem Konflikt von den USA diktieren und vertritt entgegen der Meinung der meisten seiner Bürger eine Linie die auf Konfrontation mit Russland und Kooperation mit den USA setzt. Nun ist an  Kooperation sicherlich nichts auszusetzen, nur sollte man die möglichen Folgen bedenken, wenn sich zwei der drei größten Volkswirtschaften der Welt gegen Russland stellen. Europa und die USA agieren mit Sanktionen gegen Russland, dass nur teilweise für die Destabilisierung der Ukrainer verantwortlich gemacht werden kann. Auf der anderen Seite steht Russland mit einem nahezu unerschöpflichen Reichtum an Ressourcen und blickt sich fragend und hilfesuchend um. Da liegt es nahe, dass sich das Verhältnis zwischen Russland und China weiter normalisiert und scheinbar in logischer Konsequenz zu einem engeren Bündnis beider Staaten führt.
Aus US-republikanischer Sicht wird die Annäherung Russlands an China sicherlich den Automatismus auslösen den man schon allzu oft gesehen hat. China und Russland werden die "neuen Feinde" der freien Welt genannt werden. Da sich die amerikanischen Außenpolitik gerade in einem Dogmenwechsel befindet und die Ausrichtung auf den pazifischen Raum erfolgt, muss man sich als Europäer doch fragen was das für Europa bedeutet. Kann ein Europa in einem Konflikt mit Russland ohne die starke Hilfe der USA bestehen?
Noch während der Erstellung des Beitrags eskalierte die Situation weiter, so berichtet die New York Times davon, dass es offene Überlegungen in Washington gibt Waffen an die Ukraine zu liefern. Damit würde man den Konflikt weiter anheizen und die Separatisten / Russland dazu bringen ihrerseits modernere Waffensysteme in das Donezbecken zu werfen. Eine Eskalation wäre unausweichlich. Und wie es für eine bestimmte politische Gruppe in Deutschland üblich ist, wird lediglich zaghaft Kritik an dem US Plan geübt, indem man sagt "Deutschland wird keine Waffen in die Ukraine liefern." - Dabei würde man sich doch die Aussage wünschen, Schulter an Schulter mit Frankreich veröffentlicht, "Wir werden jeden mit Sanktionen belegen der Waffen in die Ukraine liefert. Das gilt für Russland, aber auch für jede andere Nation die den Konflikt weiter anheizt. Europa duldet keine militärischen Eskalationen auf seinem Kontinent." - Zwölf Stunden später rudert zumindest Obama wieder zurück, wie der republikanische Teil darüber denkt wird sich jeder ausmahlen können. -> http://m.heute.de/ZDF/zdfportal/xml/object/37012330
Weltweit reiben sich Rüstungskonzerne bereits die Hände um lukrative Aufträge zu ergattern, Aufträge die sicherlich anfallen beim Aufbau eines osteuropäischen Schutzraums gegenüber der mächtigen russischen Armee. Einer Armee die in den Augen des Autors ein Bestandteil der europäischen Sicherheitspolitik sein sollte und nicht als gegen Europa gerichtet betrachtet werden darf! Die Herausforderungen die an Russlands Südgrenze auch auf Europa warten sind immens und die immer offenere Islamisierung der Türkei und der fortschreitenden Autokratisierung der Türkei sind eine weitaus größere Gefahr für den Frieden in Südosteuropa als die Streitigkeiten zwischen den Nationalisten und Regionalisten der Ukraine. Der Bau einer Moschee mit mehr als 4500 Plätzen in Albanien durch die Türkei muss als Kultur-/Religionsimperialismus verstanden werden, der das säkulare Europa bedroht, West wie Ost. Link-> http://www.kleinezeitung.at/k/politik/aussenpolitik/suedosteuropa/4198094/Turkei-baut-in-Tirana-grosste-Moschee-des-Balkan