Ariakans Blog

Donnerstag, Februar 19, 2015

Des Kaiser's Worte:

"In Katar gibt es keine Sklaven, ich hab da nie jemanden mit Ketten an den Füßen gesehen." - Franz Beckenbauer. Des Kaiser's Worte wurden vernommen und damit stand ein Boykott der WM in Katar nicht mehr auf dem Plan des DFB. Alles sauber! So sagt der Kaiser:


Dabei ist Katar einer der dunkelsten Staaten der Golfregion und eigentlich sollte es nicht von einem Blog im Internet, sondern von der friedliebenden politischen Elite der Bundesrepublik gefordert werden! Deutschland muss die Teilnahme an der WM in Katar boykottieren. Nicht unbedingt weil die Arbeitsbedingungen so schlecht in Katar sind, dass sind sie in den meisten Fleischereien in Ostdeutschland ja auch. Obschon der Bericht von Amnesty International sich wirklich gruselig liest: http://www.amnesty.org/en/library/asset/MDE22/010/2013/en/ca15040d-290e-4292-8616-d7f845beed7e/mde220102013en.pdf
Das allein würde meiner Meinung nach für einen Boykott ausreichen, doch es kommt noch schlimmer. Die WM in Katar muss auch boykottiert werden, weil Katar den internationalen Terrorismus unterstützt und ein Förderer des IS und seiner Ableger ist. Einer Gruppierung die mit den entsprechenden technischen und logistischen Möglichkeiten den Nazis in nichts nachsteht. So gerne man auch den Sport und die Politik getrennt betrachten will. Einem Land die Möglichkeit geben sich international zu präsentieren, dass gleichsam den Terrorismus im Mittleren Osten unterstützt ist moralisch verwerflich und kann eigentlich nicht geduldet werden. Wo sind also die Protestbewegungen? Wo ist der Aufschrei der ehemals pazifistischen Grünen? Wo der Ruf nach brüderlicher Gleicheit, Einigkeit und Freiheit? - Ich vernehme ihn nicht!

Wohl aber vernehme ich, dass selbst Staaten wie Ägypten die Rolle Katars in diesem Zusammenhang verstanden haben und durchaus öffentlich anklagen, dass Katar den Terrorismus unterstützt. So beschwerte sich jüngst Ägypten bei der arabischen Liga darüber, dass Katar die Angriffe Ägyptens auf Stellungen der IS kritisierte und eine Einstellung forderte. Die Reaktion Ägyptens geschah im Zusammenhang mit der Hinrichtung von 21 koptischen Christen durch den IS: http://mobile.reuters.com/article/worldNews/idUSKBN0LN07520150219?irpc=932
Darüber hinaus gibt es weitere deutliche Hinweise auf eine Mittäterschaft Katars an den Verbrechen des IS. Hinweise gibt es meiner Meinung nach mehr als genug...



2003 - Das auswärtige Amt/die CIA bestätigt die Beteiligung des Innenministers von Katar am Anschlag des 11. Septembers 2001 auf das WTC in New York: https://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2003/erste8370.html

2004 - Tschetschenischer Islamist stirbt durch Autobombe in Katar: http://www.n-tv.de/politik/Jandarbijew-in-Katar-getoetet-article95348.html



2009 - Unterstützer des Terrorismus reisen aus Deutschland über Katar nach Pakistan ein. http://www.abendblatt.de/hamburg/article1224653/Islamist-aus-dem-Terrorvideo-lebte-in-Hamburg.html

2009 - Das Jerusalem Zentrum kommentiert die Geschichte als Katars als Zufluchtsort für Islamisten aus der arabischen Welt. http://jer-zentrum.org/ViewArticle.aspx?ArticleId=196

2014 - Entwicklungsminister Gerd Müller(CSU) bezeichnet Katar als Unterstützer des IS, dann rudert Mutti schnell zurück und gibt dem Emir Kuchen und Panzer... :http://www.faz.net/aktuell/politik/vorwuerfe-gegen-qatar-berlin-bedauert-missverstaendnis-13111550.html


Aber die Deutschen werden sich vermutlich einfach so verhalten, wie die Bayern das schon vorgemacht habe. Sie werden die Schatten ignorieren und hupend durch die Straßen ziehen und die Yogijungs feiern... das aber auch ein Fußballer und Fußballfan sich politisch positionieren muss bzw. sollte, dass wird man für die paar Wochen gut ignorieren können. In den News in der Halbzeit wird man dann vermutlich irgendeine langweilige Meldung über ein Busunglück lesen und die Kritik an Katar wird nicht zu hören sein. Stattdessen feiert man die eigene Toleranz gegenüber dem Islam, weil man ja im Stadion nicht trinkt, singt und auch keine Frauen ihre Haare entblößen.... ganz toll!

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